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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
09.02.2013
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Editorial
 
News
CML: Schnelleres und tieferes Ansprechen bedeutet bessere Heilungschancen mit Nilotinib

Vor einem guten Jahrzehnt verbesserte sich mit der Einführung von Imatinib die Prognose von Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) dramatisch. Mit der Nachfolgesubstanz Nilotinib (Tasigna®) könnten CML-Patienten nun erstmals einer Heilung dieser Erkrankung ohne Stammzelltransplantation einen Schritt näher kommen: Ein schnelleres, tieferes und dauerhafteres Ansprechen unter Nilotinib im Vergleich zu Imatinib wurde in mehreren Präsentationen beim jüngst in Atlanta abgehaltenen Kongress der American Society of Hematology (ASH) bestätigt. Damit wird der Weg für eine neue Generation klinischer Studien bereitet, in denen die Chancen dieser Patienten untersucht werden sollen, langfristig frei von molekularen Rezidiven zu bleiben - auch nach dem Absetzen eines Tyrosinkinaseinhibitors wie Nilotinib.

 
Titelthema
Stromareaktion im Pankreaskarzinom - „winning the hype or losing hope?“

Das humane Pankreaskarzinom ist eine nahezu immer tödlich verlaufende Erkrankung. Dies beruht neben der meist sehr späten Diagnosestellung auch auf der fehlenden Wirksamkeit konventioneller Chemotherapeutika. Das Verständnis der Biologie der Pankreaskarzinomzellen per se hat über die Jahre hinweg stetig zugenommen, wobei erst in naher Vergangenheit das die Tumorzellen umgebende Stroma für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Die durch das Stroma entstehende desmoplastische Reaktion wird von sogenannten aktivierten, pankreatischen Sternzellen (PSC) gebildet und gilt als hauptverantwortlich für die schlechte Penetration von Chemotherapeutika in das Tumorgewebe. Die duale Interaktion zwischen Sternzellen und Tumorzellen fördert außerdem Migration und Überleben und damit die frühe Metastasierung von Pankreaskarzinomzellen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Stromareaktion im Pankreaskarzinom, u.a. die Sekretion von sogenannten Matrix-Metalloproteasen (MMPs). Hinzu kommt eine durch das Stroma induzierte Hypoxie, die über die Sekretion von VEGF einerseits zur weiteren PSC-Aktivierung und andererseits zur lokalen Tumorangiogenese beiträgt. Damit könnte die gezielte Zerstörung des Stromas im Pankreaskarzinom die Wirksamkeit verschiedener Chemotherapeutika verbessern.

Adjuvante Therapie beim Pankreaskarzinom

Das Adenokarzinom des Pankreas ist bei Diagnosestellung trotz deutlich optimierter chirurgischer und perioperativer Möglichkeiten (1) in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle nicht operabel. Auch bei den etwa 20% der Patienten in einem primär resektablen Stadium liegt postoperativ weiterhin eine lebensbedrohliche Erkrankung vor. Die Angaben in der Literatur zu Rezidivraten nach kurativ intendierten Operationen schwanken um die 90%, das heißt, lediglich 10% der Patienten können durch alleinige Operation geheilt werden (2). Vergleicht man dies mit Daten zum Kolon- und Mammakarzinom mit postoperativen Heilungschancen in frühen Stadien von mindestens 60 bis 80%, so wird die Aggressivität des Pankreaskarzinoms besonders deutlich. Diese hohen Rezidivraten und die im Wesentlichen weiterhin unbefriedigenden Ergebnisse der palliativen Therapie erklären die medianen Überlebenszeiten von knapp 2 Jahren auch bei Patienten mit primär erfolgreich operierten Tumoren.

Hodgkin-Lymphom: Aktuelle Fragen in der Therapie

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Hodgkin-Lymphom (HL) von einer unheilbaren Erkrankung hin zu jener Tumorerkrankung mit einer der besten Prognosen in der Erwachsenenonkologie entwickelt. Ausschlaggebend dafür waren in erster Linie die Entwicklung effektiver Polychemotherapien sowie technische Verbesserungen im Bereich der Strahlenmedizin. Abhängig vom Stadium und individuellen Risikofaktoren erreichen 70-95% der Patienten bei Erstdiagnose durch die derzeitige Firstline-Therapie eine Langzeitremission. Großer Bedarf besteht dagegen nach wie vor in der Optimierung der Primärtherapie hinsichtlich therapieassoziierter Akut- und Spättoxizitäten. Ziel ist es, die Nebenwirkungsrate bei gleichbleibend gutem Therapieerfolg zu minimieren. In dieser Balance zwischen Verträglichkeit und Wirksamkeit liegt eine der großen Herausforderungen in der Therapie des HL. Aktuell laufende Studien evaluieren den Stellenwert der Positronenemissionstomographie (PET) als Methode zur Therapiestratifizierung nach Chemotherapie. Des Weiteren könnte die Implementierung neuer, zielgerichteter Substanzen in die Primärtherapie einen vielversprechenden Therapieansatz darstellen.

IMA901 - Ein Impfstoff gegen Nierenkrebs

Die Immuntherapie in der Behandlung des metastasierten Nierenzellkarzinoms war und ist eine fesselnde Therapieoption. Heutzutage ist die unspezifische Immuntherapie durch die Anwendung von zielgerichteten Therapien, den mTOR- und Tyrosinkinaseinhibitoren verdrängt worden. Kürzlich würde eine vorangeschrittene Studie zur spezifischen Immuntherapie, der Peptidvakzinierung mit tumorassoziierten Antigenen in der Zweitlinienbehandlung von metastasierten Nierenzellkarzinompatienten publiziert. Der Tumorimpfstoff IMA901 zeigte eindrucksvoll, dass eine spezifische Aktivierung des Immunsystems zu einem klinischen Benefit und einem verlängerten Gesamtüberleben der Patienten führte. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in diesem Übersichtsbeitrag diskutiert.

 
Fortbildung
Prophylaxe und Therapie unerwünschter nicht-hämatologischer Wirkungen

Die Zahl alter Patienten mit Krebserkrankungen wird in den kommenden Jahren erheblich zunehmen (1). Alte Patienten haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten hämatologischer und nicht-hämatologischer unerwünschter Wirkungen der medikamentösen Therapie dieser Krebserkrankungen (2). Zudem haben sie auf Grund ihrer geringeren Gesamtüberlebenswahrscheinlichkeit einen geringeren Nutzen der Therapie. Die Kosten-Nutzen-Bewertung zum Einsatz dieser Medikamente kann daher bei alten Patienten anders ausfallen als bei jungen Patienten. Eine Strategie liegt in der möglichen Prophylaxe dieser unerwünschten Wirkungen. Die einfachste Form, therapiebedingte unerwünschte Wirkungen der medikamentösen Therapie zu verhindern, ist der Verzicht auf diese Therapie. Dies ist aber auch mit dem Verzicht auf einen potenziellen Nutzen verbunden. Es handelt sich daher immer um eine Nutzen-Risiko-Bewertung. Daher ist wichtig zu wissen, welche Faktoren mit einer erhöhten Toxizität assoziiert sind, welche Möglichkeiten zur Prophylaxe und welche zur Therapie zur Verfügung stehen. Deswegen sollte man sich über den möglichen Nutzen klar sein, d.h. das Therapieziel immer wieder klar definieren. Letztlich geht es darum, die richtige Therapie für den einzelnen Patienten zu finden – auch eine Form der personalisierten Medizin. Bei alten Patienten mit Krebserkrankungen ist die Durchführung des geriatrischen Assessments ein Beitrag dazu, Patienten mit erhöhtem Risiko für Toxizitäten und mit geringerer Nutzenwahrscheinlichkeit für eine onkologische Therapie zu erkennen. Der Artikel beschränkt sich auf die nicht-hämatologische Toxizität. Auch die Prophylaxe und Therapie von Infektionen wird wegen ihres engen Zusammenhangs zur hämatologischen Toxizität ausgeklammert.

 
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