Journal Onkologie

Aktuelles

Auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vom 16. bis 19. September 2026 in Düsseldorf wurden zwei Datensätze zur Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Avelumab beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (la/mUC) vorgestellt. Eine explorative Post-hoc-Analyse der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 untersuchte die Behandlungsergebnisse in Abhängigkeit von der NECTIN-4- und HER2-Expression. Die deutsche Subgruppe der Real-World-Studie AVENUE lieferte ergänzend Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit im Versorgungsalltag.
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In der Studie RAINFOL-01 wurde Rinatabart Sesutecan (Rina-S), ein gegen den Folatrezeptor alpha (FRα) gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) mit einem Topoisomerase-I-Inhibitor (TOPO1-Inhibitor), untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Rina-S bei 109 behandelten Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom (PROC) eine bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) von 45,9% (95%-KI: 36,3–55,7) erzielte, darunter fünf Fälle von vollständigem Ansprechen (CR). Die mediane Ansprechdauer (mDOR) betrug 12,1 Monate (95%-KI: 6,5–15,4); bei 51% der Patientinnen, die auf die Behandlung angesprochen hatten, bestand das Ansprechen nach einem Jahr weiterhin fort. Die Ergebnisse wurden erstmals auf dem Kongress der International Gynecologic Cancer Society (IGCS) in Montreal, Kanada, vorgestellt.
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Medizin
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Foto von Privatdozent Dr. Arnab Nayak mit einem Mikroskop im Labor

Möglicher neuer therapeutischer Ansatz für Muskelschwund bei Krebs

Muskelschwund betrifft bis zu 80% der Krebspatient:innen. Ausgelöst wird diese durch Krebs induzierte Kachexie (Cancer-Induced Cachexia, CIC) von Botenstoffen, welche die Tumorzellen selbst aussenden. Ein Team der Medizinische Hochschule Hannover hat nun den molekularen Mechanismus entdeckt, der dafür verantwortlich ist. Gleichzeitig haben die Forschenden ein Protein entdeckt, dass entgegen seiner üblichen Funktion die Skelettmuskel-Gene aktiviert und so der Kachexie entgegenwirkt.
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Medizin
 3 Min|

Quercetin bremst Lungenkrebszellen an mehreren Stellen gleichzeitig

Quercetin steckt in Zitrusfrüchten, Zwiebeln und Buchweizen und ist für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Nun haben Forschende am Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) untersucht, wie der Pflanzenstoff bei Lungenkrebs helfen könnte. Im Labor zeigte sich, dass Quercetin die Teilung von Lungenkrebszellen bremst und ihre Wanderung fast vollständig stoppt [1].
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Medizin
 2 Min|

Therapieplanung und Bestellung in einer Software

Connected Consumables, Anbieter der onkologischen Therapieplanungssoftware Onctopus® und die Medios Digital GmbH gehen eine Partnerschaft ein. Ziel ist es, Onctopus® um eine direkte Bestellfunktion für patientenindividuelle Zubereitungen zu erweitern. So wird der gesamte onkologische Versorgungsprozess – von der Therapieplanung über die Dosisberechnung bis zur Bestellung – erstmals lückenlos in einem System abgebildet.
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Medizin
 4 Min|

Tomosynthese im Screening entdeckt häufiger Brustkrebs

Die digitale Brust-Tomosynthese könnte etwa ein Viertel der invasiven Brustkrebsfälle verhindern, die zwischen zwei regulären Screening-Untersuchungen entdeckt werden. Im ersten Jahr nach einem unauffälligen Screening lag die Rate dieser sogenannten Intervallkarzinome um 29% niedriger als bei der herkömmlichen Mammografie. Das zeigt die bislang weltweit größte Vergleichsstudie TOSYMA. Ein Forschungsteam der Universität Münster und des Universitätsklinikums Münster (UKM) hat die Ergebnisse mit weiteren Partnern in der Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ veröffentlicht [1].
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Medizin
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CHMP empfiehlt Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom

Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der European Medicines Agency (EMA) hat eine positive CHMP-Empfehlung für Daraxonrasib als einmal tägliche, orale Monotherapie bei Erwachsenen mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom nach mindestens einer vorangegangenen systemischen Therapie ausgesprochen. Bei einer Zulassung durch die Europäische Kommission wäre Daraxonrasib in der EU die erste multiselektive RAS-gerichtete Behandlungsoption bei Erwachsenen mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Langzeitdaten zeigen anhaltende Remissionen mit Daratumumab und Cilta-cel beim Multiplen Myelom

Beim diesjährigen Meeting der International Myeloma Society (IMS) wurden Langzeitdaten zum Multiplen Myelom vorgestellt. In der Phase-III-Studie PERSEUS zeigte sich bei transplantationsgeeigneten NDMM-Patient:innen nach fast sieben Jahren unter Daratumumab in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (DVRd), gefolgt von einer Daratumumab-Lenalidomid-(DR)-Erhaltung, ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben gegenüber der Vergleichstherapie [1]. In der CEPHEUS-Studie blieb die MRD-Negativität bei auswertbaren Patient:innen auch nach sechs Jahren erhalten [2]. Und in der Phase-II-Studie CARTITUDE-2 Cohorte A profitierten RRMM-Patient:innen nach frühem Einsatz von Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) über mehr als fünf Jahre von tiefen Remissionen ohne weitere Myelomtherapie, ohne dass neue Sicherheitssignale auftraten [3]. Die vorgestellten Daten verdeutlichen, dass die Grundlage für eine langfristige Krankheitskontrolle beim Multiplen Myelom bereits früh im Verlauf der Erkrankung gelegt werden kann.
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Medizin
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Genetische Veränderung in Hirntumoren: Von langsam wachsend zu schwer behandelbar

Astrozytome und Oligodendrogliome gehören zu den häufigsten Hirntumoren bei Erwachsenen unter 50 Jahren. Obwohl die beiden Tumorarten sich in vielen Merkmalen ähneln, können sie sich im weiteren Verlauf der Erkrankung sehr unterschiedlich entwickeln und auf Behandlungen verschieden reagieren. Das hat ein Forschungsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, der Yale School of Medicine in Connecticut (USA) sowie dem internationalen GLASS-Konsortium nun in Nature gezeigt [1]. Die Forschenden haben Tumorproben von 183 Patient:innen mit IDH-mutierten Gliomen analysiert.
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