Journal Onkologie

Aktuelles

Gesundheitspolitik
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Wie gut sind Kliniken und Heime gegen Hitze gerüstet?

Nach Einschätzung von Pflegeschützer:innen und Mediziner:innen sind viele Einrichtungen auf Hitzewellen bislang unzureichend vorbereitet. Hohe Temperaturen können gerade für ältere und pflegebedürftige Menschen schnell lebensgefährlich werden. Bei der Hitzephase im Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 5.100 Menschen an den Folgen der hohen Temperaturen gestorben, vor allem ältere. Das ist deutlich mehr als es in den drei Vorjahren jeweils im ganzen Jahr waren.
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Medizin
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Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Prostatakrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Bei fortgeschrittenen, metastasierten Tumoren fehlen jedoch oft präzise Werkzeuge, um Strahlentherapien individuell zu planen. Ein Forschungsteam um Dr. Constantin Mamat vom Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat nun einen neuartigen Diagnoseansatz erprobt, der zwei bildgebende Verfahren kombiniert und den Weg zu einer passgenauen Strahlentherapie ebnen könnte. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte die Studie mit 166.000 Euro. Die Ergebnisse wurden im Journal of Medicinal Chemistry veröffentlicht [1].
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Medizin
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EU-Zulassung für Cetuximab-Kombination: Erstlinientherapie bei BRAF-V600E-mutiertem Darmkrebs

EU-Zulassung für Cetuximab-Kombination: Erstlinientherapie bei BRAF-V600E-mutiertem Darmkrebs

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Cetuximab in der Europäischen Union genehmigt. Cetuximab ist nun in Kombination mit Encorafenib für die Behandlung von BRAF-V600E-mutiertem metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) indiziert – sowohl in der Erstlinie in Kombination mit FOLFOX als auch bei Patient:innen, die zuvor eine systemische Therapie erhalten haben.
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Medizin
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Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patient:innen nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann.
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Gastrointestinale Tumoren
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Grafik: menschlicher Gastrointestinaltrakt
ESMO-GI 2026

Präzisionsmedizin, neue Wirkmechanismen und patientenzentrierte Therapieansätze im Fokus

Der ESMO-GI (European Society For Medical Oncology-Gastrointestinal Cancers) 2026 zeigte deutlich, wie sich die gastrointestinalen Tumorerkrankungen durch wissenschaftliche Innovationen neu ordnen. Über 4.000 Teilnehmende diskutierten aktuelle Daten zu Magen-, Leber-, Pankreas- und Kolonkarzinomen. Es ging auch um die Rolle moderner Tumorimpfstoffe, die Versorgung älterer Patient:innen sowie die Weiterentwicklung klinischer Studien. Die Kongressbotschaft war eindeutig: Präzise Biomarker, funktionelle Bewertung statt chronologischem Alter und intelligente Studiendesigns werden die gastrointestinale (GI) Onkologie der kommenden Jahre bestimmen.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Asciminib: 3-Jahres-Daten bestätigen überlegenes Nutzen-Risiko-Profil bei de novo CML

Der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Asciminib hat sich seit seiner Zulassung 2022 als effektive und gut verträgliche Erstlinien-Therapie bei neu diagnostizierter, chronischer myeloischer Leukämie (CML) etabliert. Das belegen nicht nur die Daten der ASC4FIRST-Studie, sondern auch dass der G-BA dem TKI im Mai 2026 einen „beträchtlichen Zusatznutzen“ bei der Erstlinien-CML-Therapie zugesprochen hat [1].
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Gesundheitspolitik
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Hausärzt:innen: „Massive Kürzungsprogramme in den Praxen“

Die Hausärzt:innen prognostizieren deutliche Einschnitte in der Versorgung durch das Sparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung. „Wir werden jetzt massive Kürzungsprogramme in den Praxen fahren“, sagte der Vorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands, Markus Blumenthal-Beier, im Deutschlandfunk. Bundestag und Bundestag hatten am Freitag den Weg für das Sparpaket freigemacht. Es soll die gesetzlichen Krankenkassen 2027 von stark steigenden Ausgaben entlasten, um neue Beitragserhöhungen zu verhindern. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken, Apotheken und Pharmabranche - aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartner:innen.
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EHA 2026
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Die Abbildung zeigt einen Arzzt im weißen Arztkittel und blauen Handschuehn, der eine Blutprobe in der Hand hält. Auf einem großen Bildschirm steht Multiple Myeloma in weißer Schrift.
EHA 2026

Melflufen in der Behandlung des Multiplen Myeloms: Therapiefortschritt und Patientenmanagement

Die Behandlungslandschaft des Multiplen Myeloms (MM) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten fundamental gewandelt. Durch neuartige Wirkstoffe und verbesserte Behandlungsstrategien hat sich das mediane Gesamtüberleben (OS) von etwa zwei Jahren in den 1980er Jahren seit 2010 nahezu verdreifacht. Mit diesem kontinuierlichen therapeutischen Fortschritt erreichen heute mehr als die Hälfte der Patient:innen 3 oder mehr Therapielinien. Parallel dazu bleibt die Behandlungspipeline für das MM hochaktiv. Doch trotz der Fortschritte durch die Einführung moderner Immuntherapien wie CAR-T-Zellen und bispezifischen Antikörper stehen Ärzt:innen vor erheblichen Herausforderungen, wenn die Patient:innen gegenüber den primären Wirkstoffklassen eine Resistenz entwickeln. Besonders ungünstig ist die Prognose bei triple-class refraktären Patient:innen, deren Erkrankung unter Proteasom-Inhibitoren, immunmodulatorischen Substanzen und Anti-CD38-Antikörpern fortschreitet. Die zeigt den hohen Bedarf an Optionen ab der 4. Therapielinie  wie z.B. Melflufen auf. Auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) 2026 in Stockholm wurde der Einsatz des first-in-class Peptid-Wirkstoff-Konjugats (PDC) als Viertlinientherapie diskutiert.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Isatuximab beim Myelom: Subkutane Gabe mit Einsparpotenzial

Nach EU-Zulassung der neuen Darreichungsform ist Isatuximab ab 1. Juli 2026 in Deutschland auch subkutan beim multiplen Myelom verfügbar. Die neue Applikationsweise gilt für alle bestehenden intravenösen Indikationen. Daten aus mehreren Settings stützen ihre klinische Einordnung. Das initial identische Induktionsschema für Personen mit und ohne Eignung für eine Hochdosistherapie ermöglicht Therapieflexibilität.
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NSCLC
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7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

Über die Hälfte der Patient:innen mit ALK-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) erreichten mit Lorlatinib in der Erstlinie ein progressionsfreies Überleben (PFS) von 7 Jahren. Das geht aus den beim Kongress 2026 der ASCO vorgestellten Langzeit-Follow-up-Daten der Phase-III-Studie CROWN hervor. Zudem war nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren das mediane PFS noch nicht erreicht [1].
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Gesundheitspolitik
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Honorarkürzung bei Psychotherapeut:innen vorerst gestoppt

Eine umstrittene Honorarkürzung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten ist nach einem Gerichtsentscheid vorerst gestoppt. Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg setzte die sofortige Vollziehung aus, wie ein Sprecher mitteilte. Hintergrund ist eine Klage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die auch die Psychotherapeut:innen vertritt. Der Beschluss im Eilverfahren sei rechtskräftig, erklärte das Gericht. Wann über die Klage in der Hauptsache entschieden wird, sei noch offen.
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