Journal Onkologie

Infotheken

Mammakarzinom

Metastasiertes Mammakarzinom: Differenzierter Blick auf Wirk- und Nebenwirkungsprofile von ADC

Derzeit sind verschiedene Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) beim metastasierten Mammakarzinom zugelassen, die sich hinsichtlich des Targets (HER2-, TROP2-gerichtetes Tumorantigen), Payload (z.B. 4 oder 8 Moleküle eines Zytostatikums), Wirksamkeit und Sicherheitsprofil unterschieden, erläuterte Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck. Wegen dieser Unterschiede plädierte die Expertin dafür, ADC nicht als homogene Substanzklasse zu begreifen.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Nivolumab-Kombination bei fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom zugelassen

Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) hat die EU-Zulassung zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit nicht vorbehandeltem klassischem Hodgkin-Lymphom (classical Hodgkin Lymphoma, cHL) im Stadium III oder IV erhalten [1]. Mit der Kombination von Nivolumab plus AVD wird erstmals ein immunonkologisches Behandlungsschema in der Erstlinientherapie für diese Patientengruppe in der Europäischen Union (EU) verfügbar. Diese Zulassungserweiterung der Europäischen Kommission unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Nivolumab beim cHL. In diesem Jahr wurde Nivolumab in Kombination mit Brentuximab Vedotin bereits zur Behandlung von Kindern ab fünf Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zu einem Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorherigen Therapielinie in der EU zugelassen [1].
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Medizin

ES-SCLC: Zulassung von Atezolizumab + Lurbinectedin

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Kombination aus Atezolizumab und Lurbinectedin zur Erhaltungstherapie nach der Induktion mit Atezolizumab und Chemotherapie bei der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinoms (ES-SCLC) zugelassen. Das Regime reduzierte in der Phase-III-Studie IMforte das Risiko für Krankheitsprogress oder Tod signifikant gegenüber der alleinigen Erhaltungstherapie mit Atezolizumab – bei insgesamt günstigem Sicherheitsprofil [1, 2].
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Mammakarzinom

Wechseljahrsbeschwerden: Neue Option zur Behandlung nun in Deutschland verfügbar

Seit dem 1. April 2026 ist Elinzanetant auf dem deutschen Markt zur nicht hormonellen Behandlung von moderaten bis schweren Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Die Zulassung umfasst auch menopausale Beschwerden bei Brustkrebspatientinnen. Schließlich kann die adjuvante endokrine Therapie schwere Hitzewallungen und Schlafstörungen auslösen und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zusätzlich belasten.
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Nierenzellkarzinom
Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Eine große retrospektive Real-World-Studie liefert erstmals systematische Daten zur Wirksamkeit einer erneuten Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) beim metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinom (mccRCC). Die Ergebnisse zeigen, dass der Zeitabstand zwischen zwei ICI-basierten Therapielinien – und nicht die Wahl des spezifischen Wirkstoffs – ein entscheidender Faktor für die klinische Wirksamkeit der erneuten ICI-Therapie sein könnte.
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Medizin
Tovorafenib bei rezidiviertem pädiatrischem Gliom in der EU zugelassen

Tovorafenib bei rezidiviertem pädiatrischem Gliom in der EU zugelassen

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Marktzulassung für Tovorafenib als Monotherapie erteilt. Die Therapie ist zugelassen für Patient:innen ab sechs Monaten mit pädiatrischem niedrig-gradig malignem Gliom (pLGG) mit einer BRAF-Fusion oder -Umlagerung oder einer BRAF-V600-Mutation, die nach ein oder mehreren systemischen Therapien progredient sind [1]. Die Entscheidung der Europäischen Kommission gilt für alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Liso-cel erzielt tiefere und dauerhaftere molekulare Remission als ASCT beim LBCL

Die randomisierte Phase-III-Studie TRANSFORM liefert erstmals Daten aus einer großen kontrollierten Studie zur prognostischen Bedeutung der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) beim rezidivierten oder refraktären großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL). Die Ergebnisse zeigen, dass die gegen CD19 gerichtete CAR-T-Zelltherapie mit Lisocabtagen maraleucel (Liso-cel) eine tiefere und dauerhaftere molekulare Remission erzielt als die Standardtherapie mit Salvage-Immunchemotherapie, Hochdosis-Chemotherapie und autologer Stammzelltransplantation (ASCT).
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Sekundäre Immundefekte – Infektionsrisiko neu bewertet
Immunglobuline verordnen – Das Wirtschaftlichkeitsgebot in der Praxis

Immunglobuline verordnen – Das Wirtschaftlichkeitsgebot in der Praxis

Immunglobuline gehören bei sekundären Immundefekten (SID) in der Hämato-Onkologie häufig zum medizinischen Standard und zugleich zu den kostenintensivsten Verordnungen im Praxisalltag [1]. Wie weit reicht das Wirtschaftlichkeitsgebot? Wann schützt eine sorgfältige Dokumentation vor Regress? Der folgende Beitrag beleuchtet die aktuelle Rechtslage, ordnet Leitlinienempfehlungen ein und zeigt anhand von drei praxisnahen Regeln, wie Sie eine Immunglobulin-Substitution rechtssicher und wirtschaftlich verordnen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

CAR-T-Stammgedächtniszellen erzielen in niedrigen Dosen komplette Remissionen ohne vorhergehende Chemotherapie

T-Stammzell-Gedächtniszellen (TSCM) erneuern sich selbst, überleben langfristig und können starke Anti-Tumor-Reaktionen erzeugen. Deshalb sind sie vielversprechende Kandidaten für CAR-T-Zelltherapien der nächsten Generation. Bisher fehlte der Nachweis für die Wirksamkeit beim Menschen. Ein Team unter Leitung von Prof. Luca Gattinoni vom Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) und Dr. James Kochenderfer vom National Cancer Institute berichtet in der Fachzeitschrift Cell, dass CAR-T-Zellen mit TSCM-Phänotyp in einer frühen klinischen Studie sicher und verträglich waren [1]. Zudem bewirkten sie in niedrigen Dosen komplette Tumorrückbildungen – und das ohne eine chemotherapeutische Vorbehandlung.
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