Journal Onkologie

Liquid Biopsy & Biomarker-Diagnostik

Beiträge zum Thema Liquid Biopsy & Biomarker-Diagnostik

Medizin
Molekulare Analysen eröffnen neue Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor

Molekulare Analysen eröffnen neue Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor

Der desmoplastische klein- und rundzellige Tumor ist selten, aggressiv und schwer zu behandeln. Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben 30 Tumoren umfassend analysiert und für fast alle Betroffenen potenzielle personalisierte Therapieoptionen abgeleitet. Bei einzelnen Patient:innen konnten neue zielgerichtete Ansätze die Krankheit überraschend lange aufhalten.
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NSCLC
NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium
DGP 2026

NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium

Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin standen unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Immuntherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Mittelpunkt. Professor Severin Schmid beleuchtete Fortschritte der perioperativen Chemoimmuntherapie beim resektablen NSCLC, Professor Nils Reinmuth die Langzeitergebnisse von Pembrolizumab im metastasierten Setting.
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Kolorektales Karzinom
Metastasiertes kolorektales Karzinom: Optimierte Therapiepfade mit Liquid Biopsy und Deeskalationsstrategien
DKK 2026

Metastasiertes kolorektales Karzinom: Optimierte Therapiepfade mit Liquid Biopsy und Deeskalationsstrategien

Auch beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) sind Biomarker-gerichtete Therapiepfade von großer Relevanz. Dr. Sebastian Stintzing, Professor für Hämatologie und Onkologie mit Schwerpunkt Medizinische und Internistische Onkologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, plädierte anlässlich des 37. Deutschen Krebskongresses in Berlin unter anderem dafür, neben der Gewebediagnostik auch eine Liquid Biopsy (LB) einzusetzen.
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Urothelkarzinom
ASCO-GU 2026

Tumor-DNA im Urin und Blut als Biomarker bei muskelinvasivem Blasenkarzinom

Die NIAGARA-Studie hatte bereits gezeigt, dass die Zugabe von perioperativem Durvalumab zur neoadjuvanten Chemotherapie und radikalen Zystektomie (RC) das ereignisfreie (EFS) und Gesamtüberleben (OS) bei Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) signifikant verbessert. Eine explorative Biomarker-Analyse untersuchte nun den Stellenwert von Tumor-DNA im Urin (utDNA) und zirkulierender Tumor-DNA im Blut (ctDNA) als prognostische Marker. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des ASCO Genitourinary Cancers Symposium 2026 präsentiert.
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Medizin
Hirntumore bei Kindern: Präzise Diagnose durch Liquor-Analyse

Hirntumore bei Kindern: Präzise Diagnose durch Liquor-Analyse

Forschenden ist es in einer aktuell publizierten wissenschaftlichen Studie gelungen, häufige Hirntumorarten im Kindes- und Jugendalter anhand von Tumor-Erbgut im Liquor präzise zu diagnostizieren. Bisher konnten Flüssigbiopsien keine derart zuverlässige Diagnostik ermöglichen. Das internationale Forschungsteam unter Beteiligung der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg, des Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg, des Deutschen Krebsforschungszentrums und des St. Jude Children's Research Hospital (Memphis, USA) optimierte daher eine spezielle Sequenzierungstechnik und entwickelte eine KI-basierte Auswertung. Das neue Verfahren könnte in einem späteren Schritt dazu beitragen, dass in der klinischen Diagnostik weniger Gewebeentnahmen notwendig sind.
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ASH 2025
ASH 2025

Angeborene Knochenmarksstörungen: Whole-Genome-Transkriptom-Sequenzierung kann mehr Diagnosen sichern

Die präzise Differenzierung angeborener Störungen der Knochenmarksfunktion ist wegen der häufig überlappenden klinischen und pathologischen Zeichen schwierig. Da es sich um monogenetisch verursachte Erkrankungen handelt, ist eine genetische Diagnose obligat, aber über die optimale Methode besteht noch keine Einigkeit. Eine beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellte Studie lässt die Sequenzierung des gesamten Transkriptoms als die effektivste Technologie erscheinen.
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ASH 2025
ASH 2025

Einzelzell-RNA-Sequenzierung enthüllt komplexe klonale Vielfalt bei Morbus Waldenström

Der Morbus Waldenström (MW) ist ein seltenes, indolentes B-Zell-Lymphom mit charakteristischem Hybrid-Phänotyp zwischen B-Zellen und Plasmazellen. Eine umfassende Einzelzell-RNA-Sequenzierung (scRNA-seq) kombiniert mit B-Zell-Rezeptor-Sequenzierung (scBCR-seq) von 70 Patient:innen zeigt erstmals das Ausmaß der klonalen Komplexität und zellulären Heterogenität innerhalb einzelner Patient:innen bei MW und seinen Vorstufen. Diese Ergebnisse wurden auf der 67. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando präsentiert.
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ESMO 2025
Muskelinvasives Blasenkarzinom: adjuvante Therapie nur nach Liquid Biopsy?
ESMO 2025

Muskelinvasives Blasenkarzinom: Adjuvante Therapie nur nach Liquid Biopsy?

Das muskelinvasive Blasenkarzinom wird mittels radikaler Zystektomie und Lymphknoten-Dissektion behandelt. Ob eine adjuvante Immuntherapie notwendig ist, kann man bisher im Einzelfall schwer vorhersagen. In einer Phase-III-Studie, die beim ESMO-Kongress in Berlin vorgestellt wurde, erwies sich die Kontrolle zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) mittels Liquid Biopsy hier als prädiktiv.
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ESMO 2025
HR+/HER2- Mammakarzinom: Ki-67 prognostisch, aber nicht prädiktiv für Therapieansprechen auf CDK4/6-Inhibitor
ESMO 2025

HR+/HER2- Mammakarzinom: Ki-67 prognostisch, aber nicht prädiktiv für Therapieansprechen auf CDK4/6-Inhibitor

Der Ki-67-Index von Tumoren bei neoadjuvant behandelten, nodal-positiven Patientinnen mit frühem hormonrezeptor-positivem, HER2-negativen Brustkrebs (HR+/HER2- eBC) war in der Studienkohorte der MonarchE-Studie prognostisch, aber nicht prädiktiv für ein Ansprechen auf den CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib. Das zeigen Daten, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellt wurden [1].
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ESMO 2025
ESR1-Mutationen und andere Biomarker beim endokrin vorbehandelten ER+/HER2– mBC
ESMO 2025

ESR1-Mutationen und andere Biomarker beim endokrin vorbehandelten ER+/HER2– mBC: Neue Erkenntnisse aus Real-World-Studien

Zwei aktuelle Real-World-Studien aus den USA, die beim ESMO-Kongress 2025 vorgestellt wurden, untersuchten mithilfe von Patientendaten die Häufigkeit von genetischen Mutationen beim metastasiertem Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen Brustkrebs (ER+/HER2– mBC) nach endokriner Therapie. Eine Studie evaluierte den Zusammenhang zwischen der Dauer der endokrinen Therapie und dem Auftreten von ESR1-Mutationen, die andere die Häufigkeit von ESR1-Mutationen und drei anderen relevanten Biomarkern [1, 2]. Beide Studien aus der realen Welt unterstreichen die zentrale Rolle der genetischen Testung beim mBC.
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ESMO 2025
ESMO 2025

LAG3 als Biomarker für das Ansprechen auf Immuntherapien beim metastasierten Nierenzellkarzinom

Das Lymphocyte Activation Gene-3 (LAG3) hat sich in den letzten Jahren als vielversprechender Immun-Checkpoint-Rezeptor etabliert, der sowohl als Biomarker als auch als Therapieziel von großem Interesse ist. Während die Bedeutung von LAG3 in verschiedenen Tumorentitäten zunehmend erforscht wird, blieb sein Zusammenhang beim Nierenzellkarzinom (RCC) bisher unzureichend charakterisiert. Eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 präsentiert wurde, hat nun erstmals systematisch die LAG3-Genexpression und deren Assoziation mit Therapieergebnissen beim metastasierten RCC untersucht.
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Medizin
ALK-Fusionsvarianten beeinflussen Lungenkrebs-Therapie

ALK-Fusionsvarianten beeinflussen Lungenkrebs-Therapie

Etwa 5% der Lungen-Adenokarzinome, einer der häufigsten Formen von Lungenkrebs, werden durch eine fehlerhafte Fusion der beiden Gene EML4 und ALK verursacht. Diese Verschmelzung führt zu verschiedenen Varianten von Fusionsproteinen, und bisher erhielten alle Patient:innen mit diesen Fusionen die gleiche Therapie. Doch nun zeigen Forschende vom DKFZ und der Stanford University an Mausmodellen, dass nicht alle Fusionsvarianten die gleiche Auswirkung haben. Die Variante V3 verursacht aggressivere Tumoren als V1 und spricht schlechter auf zielgerichtete Medikamente an. Die Ergebnisse könnten in Zukunft den Weg für eine noch spezifischere personalisierte Therapie ebnen.
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Medizin
Brustkrebs-Biomarkertests künftig Kassenleistung bei Mammakarzinom mit befallenen Lymphknoten

Brustkrebs-Biomarkertests künftig Kassenleistung bei Mammakarzinom mit befallenen Lymphknoten

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat Biomarkertests zur Entscheidung über eine adjuvante Chemotherapie für weitere Gruppen von Brustkrebspatientinnen in die Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (MVV-RL) aufgenommen. Damit sind solche Tests künftig auch für postmenopausale Patientinnen mit ein bis drei befallenen Lymphknoten (N1) sowie für nodal-positive prämenopausale Patientinnen mit geplanter oder erfolgter ovariellen Funktionssuppression (OFS) erstattungsfähig. Für prämenopausale Patientinnen ohne Lymphknotenbefall (N0) mit OFS bleibt die Erstattungsfähigkeit bestehen [1].
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Mammakarzinom
Atezolizumab verbessert langfristige Prognose bei frühem TNBC – ctDNA als vielversprechender Biomarker

Atezolizumab verbessert langfristige Prognose bei frühem TNBC – ctDNA als vielversprechender Biomarker

Die Zugabe des Immuncheckpoint-Inhibitors Atezolizumab zur neoadjuvanten Chemotherapie bei Patientinnen mit frühem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) verbessert nicht nur das pathologische Ansprechen, sondern auch die langfristigen Überlebenschancen. Neue Ergebnisse der Phase-III-Studie IMpassion031 belegen zudem den prognostischen Wert der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) und liefern wichtige Erkenntnisse für eine individualisierte Therapieplanung.
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Medizin
Personalisierte Lungenkrebstherapie: Biomarker ermöglicht bessere Vorhersage des Therapieerfolgs

Personalisierte Lungenkrebstherapie: Biomarker ermöglicht bessere Vorhersage des Therapieerfolgs

Lungenkrebs ist die weltweit häufigste tödliche Krebserkrankung. Ein zentraler Fortschritt in der Behandlung ist die Analyse von Krebsgenomen, die gezielte, personalisierte Therapien ermöglichen kann. Am Lungenkrebszentrum des Westdeutschen Tumorzentrums der Universitätsmedizin Essen gehört diese Form der Diagnostik bereits zum Standard. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die sogenannte KRAS G12C-Mutation dar. Diese Mutation ist eine der häufigsten genetischen Veränderungen bei Lungenkarzinomen und tritt besonders bei Raucher:innen auf.
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Medizin

Erster Test zur Früherkennung von Bauchspeicheldrüsenkrebs

Das Pankreaskarzinom ist die dritthäufigste Krebstodesursache weltweit – auch, weil es meist erst sehr spät erkannt wird. Denn eine Methode zur Früherkennung ist nicht etabliert und der einzige Biomarker, das CA19-9, ist im Frühstadium wenig aussagekräftig. Forschende haben in einer prospektiven Studie untersucht, ob sich bei Risikopatient:innen mit einer Biomarkersignatur aus 12 bzw. 4 Blutmetaboliten Bauchspeicheldrüsenkrebs ausschließen lässt [1]. Die Biomarkersignaturen erreichten dies mit einer Spezifität von 90,4% bzw. 93,6% (CA19-9 alleine nur mit 79,1%). Damit steht erstmals ein Labortest für die Überwachung von Risikopatient:innen zur Verfügung, der den Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem noch heilbaren Stadium diagnostizieren kann.
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