Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 2

Krebszellen haben Strategien, um dem Immunsystem zu entkommen – genau hier setzen moderne Immuntherapien an. Doch nicht immer sind sie erfolgreich. Ein Forschungsteam um Herbert Waldmann, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund, und Georg Winter, AITHYRA Institut in Wien, hat eine neue Klasse von Wirkstoffen entwickelt (iDegs), die gezielt das Enzym IDO1 zerstören – einen zentralen Schalter, den Tumor zur Immununterdrückung nutzt [1]. Sie konnten auch zeigen, dass iDegs das Tumorwachstum in Mäusen mit SKOV-3 Tumoren hemmen und so zu einer verlängerten Überlebenszeit führen können.
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SABCS 2025
SABCS 2025

ELEGANT-Studie: Elacestrant als adjuvante Therapie bei Hochrisiko ER+ Brustkrebs im Frühstadium

Die adjuvante endokrine Therapie (ET) stellt den Behandlungsstandard für ER+/HER2- Brustkrebs im Frühstadium dar. Trotz Fortschritten zur Optimierung der adjuvanten Behandlung bei Hochrisiko-Patient:innen im Frühstadium besteht weiterhin ein Risiko für lokale und metastatische Rezidive, das über Jahre persistiert. Dieses anhaltende Risiko unterstreicht den dringenden Bedarf für neue Therapien mit günstigen Sicherheitsprofilen, die das Langzeit-Rezidivrisiko bei dieser Patientenpopulation weiter reduzieren können.
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Gesundheitspolitik

Ärztepräsident fordert Zucker- und Alkohol-Abgabe

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, wirbt für eine neue Abgabe auf Alkohol, Tabak und Zucker. Bei einer wirkungsvollen zweckgebundenen Verwendung könnte sich wahrscheinlich „eine Mehrheit dem anschließen“, sagte Reinhardt bei einer Neujahrspressekonferenz der Bundesärztekammer in Berlin. „Es wäre sinnvoll, das zu tun und die daraus entstehenden Einnahmen dem Gesundheitswesen zuzuführen.“
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Urothelkarzinom
expanda Onkologie 2025

Langzeitergebnisse bestätigen neuen Standard beim metastasierten Urothelkarzinom

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie“ präsentierte Prof. Dr. Anja Lorch, Leitende Ärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, aktuelle Entwicklungen bei urogenitalen Tumoren. In diesem Video spricht sie über Langzeitergebnisse zu Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab beim metastasierten Urothelkarzinom aus der KEYNOTE-A39-Studie.
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Urothelkarzinom
expanda Onkologie 2025

Muskelinvasives Urothelkarzinom: Prof. Anja Lorch zu neuen Standards der perioperativen Therapie

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie“ am 8. November 2025 präsentierte Prof. Dr. Anja Lorch, Leitende Ärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, aktuelle Entwicklungen bei urogenitalen Tumoren. In diesem Videobeitrag fokussiert sie sich auf das muskelinvasive Urothelkarzinom und stellt wegweisende Studienergebnisse zur perioperativen Therapie vor, die neue Behandlungsstandards für verschiedene Patientengruppen etablieren.
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SABCS 2025
SABCS 2025

ADELA-Studie: Durchbruch in der Behandlung ESR1-mutierter Mammakarzinome durch Kombinationstherapie

Die endokrine Therapie kombiniert mit CDK4/6-Inhibitoren (ET+CDK4/6i) stellt den Behandlungsstandard in der Erstlinie beim Hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen (ER+/HER2-) metastasierten Brustkrebs dar. Jedoch entwickeln Tumoren unvermeidlich Resistenzen, wobei die konstitutive Aktivierung des PI3K/AKT/mTOR-Signalwegs zur endokrinen Resistenz beiträgt. ESR1-Mutationen emergieren als häufiger Resistenzmechanismus bei 40-50% der Patient:innen im metastasierten Setting nach Aromatasehemmer-Exposition. Diese erworbenen Mutationen stellen eine besondere therapeutische Herausforderung dar und unterstreichen den dringenden Bedarf für neue Behandlungsansätze bei dieser schwer zu behandelnden Patientenpopulation.
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Hämatologie

cGvHD: Belumosudil zwischen klinischer Praxis und Regulierung

Die chronische Graft-versus-Host-Erkrankung ist eine häufige Spätkomplikation nach allogener Stammzelltransplantation, bei der Spenderimmunzellen Empfängergewebe und -organe schädigen. Ab der dritten Therapielinie fehlen zugelassene Behandlungsoptionen. Im Rahmen einer Post-ASH-Pressekonferenz wurden der Therapieansatz von Belumosudil, der Zulassungsstatus sowie beim ASH präsentierte Daten diskutiert.
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Medizin
Weltweit umfassendster Atlas für kindliche Hirntumoren entwickelt

Weltweit umfassendster Atlas für kindliche Hirntumoren entwickelt

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg und des KiTZ Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg hat einen bedeutenden Meilenstein in der Kinderkrebsforschung erreicht. In einer in der renommierten Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlichten Studie präsentieren die Wissenschaftler:innen den weltweit umfassendsten epigenetischen Atlas von Mausmodellen für kindliche Krebserkrankungen. Die Arbeit verspricht ein besseres Verständnis der Entstehung von Hirntumoren bei Kindern und könnte neue Ansatzpunkte für gezieltere Therapien liefern.
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Medizin
Kachexie: Neue Erkenntnisse zur Muskelzerstörung durch Tumorzytokine

Kachexie: Neue Erkenntnisse zur Muskelzerstörung durch Tumorzytokine

Krebspatient:innen verlieren häufig übermäßig stark an Gewicht. Das betrifft bis zu 80% der Erkrankten und ist hauptsächlich auf die Abnahme von Muskelmasse und Fettgewebe zurückzuführen. Ausgelöst wird diese durch Krebs induzierte Kachexie (CIC) von Krebszytokinen, also entzündungsfördernden Botenstoffen, welche die Tumorzellen selbst aussenden. Nicht selten ist zudem der Herzmuskel betroffen, was die Patient:innen zusätzlich schwächt. Je nach Krebsart ist CIC für 20 bis 50% aller krebsbedingten Todesfälle weltweit verantwortlich. Eine heilende Therapie gibt es nicht.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Frühkindliche Leukämie: Fetale Programme werden reaktiviert

Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben neue Erkenntnisse gewonnen, wie eine bestimmte frühkindliche Leukämie entsteht: Leukämiezellen können insbesondere bei aggressiven Formen bestimmte Programme aus der fetalen Entwicklung erneut aktivieren. Die Ergebnisse eröffnen neue Angriffspunkte für Diagnostik und Therapie.
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