Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 2

Das metastasierte, nicht-klarzellige Nierenzellkarzinom (nccRCC) macht etwa 25% aller RCC aus und umfasst mehr als 20 histologisch und molekular definierte Subtypen. Aufgrund des historischen Ausschlusses dieser Patient:innen aus prospektiven Studien bleibt die Evidenzgrundlage für die Systemtherapie begrenzt; Leitlinien empfehlen daher eine Therapiestrategie analog zum klarzelligen Nierenzellkarzinom (ccRCC). Die Studien SUNNIFORECAST, KEYNOTE-B61 und CheckMate-920 konnten zuletzt die Wirksamkeit Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI)-basierter Regimes in einem reinen nccRCC-Kollektiv nachweisen, wobei der PD-L1-Status ein potenziell relevanter prädiktiver Biomarker zu sein scheint.
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Die Serumtumormarker Alpha-Fetoprotein (AFP), β-humanes Choriongonadotropin (β-hCG) und Laktatdehydrogenase (LDH) sind seit Jahrzehnten ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der Diagnostik und Therapieführung der testikulären Keimzelltumoren (KZT). Ein entscheidender Nachteil dieser Tumormarker ist jedoch deren limitierte Sensitivität und Spezifität. Mit der microRNA miR-371a-3p (M371-Test) steht inzwischen ein leistungsfähiger neuer Biomarker zur Verfügung, der das Potenzial hat, die Hodentumordiagnostik grundlegend zu verändern.
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Mammakarzinom
 5 Min|
Mammakarzinom: Was macht eine 
CDK4/6i-Therapie langfristig erfolgreich?

Mammakarzinom: Was macht eine CDK4/6i-Therapie langfristig erfolgreich?

Die Behandlung von Patient:innen mit metbastasiertem Mammakarzinom (mBC) wird zunehmend holistischer: Individuelle Bedürfnisse rücken stärker in den Fokus der Versorgungspraxis und spielen neben erkrankungsbezogenen Faktoren eine zentrale Rolle bei der Therapieentscheidung [1]. Bei der Auswahl des geeigneten CDK4/6-Inhibitors (CDK4/6i) sind Kriterien wie Verträglichkeit, Erhalt der Lebensqualität und Aspekte des Therapiemanagements von Bedeutung. Palbociclib bietet mit einer breiten Datenbasis und fast einem Jahrzehnt klinischer Erfahrung gute Voraussetzungen für eine patient:innenfreundliche Anwendung und damit für einen langfristigen Therapieerfolg.
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d-uo
 3 Min|
Sektorenübergreifende Behandlung des
Urothelkarzinoms

Sektorenübergreifende Behandlung des
Urothelkarzinoms – 5 Jahre UroNAT von d-uo

Das Urothelkarzinom ist der zweithäufigste urologische Tumor und in Deutschland der 5.-häufigste Tumor bei Männern bzw. der 12.-häufigste bei Frauen [1]. Im Jahr 2023 erkrankten in Deutschland 17.800 Personen an einem invasiven Harnblasenkarzinom, davon ca. ein Viertel Frauen, zusätzlich ca. 13.680 an nicht-invasiven papillären Karzinomen und In-situ-Tumoren der Blase, welche nach ICD-10 derzeit nicht zu den bösartigen Tumoren gezählt werden, obwohl sie ein erhöhtes Risiko für einen Progress und/oder ein Rezidiv des Tumors aufweisen [1]. Harnblasenkarzinome gehen wie die Tumoren der übrigen ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnröhre) überwiegend vom Urothel aus. Für die ambulante Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser häufigen und auch gesundheitsökonomisch bedeutsamsten Tumorentität im Bereich der Urologie gab es lange kein nationales Register zur Erfassung der Versorgungs­situation in Deutschland. Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Urothelkarzinoms sind in Deutschland bisher nur unzureichend untersucht.
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BNGO
 3 Min|

14. BNGO-Hauptstadtkongress – Traditionelles und Neues

Alljährlich treffen sich die Mitglieder des Berufsverbands Niedergelassener und ambulant tätiger Gynäkologischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) und interessierte Gäste im Sommer in Berlin zu ihrem Jahresaustausch. Der diesjährige BNGO-Hauptstadtkongress fand wieder traditionsgemäß im Hotel Maritim Pro Arte statt und wurde abgerundet durch einen wissenschaftlichen Austausch auf der Spree. Rund 200 Teilnehmende erwartete ein buntes Programm aus Studiendaten von jüngsten Kongressen, aktuellen Therapieempfehlungen, praktischen Fragestellungen und speziellen Fokusthemen, die für Gynäkoonkolog:innen in der Niederlassung relevant sind. Dr. Jörg Schilling, der Vorsitzende des BNGO, gibt uns einen kurzen Einblick in die Highlights, und das neue Verbandsmitglied PD Dr. Peter Rusch aus Soest schildert seine Eindrücke vom Kongress. In der nächsten Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE berichten wir ausführlich über die Kongressbeiträge.
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BNGO
 3 Min|
Ein neues BNGO-Mitglied stellt sich vor

Ein neues BNGO-Mitglied stellt sich vor: PD Dr. med. Peter Rusch

PD Dr. Peter Rusch führt gemeinsam mit seiner Frau Lena und ihrer Mutter eine echte „Familienpraxis“ in Soest/Westfalen. Obgleich internistische Onkolog:innen in vielen Regionen fachübergreifend auch an der Behandlung gynäkologischer Krebserkrankungen beteiligt sind, fehlt gerade in ländlichen Regionen wie dem Kreis Soest im niedergelassenen Bereich ein Gynäkologe/Gynäkologin mit onkologischem Expertenwissen. Nach jahrelanger Tätigkeit an Universitätskliniken und in gynäkologischen Krebszentren möchte PD Dr. Rusch gerade hier nun ein lebenslanger Wegbegleiter von Frauen mit gynäkologischen Krebserkrankungen sein.
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Urologische Tumoren
 13 Min|
Das Bild zeigt eine weiße Computer-Tastatur, auf der ein Stethoskop liegt und eine Taste mit "Testicular Cancer" in rot beschriftet ist.

Die retroperitoneale Lymphadenektomie in der Therapie testikulärer Keimzelltumoren – offen oder robotisch?

Die retroperitoneale Lymphadenektomie (RPLA) ist ein zentraler Baustein der kurativen Therapie testikulärer Keimzelltumoren. Dieser Artikel bewertet die offene und robotisch assistierte RPLA in Abhängigkeit von Tumorhistologie, Krankheitsstadium und Indikation. Die offene RPLA bleibt insbesondere bei komplexen Befunden und in der postchemotherapeutischen Situation der onkologische Standard. Robotische Verfahren sind bei streng selektierten Patienten mit geringer Metastasenlast und hoher chirurgischer Expertise sicher durchführbar, zeigen jedoch bislang keinen gesicherten onkologischen Vorteil. Aufgrund limitierter Evidenz sollte die robotische RPLA ausschließlich in spezialisierten Zentren erfolgen.
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Medizin
 3 Min|

Genetischer Hintergrund steuert individuelle Wege der Krebsentstehung

Warum entwickeln sich Krebserkrankungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus den Verlauf der Krebsentstehung maßgeblich beeinflusst. Die in Nature veröffentlichten Ergebnisse liefern neue Einblicke in die frühesten Phasen der Tumorentwicklung und könnten langfristig einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren personalisierten Krebsmedizin bedeuten [1].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE | EHA 2026

Langzeitdaten zu Zanubrutinib bei CLL ab 80 Jahren

Umfangreiche Phase-III-Daten bei Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie oder kleinzelligem lymphozytischem Lymphom (CLL/SLL) im Alter von 80 Jahren und älter zeigen einen anhaltenden Nutzen von Zanubrutinib nach nahezu 6,5 Jahren Nachbeobachtung. Die Daten, die zu den bislang größten Datensätzen älterer Patient:innen mit therapienaiver CLL zählen, wurden auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) 2026 in Stockholm präsentiert. Im Fokus stehen damit gerade jene Patient:innen, die in der klinischen Praxis häufig behandelt werden, in zulassungsrelevanten Studien jedoch bislang nur begrenzt vertreten waren.
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Urologische Tumoren
 2 Min|

EV+P perioperativ beim MIBC ohne Cisplatin-Option zugelassen

Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC) haben nach radikaler Zystektomie mit Dissektion der pelvinen Lymphknoten ein hohes Metastasierungsrisiko. Kommt eine neoadjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie nicht in Frage, sind die systemischen Optionen begrenzt. Jetzt wurde die perioperative Kombination von Enfortumab Vedotin in Kombination mit Pembrolizumab (EV+P) in dieser Situation zugelassen.
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Medizin
 3 Min|
Hautkrebs im Gesicht: Ultraschall zeigt Tumortiefe

Hautkrebs im Gesicht: Ultraschall zeigt Tumortiefe

Sommer, Sonne, UV-Strahlung: Für die Haut bedeutet die warme Jahreszeit besondere Belastung – vor allem im Gesicht. Nase, Ohren, Stirn und Kopfhaut sind der Sonne über Jahre oft ungeschützt ausgesetzt. Genau dort entstehen häufig Hautkrebsarten wie Basalzell- und Plattenepithelkarzinome. Müssen solche Tumoren operativ entfernt werden, zählt nicht nur, was an der Oberfläche sichtbar ist: Ebenso wichtig ist, wie tief der Tumor bereits gewachsen ist. Hochfrequenter Ultraschall kann bei bestimmten Hauttumoren helfen, diese Frage vor dem Eingriff besser zu beantworten, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V. (DEGUM).
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Medizin
 3 Min|
Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase

Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase

Seit Langem vermuten Forschende, dass Endothelzellen entscheidend beeinflussen, wie das Immunsystem auf Tumoren reagiert. Wissenschaftler:innen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg haben nun bei Mäusen erstmals spezialisierte Endothelzellen entdeckt, die eine Immunabwehr von Krebsmetastasen in der Leber ermöglichen. Die Ergebnisse eröffnen Perspektiven für die Entwicklung neuartiger kombinierter Krebstherapien [1].
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Medizin
 2 Min|
Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Die Europäische Kommission hat die Zulassung des PD-1-Inhibitors Serplulimab erweitert: Dadurch umfasst das Anwendungsgebiet neben dem fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC) nun auch das nicht-plattenepitheliale NSCLC [1]. Die Zulassungserweiterung beruht auf der Phase-III-Studie ASTRUM-002 [2, 3]. Dabei führte die Ergänzung von Serplulimab zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben sowie Gesamtüberleben gegenüber der Chemotherapie allein mit einem gut kontrollierbaren Sicherheitsprofil [3]. Mit der Zulassungserweiterung steht für Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-plattenepithelialem NSCLC ohne EGFR-, ALK- oder ROS1-positive Mutationen eine zusätzliche immunonkologische Behandlungsoptionin der Erstlinie zur Verfügung.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Akute Leukämien: Mutationen eröffnen gezieltere Therapieansätze

Forschende des NCT Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben erstmals systematisch ermittelt, wie bestimmte Mutationen Akute Myeloische Leukämien fördern. Die Ergebnisse zeigen, warum sich IDH1- und IDH2-mutierte Leukämien trotz ähnlicher molekularer Mechanismen unterschiedlich entwickeln, und eröffnen neue Ansätze für Diagnostik und zielgerichtete Therapien. Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD), der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der Thoraxklinik Heidelberg.Anzeige
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