Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 2

Mammakarzinom
Adjuvantes Olaparib als Standard bei gBRCA1/2m frühem HER2-negativen Mammakarzinom
Evidenz, Leitlinien und klinische Konsequenzen

Adjuvantes Olaparib als Standard bei gBRCA1/2m frühem HER2-negativen Mammakarzinom

Die 6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie bestätigen den anhaltenden Vorteil beim Gesamtüberleben (OS) einer Therapie mit Olaparib im adjuvanten Setting bei einem HER2-negativen frühen Mammakarzinom (eBC) mit BRCA1/2-Keimbahnmutation (gBRCA1/2m) [1]. Trotz dieser Evidenz zeigen aktuelle Real-World-Daten aus den USA, dass mehr als 40% der Patient:innen mit gBRCA1/2m, high-risk HER2-negativem BC keine adjuvante Olaparib-Therapie erhielten – trotz klarer Empfehlungen für den Einsatz des Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitors (PARPi) [2].
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Hämatologie
ASH 2025: Verlängerte therapiefreie Zeit mit zeitlich begrenzten Acalabrutinib-Kombinationen
Chronische lymphatische Leukämie

ASH 2025: Verlängerte therapiefreie Zeit mit zeitlich begrenzten Acalabrutinib-tKombinationen

Eine neue Analyse der Phase-III-Studie AMPLIFY, kürzlich vorgestellt auf dem Annual Meeting der American Society of Hematology (ASH) 2025, zeigt: Das zeitlich begrenzte Therapieregime aus Acalabrutinib und Venetoclax mit oder ohne Obinutuzumab (AV bzw. AVO) verlängert bei therapienaiven Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) die Zeit bis zur Folgetherapie (TTNT) gegenüber dem Vergleichsarm [1].
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Kopf-Hals-Tumoren
Tislelizumab in der Erstlinie des rezidivierenden oder metastasierten Nasopharynxkarzinoms

Tislelizumab in der Erstlinie des rezidivierenden oder metastasierten Nasopharynxkarzinoms

Für Patient:innen mit rezidivierendem oder metastasiertem Nasopharynxkarzinom (r/m NPC) sind die Überlebensaussichten unter alleiniger Chemotherapie (CTx) begrenzt. Der immunonkologische Ansatz gewinnt daher zunehmend an Bedeutung: Mit Tislelizumab steht nun ein gezielt entwickelter Anti-PD-1-Antikörper zur Verfügung, der die Erstlinienbehandlung (1L) des r/m NPC entscheidend erweitert [1, 2].
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Hepatozelluläres Karzinom
Fortgeschrittenes HCC: Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag
Fortgeschrittenes hepatozelluläres Karzinom

Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag

Immunonkologische (IO) Kombinationstherapien haben in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (HCC) die Prognose für Patient:innen deutlich verbessert [1]. Inzwischen zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie HIMALAYA einen konsistenten Überlebensvorteil für das IO-basierte STRIDE-Regime über 6 Jahre [2]*. Real-World-Studienergebnisse unterstreichen zudem das handhabbare Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie [3, 4].
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Ovarialkarzinom
Die KI-3D-Röntgenillustration zeigt Eierstockkrebs, wobei die Tumormasse vor einem einheitlichen schwarzen Hintergrund halbtransparent dargestellt sind.

Multifaktorielle Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom: Schlüsselrolle der Chemosensitivität

Die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen high-grade serösen Ovarialkarzinom ist komplex, speziell wenn es um die Wahl der Erhaltungstherapie im Erstlinien (1L)-Setting geht. Um die passende Behandlung für die Patientin zu finden, sind individuelle patientenspezifische Faktoren von Bedeutung, darunter der Allgemeinzustand, die Komedikation und persönliche Präferenzen der betroffenen Frauen, etwa für eine orale Gabe. Ein weiterer Faktor, der die Wahl der Erhaltungstherapie maßgeblich beeinflussen kann, ist die Chemosensitivität des Tumors, die innerhalb der ersten 100 Tage der zytostatischen Behandlung ermittelt wird. Die Chemosensitivität liefert therapierelevante Informationen ergänzend zu genomischen Faktoren wie der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) bzw. BReast CAncer (BRCA)1/2-Mutationen – etwa zum möglichen Einsatz von Poly(ADP-Ribose)-Polymerase (PARP)-Inhibitoren oder dem antiangiogen wirksamen Antikörper Bevacizumab. Die Behandlung kann damit für betroffene Frauen individueller gestaltet werden.
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Hämatologie
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom – mit Belantamab-Mafodotin-Kombinationen länger progressionsfrei

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom – mit Belantamab-Mafodotin-Kombinationen länger progressionsfrei

Das gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Belantamab-Mafodotin zeigte in 2 Phase-III-Studien ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) im Head-to-Head-Vergleich mit Standard-Triplet-Therapien für das rezidivierte oder refraktäre Multiple Myelom (RRMM). Belantamab-Mafodotin kann in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (BVd) oder Pomalidomid und Dexamethason (BPd) bei Erwachsenen mit RRMM ab dem ersten Rezidiv eingesetzt werden [1].
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Kolorektales Karzinom
Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität
Metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC)

Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität

In der Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) steht eine konsequente Molekulardiagnostik und eine biomarkergestützte Therapie, abhängig von der Primärtumorlokalisation im Fokus internationaler und nationaler Leitlinienempfehlungen [1-3]. Wie diese Empfehlungen in Deutschland umgesetzt werden und welchen Einfluss dies auf den Therapieerfolg haben kann, zeigen aktuelle Daten der Registerstudie AIO-KRK-0424/ass [4]. Speziell für die Zweitlinie bei BRAFV600E-mutiertem mCRC stützen zudem Phase-III- und prospektive Real-World-Daten für die duale zielgerichtete Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib + Cetuximab einen leitliniengerechten Therapieansatz [5, 6].
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Gesundheitspolitik

Landgericht urteilt zu Cannabis-Therapie bei chronischen Schmerzen

Bei chronischen Schmerzen können Ärzt:innen im Einzelfall Cannabis verordnen. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Krankenversicherung - ob gesetzlich oder privat - die Kosten dafür. Etwa, wenn herkömmliche Schmerztherapien nicht wirken. Dann muss eine private Krankenversicherung die Kosten für eine Behandlung mit Cannabis-Präparaten übernehmen, wie das Landgericht Hamburg entschieden hat.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Hodgkin Lymphom: Standardchemotherapie auch bei älteren Patient:innen effektiv

Ältere Patient:innen mit klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) haben im Vergleich zu jüngeren Menschen häufig schlechtere Behandlungsergebnisse. Ursache sind vor allem Begleiterkrankungen und funktionelle Einschränkungen, die die Verträglichkeit intensiver Chemotherapien beeinträchtigen. Eine retrospektive Studie zeigte nun, dass Standardtherapien auch bei älteren Patient:innen gute Resultate erzielen können und dass das Lebensalter allein kein ausreichendes Kriterium für Therapieentscheidungen ist.
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Gesundheitspolitik

Mehr Navigation für Patient:innen in dringenden Fällen

Patient:innen mit dringenden Anliegen sollen künftig gezielter zu passenden Behandlungsangeboten kommen, statt in überfüllte Notaufnahmen der Krankenhäuser zu gehen. Das sehen Gesetzespläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vor, die das Bundeskabinett auf den Weg gebracht hat. Kernpunkt soll eine stärkere Steuerung über neue zentrale Anlaufstellen in vielen Kliniken und bundesweit per Telefon sein - vor allem nachts und an Wochenenden, wenn normale Praxen geschlossen sind.
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Kolorektales Karzinom

Frühe Rezidive nach Darmkrebs-Operation mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert

Rezidive stellen einen bedeutenden Risikofaktor für die Sterblichkeit nach Behandlung eines kolorektalen Karzinoms dar. Die postoperative Nachsorge zielt darauf ab, Rezidive früh zu diagnostizieren, um die Heilungschancen zu verbessern. Doch möglicherweise repräsentieren frühe Rezidive aggressive Tumoren mit ungünstiger Prognose. Eine dänische Kohortenstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und der Sterblichkeit danach. Bei 7.027 identifizierten Rezidiv-Patient:innen zeigte sich, dass das Sterberisiko in den folgenden fünf Jahren umso höher war, je früher das Rezidiv auftrat.
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Entitätsübergreifend
Krebsrisiko nach Organtransplantation bei vorbestehender Tumorerkrankung

Krebsrisiko nach Organtransplantation bei vorbestehender Tumorerkrankung

Sowohl Krebsüberlebende als auch Organtransplantierte tragen ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen. Doch was bedeutet es, wenn beide Risikofaktoren zusammentreffen? Eine aktuelle US-amerikanische Kohortenstudie hat nun systematisch untersucht, wie sich eine Tumorerkrankung vor der Transplantation auf das Krebsrisiko danach auswirkt – mit Ergebnissen, die auch für die klinische Nachsorge relevant sein könnten.
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NSCLC
Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Eine große retrospektive Multicenter-Studie aus Griechenland liefert Real-World-Evidenz zur Wirksamkeit der Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC). Die Daten zeigen, dass der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren, als Monotherapie oder in Kombination mit Chemotherapie, das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu einer alleinigen Chemotherapie signifikant verlängert. Gleichzeitig deckt die Studie bestehende Lücken in der molekularen Diagnostik auf.
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