Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 2

Das 7-Jahres-Update der Phase-III-Studie CROWN bestätigte erneut die anhaltend gute Wirksamkeit von Lorlatinib, einem ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der dritten Generation, in der Erstlinientherapie des ALK-positiven fort­geschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (ALK+ aNSCLC) gegenüber Crizotinib und setzte damit neue Maßstäbe für die Langzeitwirksamkeit [1, 2]. Die Daten zeigten, dass eine einzelne Substanz erstmalig in der Lage ist, den fortgeschrittenen Lungenkrebs anhaltend zu kontrollieren – sowohl systemisch als auch intrakraniell. Unerwünschte Ereignisse traten früh auf und waren durch Dosisanpassungen ohne Wirksamkeitsverlust gut handhabbar. Gute Aufklärung, ein geeignetes Therapiemanagement und die langfristige Begleitung der Patient:innen stellen sicher, dass die Behandelten im klinischen Alltag bestmöglich profitieren.
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Trotz des umfassenden Sparpakets zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) soll es ­weitere Einsparungen im Gesundheitswesen geben. Auch die onkologische Versorgung ist betroffen: Krankenkassen werden künftig über Rabattverträge bei der Verordnung von patentgeschützten Krebsarzneien mitreden. Die Tabak- und die Alkoholsteuer werden kräftig erhöht.
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Entitätsübergreifend
 6 Min|
Medical technology, innovation health and medical research, healthcare and medicine concept. Doctor or technician working with AI data analysis, lab experiment, data science
Interview mit Dr. Konstanze Blatt, Berlin

Gesundheitsdaten für die Krebsmedizin – viele Bausteine für die datenbasierte Forschung

Für eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung bringt die Bundesregierung eine Reihe von Gesetzesinitiativen auf den Weg. Dazu zählt das Medizinregistergesetz, das auch die Qualität und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten optimieren soll. Für die Zusammenführung von klinischen Krebsregisterdaten ist die IT-Plattform PLATO 2 [1] in Vorbereitung. Welche Hürden die datenbasierte Krebsforschung noch nehmen muss, erläutert Dr. Konstanze Blatt, Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft, im Interview.
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d-uo
 5 Min|
Arzt sitzt vor Laptop, Taschenrechner, Münzen und ein Sparschwein auf dem Tisch

Die OV und die Tumornachsorge im EBM aus Sicht einiger Urologen

Urologische Tumorerkrankungen stellen hohe Anforderungen an Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Deutsche Uro-Onkologen e.V. (d-uo) engagieren sich seit Jahren für eine bessere Dokumentation und Versorgungsforschung in der Uro-Onkologie. Vor diesem Hintergrund wurden die Vergütungssysteme von Onkologie-Vereinbarung (OV) und einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) und deren unzureichende Honorierung der aufwendigen Patientenbetreuung analysiert.
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Ösophaguskarzinom
 8 Min|
Schematische Darstellung eines Mannes mit orange hervorgehobenem Ösophagus und Magen

Präoperative Radiochemotherapie vs. perioperative Systemtherapie bei AEG: Paradigmenwechsel nach ESOPEC und MATTERHORN

Bei Adenokarzinomen des distalen Ösophagus und des ösophagogastralen Übergangs (AEG) ohne Fernmetastasen konkurrierten lange zwei multimodale Konzepte: die präoperative Radiochemotherapie (RCT) nach CROSS* und die peri­operative Chemotherapie (CT) nach FLOT**. Mit der ESOPEC-Studie gab es einen direkten randomisierten Vergleich, der FLOT als bevorzugte Strategie etablierte. Gleichzeitig erweitert die perioperative Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren – insbesondere die mittlerweile zugelassene Kombination Durvalumab mit FLOT (MATTERHORN-Studie) – das therapeutische Spektrum für diese Tumorentität. Die RCT bleibt für einzelne ausgewählte Konstellationen relevant und ermög­licht bei histologischem Residualtumor eine adjuvante Nivolumab-Therapie. Künftig dürften Mikrosatelliteninstabilität bzw. Mismatch-Repair-Status (MSI-H/dMMR), HER2, Claudin 18.2 und weitere molekulare Zielstrukturen die perioperative Behandlung noch stärker individualisieren.
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BNGO
 7 Min|
Gynäkologin wertet Mammopgraphie aus, vor ihr ein schematischer Querschnitt einer weiblichen Brust
14. BNGO-Hauptstadtkongress

Neues und Bewährtes aus der gynäkologischen Onkologie in der Niederlassung – Teil I

Wie in der letzten Ausgabe angekündigt, fassen wir heute Neues, Aktuelles und Bewährtes auf dem Gebiet der gynäko­logischen Onkologie vom Jahreskongress des Berufsverbands Niedergelassener und ambulant tätiger Gynäkol­ogischer Onkologen in Deutschland e.V. (BNGO) im Juni 2026 in Berlin zusammen. Hier berichten wir von den Beiträgen vom ­Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) der beiden Berliner Ordinarien der Universitäts-Frauen­kliniken und den Satellitensymposien der Sponsoren. In letzteren wurde auf Studiendaten zu Medikamenten und Therapiekonzepten noch näher eingegangen. Eine neue nicht-interventionelle Studie (NIS) unter ­Leitung des BNGO zum Neutropeniemanagement steht in den Startlöchern und wurde dem Auditorium vorgestellt.
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Gastrointestinale Stromatumoren
 8 Min|
Human digestive system x-ray. Organs of the gastrointestinal tract 3D rendering illustration. Anatomy, medical, biology, science, healthcare concepts.
Nutzen oraler TKI konsequent ausschöpfen

Therapie- und Nebenwirkungsmanagement bei GIST

Bei fortgeschrittenen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) stehen – abhängig vom molekularen Subtyp – mit Imatinib, Sunitinib, Regorafenib und Ripretinib 4 etablierte sequenzielle Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI)-Therapie­linien zur Verfügung; Avapritinib nimmt bei GIST mit PDGFRA-D842V-Mutation eine mutationsspezifische Sonder­stellung ein (Abb. 1). Da die Dauer der Krankheitskontrolle in jeder Linie begrenzt ist, sollte eine wirksame Behandlung bei beherrschbarer Toxizität nicht vorschnell aufgegeben werden. Ziel ist, dass Patient:innen von jeder Therapie so lange wie onkologisch sinnvoll und bei akzeptabler Lebensqualität profitieren.
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Thorakale Tumoren
 6 Min|
Arzt zeigt mit Finger auf eine Röntgenaufnahme einer Lunge

Lungenkrebsscreening in Deutschland: Chancen, Hürden und politischer Handlungsbedarf

Lungenkrebs ist nach wie vor die tödlichste Krebserkrankung in Deutschland. Mit der geplanten Einführung des Lungenkrebsscreenings sollen mehr Patient:innen die Chance auf eine frühzeitige Diagnose erhalten. Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie am Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin, thematisiert die Herausforderungen bei der Prävention, der Früherkennung und der praktischen Umsetzung des neuen Screeningprogramms in einer aktuellen Podcast-Folge.
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Gallengangskarzinom
 4 Min|
Cholangiokarzinom: Molekulare Diagnostik und zielgerichtete Therapie

Cholangiokarzinom: Molekulare Diagnostik und zielgerichtete Therapie

Beim fortgeschrittenen Cholangiokarzinom ist eine frühzeitige molekulare Testung zentral, um potenziell therapeutisch relevante Alterationen wie FGFR2-Fusionen oder -Rearrangements zu identifizieren ­[1, 2]. Für entsprechend vorbehandelte Patient:innen kann der Wirkstoff Futibatinib eine zielgerichtete Therapieoption darstellen [3]. Prof. Dr. Arndt Vogel, Physician Scientist am Princess Margaret Cancer Center, ­Toronto, spricht über die Herausforderungen der Diagnostik, den Stellenwert der molekularen Testung und praktische Erfahrungen bei der Integration zielgerichteter Therapien in den klinischen Alltag.
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NSCLC
 8 Min|
BRAF-V600E-mutiertes NSCLC
BRAF-V600E-mutiertes NSCLC

Datenupdate unterstreicht langanhaltendes Gesamtüberleben unter zielgerichteter Kombinationstherapie

Aktuelle Daten bei therapienaiven Betroffenen mit BRAF-V600E-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) unter der zielgerichteten Therapie aus Encorafenib und Binimetinib zeigen das bislang längste berichtete mediane Gesamtüberleben (mOS) von nahezu 4 Jahren [1]. Die Kombination aus BRAF-Inhibitor und MEK-Inhibitor ­bestätigt mit dem Update der einarmigen Phase-II-Studie PHAROS ihre anhaltende und klinisch bedeutsame anti­tumorale Wirksamkeit bei einem gut handhabbaren Sicherheitsprofil für Betroffene mit ungünstiger Prognose [1-4].
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Medizin
 2 Min|

Studie belegt „systemisches Schweigen“ über Liebe und Sexualität nach Krebs

Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung. Bei vielen von ihnen endet bestenfalls die medizinische Behandlung, nicht aber deren Folgen. Eine neue Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zeigt, dass Veränderungen in Liebe, Nähe und Sexualität Jahre anhalten können und sich auf die psychische und körperliche Gesundheit, das Körperbild, soziale Beziehungen sowie Partnerschaft und Intimität auswirken. Trotzdem sprechen Betroffene, Fachpersonal aus Medizin, Pflege, Reha oder Beratung selten von sich aus darüber. Es entsteht ein „systemisches Schweigen" [1].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

r/r MM: Etentamig zeigt signifikanten Vorteil gegenüber Standardtherapie

Die Phase-III-Studie CERVINO zeigt bei mit einem Proteasom-Inhibitor, einer immunmodulatorischen Substanz und einem Anti-CD38-Antikörper vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (r/r MM) signifikante Vorteile für den bispezifischen BCMA/CD3-Antikörper Etentamig gegenüber einer vom Prüfarzt gewählten Standardtherapie (SAT) [1, 2]. Bei den dualen primären Endpunkten, der objektiven Ansprechrate (ORR) und dem progressionsfreien Überleben (PFS), war Etentamig SAT signifikant überlegen.
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Medizin
 3 Min|

Angebot zur Langzeitnachsorge für Krebsüberlende anhaltend stark nachgefragt

Ein Jahr nach dem Start der „Cancer Survivorship“-Sprechstunde zieht das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. Demnach hat sich die im September 2025 eröffnete Anlaufstelle für die Langzeitnachsorge von Krebsüberlebenden so gut etabliert, dass sie bereits nach wenigen Monaten erweitert wurde. In der Folge praktizieren Prof. Dr. Judith Gebauer, die die Sprechstunde am Universitären Krebszentrum Leipzig am UKL ins Leben gerufen hat, und ihr interdisziplinäres Team seit Januar mittlerweile an drei statt bisher nur zwei Tagen pro Woche. Um der stetig wachsenden Zahl von Langzeitüberlebenden einer Krebserkrankung gerecht zu werden, plant das UKL, das Angebot weiter auszubauen und es langfristig auch für Ältere zu öffnen. Bislang richtet es sich an Menschen, die ihre erste Krebsdiagnose als Kind oder junge Erwachsene erhalten und ihre Therapie vor mindestens fünf Jahre abgeschlossen haben.
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