Ösophaguskarzinom
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Präoperative Radiochemotherapie vs. perioperative Systemtherapie bei AEG: Paradigmenwechsel nach ESOPEC und MATTERHORN
Bei Adenokarzinomen des distalen Ösophagus und des ösophagogastralen Übergangs (AEG) ohne Fernmetastasen konkurrierten lange zwei multimodale Konzepte: die präoperative Radiochemotherapie (RCT) nach CROSS* und die perioperative Chemotherapie (CT) nach FLOT**. Mit der ESOPEC-Studie gab es einen direkten randomisierten Vergleich, der FLOT als bevorzugte Strategie etablierte. Gleichzeitig erweitert die perioperative Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren – insbesondere die mittlerweile zugelassene Kombination Durvalumab mit FLOT (MATTERHORN-Studie) – das therapeutische Spektrum für diese Tumorentität. Die RCT bleibt für einzelne ausgewählte Konstellationen relevant und ermöglicht bei histologischem Residualtumor eine adjuvante Nivolumab-Therapie. Künftig dürften Mikrosatelliteninstabilität bzw. Mismatch-Repair-Status (MSI-H/dMMR), HER2, Claudin 18.2 und weitere molekulare Zielstrukturen die perioperative Behandlung noch stärker individualisieren.
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