Marker CK7 und CK20 können bei Metastasen mit unbekanntem Primärtumor – (CUP) Hinweis auf die Primärtumorlokalisation geben

Als Malignome mit unbekanntem Primärtumor (Cancer of unknown primary, CUP) wird ein heterogenes Krankheitsbild mit Metastasen unterschiedlichster Tumorarten bezeichnet, deren primärer Entstehungsort unbekannt ist (1).
Metastasen mit unbekanntem Primärtumor machen circa 3-5% der Krebserkrankungen aus. Mehr Männer als Frauen leiden am CUP-Syndrom, das mittlere Erkrankungsalter der Betroffenen ist bei 60 Jahren (1).
Bei Verdacht auf Metastasen bei unbekanntem Primärtumor gehören zur Basisdiagnostik die ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung einschließlich einer Brustpalpation bei Frauen sowie einer Hodenpalpation bei Männern. Des weiteren sind eine Computertomographie vom Hals bis zum Becken, Laboruntersuchungen (Tumormarker) sowie histologische/zytologische und immunhistochemie Untersuchungen der Metastasen notwendig.
Bei lokalisiertem Befall sollten als weiterführende diagnostische Untersuchungen eine Skelettszintigraphie, ein MRT des Schädels oder gegebenenfalls eine PET/PET-CT durchgeführt werden.
Bei lokalisiertem Befall sollte eine radikale Lokaltherapie erfolgen, beruhend auf chirurgischer Resektion des Befundes und gegebenenfalls Radiotherapie.
Seiner Histologie entsprechend wir das CUP-Syndrom in folgende 4 Subtypen unterteilt: 1. gut bis mittelgradig differenzierte Adenokarzinome (50%), 2. geringgradig oder undifferenzierte Adenokarzinome, 3. Plattenepithelkarzinome und 4. undifferenzierte Neoplasien einschließlich neuroendokriner Tumoren, Lymphome, Keimzelltumoren, Melanome, Sarkome oder embryonaler Karzinome (1).
Bei Metastasen eines Adenokarzinoms mit unbekanntem Primärtumor können unter anderem die immunhistochemischen Marker CK7 und CK20 einen Hinweis auf die Primärtumorlokalisation geben.
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Literatur:
(1) http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=2759