Mittwoch, 25. November 2020
Navigation öffnen

Gute Patientenaufklärung ist ein Muss

© Alexander Raths / Fotolia.com

Ein Arzt ist dazu verpflichtet, Patienten vor Diagnose, Medikation, Therapie, Prophylaxe sowie vor jedem invasiven Eingriff ausreichend, zeitgerecht und verständlich aufzuklären.

 

Die Patientenaufklärung wird üblicherweise anhand eines Aufklärungsgesprächs durchgeführt. Ergänzend können Hilfsmittel wie Patientenbroschüren, Merkzettel oder auch multimediale Konzepte zum Einsatz kommen – diese dienen hauptsächlich dazu, komplexe Themen ausführlich und in einfacher Sprache zu erklären.

 

Der Patient ist vor allem über allgemeine Risiken und Erfolgsaussichten der Therapie, eingriffsspezifische Risiken aber auch alternative Methoden in Kenntnis zu setzen. Auch über bisher nicht besprochene Erweiterungen oder Modifikationen eines Eingriffs ist der Patient im Vorfeld zu informieren.

 

Sollte ein Patient auf die Aufklärung über Einzelheiten des Verlaufs und der Risiken ärztlicher Behandlungen und Eingriffe verzichten wollen, so muss auch dies vom Arzt extra dokumentiert werden.

 

In Ausnahmefällen kann ein Aufklärungsgespräch entfallen, etwa dann, wenn ein Notfall vorliegt und der Arzt alle Maßnahmen durchführen muss, die im Interesse des Patienten zur Wiederherstellung der Gesundheit erforderlich sind. Dann muss der Arzt den Patienten allerdings nachträglich (z.B. bei Wiedererlangung des Bewusstseins) über die erfolgte Behandlung und deren Folgen aufklären.

 

Eine gute Patientenaufklärung begünstigt zudem die Compliance (Therapietreue). Patienten, die gut über ihre Erkrankung und die damit einhergehenden therapeutischen Möglichkeiten und Risiken aufgeklärt sind, halten Therapiepläne meist besser ein, was dann wiederum dem Behandlungserfolg zugute kommt.

 

Um Ärzten die Aufklärung ihrer Patienten zu erleichtern, werden häufig Leitlinien von Fachgesellschaften erstellt. Neue Leitlinien oder Meldungen zu Aktualisierungen können Sie auf www.journalonko.de nachlesen. Gibt es neue Patientenbroschüren oder Aufklärungstipps für Ärzte z.B. bei der Vermittlung schwieriger Thematiken, werden diese ebenfalls auf unserer Homepage vorgestellt.

Registrieren Sie sich jetzt und nutzen Sie
das gesamte Angebot unserer Plattform

Jetzt registrieren

News

Gentest auf Verträglichkeit von Chemotherapie

Fluorouracilhaltige (FU) Arzneimittel werden sehr häufig in der systemischen Chemotherapie eingesetzt, u.a. bei Darm-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Brustkrebs. Viele PatientInnen haben Nebenwirkungen. Einer der Gründe sind genetisch bedingte Stoffwechselstörungen, die den Abbau des Arzneimittels verzögern. Vor einem Jahr hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ein Risikobewertungsverfahren für FU-haltige Zytostatika eingeleitet, konkret zu...

Onkologische Supportivtherapie: Unterstützung für Pflegekräfte, Ärzte und Patienten

Nicht zu unterschätzen bei onkologischen Therapien ist die Unterstützung der onkologischen Pflegekraft, die häufig als erster Ansprechpartner den Patienten zur Seite steht. Zur Fortbildung des Pflegepersonals startet jetzt ein zertifiziertes Webinar, das sich im ersten Modul mit ausgewählten, typischen Nebenwirkungen von onkologischen Therapien befasst. Inhalte werden u. a. die Themen Mukositis, Übelkeit und Erbrechen sowie Hauttoxizität sein. RIEMSER ist...

Mammakarzinom: Kein erhöhtes Risiko für Rheumatoide Arthritis durch antihormonelle Therapie

Brustkrebs-Patientinnen haben kein erhöhtes Risiko, an Rheumatoider Arthritis (RA) zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt jetzt eine schwedische Kohortenstudie (1). Die antihormonelle Therapie mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern, die für die Behandlung eines hormonsensitiven Mammakarzinoms eingesetzt wird, stand im Verdacht, das Risiko für RA zu erhöhen. Dieser Zusammenhang konnte durch die Studie widerlegt werden. Die Wissenschaftler des Karolinska Institutet Stockholm...

Malignes Melanom: Initiative Hautkrebsfrüherkennung #scHAUThin

Nach wie vor überschattet die Corona-Krise viele andere Gesundheitsfragen. Aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuen Corona-Virus meiden
überdies viele Menschen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Doch bei einer Erkrankung wie dem malignen Melanom ist das gefährlich, denn er kann unbemerkt weitere Organe befallen. Umso wichtiger ist es deshalb, rechtzeitig hinzuschauen: So spielt das Hautkrebsscreening beim Arzt neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung...

Angst vor COVID-19 verzögert Diagnose und Therapie bei Krebspatienten

Die Angst von Patienten vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann zu einer Verzögerung in der Diagnostik und Therapie anderer, lebensgefährlicher Erkrankungen führen. Das betrifft auch Krebserkrankungen. Deutsche Kliniken beobachten, dass Patienten erst in sehr fortgeschrittenen Tumorstadien kommen und die Zahl der in Tumorkonferenzen vorgestellten Patienten mit frühen Tumorstadien sinkt. Die DGHO Deutsche Gesellschaft für...