Donnerstag, 5. August 2021
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Osteosarkom: selten aber meistens hochmaligne

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Osteosarkome entstehen durch eine Entartung der knochenbildenden Zellen. Die oft hochmalignen Tumoren entwickeln sich in der Regel in der Metaphyse von Röhrenknochen und dabei oftmals im Bereich des Knies.

Die Inzidenz des Osteosarkoms liegt bei 2-3 Neuerkrankungen pro 1.000.000 Personen. Osteosarkome sind die häufigsten malignen Knochentumoren im Kindes- und Jugendalter.

Bei Metastasierung ist vor allem die Lunge betroffen, seltener die Knochen oder andere Organe.

Belastungsabhängige Schmerzen in der Tumorregion sind oftmals erste Symptome beim Osteosarkom, des Weiteren können ebenso eine lokale Schwellung, Bewegungseinschränkungen oder eine Fraktur auftreten.

Zur Tumordiagnostik gehören die Röntgenuntersuchung und MRT sowie schließlich die Biopsie.

Die Therapie des Osteosarkoms orientiert sich an der European and American Osteosarcoma Study Group(EURAMOS)-1-Studie. Als zehnwöchige Induktionsmonotherapie gilt für alle Patienten – unabhängig davon, ob mit oder ohne Metastasierung – das MAP-Schema (hochdosiertes Methotrexat, Doxorubicin und Cisplatin). Patienten mit gutem Ansprechen (<10% viable Tumorzellen im Resektat) wurden in der EURAMOS-Studie randomisiert zwischen 18 Wochen MAP +/- Erhaltungstherapie mit Interferon für 2 Jahre. Die Ergebnisse dieser Gruppe wurden auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2013 vorgestellt. Die Addition von pegyliertem Interferon führte zu keiner Verbesserung des primären Endpunkts, dem ereignisfreien Überleben (HR=0,82; 95% KI 0,61-1,11; p=0,201). Insofern bleibt für Patienten mit einem guten Ansprechen auf die neoadjuvante Behandlung die Therapie mit dem MAP-Schema Standard (1). Patienten mit schlechtem Ansprechen (>10% viable Tumorzellen im Resektat) wurden in der EURAMOS-Studie randomisiert zwischen 18 Wochen MAP und dem MAPIE-Regime (MAP + Ifosfamid und Etoposid) für 29 Wochen. Solange die Ergebnisse der Studie nicht publiziert sind, ist eine MAP-Therapie Standard.

Unter www.journalonko.de finden Sie zusätzliche Informationen über das Osteosarkom oder andere Knochentumoren.

Literatur:

(1) Bielack SS, Smeland S, Whelan J, et al. J Clin Oncol 31, 2013 (suppl; abstr LBA10504).

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