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07. April 2016

Progressionsfreies Überleben

Das auch auf www.journalonko.de allgegenwärtige progressionsfreie Überleben (progression free survival, PFS) bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Start einer randomisierten kontrollierten Studie und dem Beginn der Progression, also dem Fortschreiten, der Erkrankung oder dem Tod des Patienten, für den Fall, dass dies eher eintritt. Als Zeiteinheit wird meistens „Monat“ oder „Jahr“ verwendet.

Vorteil des progressionsfreien Überlebens ist, dass dieser Parameter in Studien leicht zu erheben ist und kürzere Studiendauern ermöglicht, als es beispielsweise der Fall ist, wenn das Gesamtüberleben ausschlaggebendes Studienziel ist. Daher wird das PFS zunehmend in klinischen Studien in der Onkologie als primärer oder sekundärer Endpunkt verwendet. Der Einsatz als primärer Endpunkt ist allerdings umstritten, vielfach wird das Gesamtüberleben als härterer Parameter gefordert.

Die Zeitintervalle des progressionsfreien Überlebens sind generell kürzer als die des Gesamtüberlebens, da bei letzterem rechnerisch noch der Zeitraum zwischen Progression der Erkrankung und Tod dazugezählt wird.

Die Krankheitsprogression stellt nach den sog. RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors) eine von vier Möglichkeiten des Tumoransprechens auf eine Therapie dar, neben der kompletten und partiellen Remission sowie der stabilen Erkrankung. Diese Kriterien sind für Studien konzipiert, in denen primär die Ansprechraten untersucht werden. Das ist etwa in Phase-II-Studien zu neuen Medikamenten der Fall.

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News
Myelofibrose: Früher Einsatz von Ruxolitinib unabhängig vom Ausmaß der Knochenmarkfibrose
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©Robert Kneschke - stock.adobe.com

Die Myelofibrose (MF) ist eine chronische, myeloproliferative Erkrankung, die durch Knochenmarkfibrose, Splenomegalie und Anämie/Zytopenie charakterisiert ist (1). Eine Behandlung mit dem potenten JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib bewirkte in klinischen Studien eine Verbesserung der MF-bezogenen Symptome; Post-hoc-Analysen legten zudem eine Verlängerung des Gesamtüberlebens der Patienten nahe (2, 3). Nun zeigt eine aktuelle, beim EHA-Kongress 2021...

CLL-Studien-Update: Acalabrutinib vs. Ibrutinib im Head-to-head-Vergleich und langfristige Krankheitskontrolle
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Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) hat i.d.R. einen indolenten Verlauf. Daher stehen die Lebensqualität des Patienten und die Verträglichkeit der – über viele Jahre einzunehmenden – Therapie im Vordergrund. Auf dem diesjährigen ASCO 2021 wurden erstmals Ergebnisse der Phase-III-Studie ELEVATE RR veröffentlicht, die einen Head-to-head-Vergleich zweier Brutonkinase-Inhibitoren (BTKi) unternahm.

Studie CodeBreaK 100: Sotorasib beim KRAS p.G12C mutierten NSCLC
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© decade3d - stock.adobe.com

In der zulassungsrelevanten Phase-2-Studie CodeBreaK 100 zeigte Sotorasib eine objektive Ansprechrate (ORR) von 37,1% (95%-Kl: 28,6, 46,2) und ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 6,8 Monaten (95%-Kl: 5,1, 8,2) bei Patienten mit vorbehandeltem KRAS p.G12C mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Ein Ansprechen des Tumors wurde bei Patienten mit Ko-Mutationen in STK11 beobachtet, einem Treiber für schlechte klinische...

Acalabrutinib – BTKi der 2. Generation
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©Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Leukämieart bei Erwachsenen in der westlichen Welt (1). Viele der in der Regel älteren PatientInnen haben aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters Begleiterkrankungen, die eine gut verträgliche Therapie erfordern (2,3). Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) sind bereits etablierter Standard in der Therapie der CLL (1). Allerdings zeigt die Erfahrung aus der...

Brigatinib als Erstlinientherapie beim ALK+ NSCLC
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©Axel Kock - stock.adobe.com

Brigatinib (ALUNBRIG®) wird seit einem Jahr als Erstlinientherapie für die Behandlung von Patienten mit ALK-positivem, fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) eingesetzt (1). Entgegen systemischer Therapien, die initial vorwiegend Verwendung fanden, bieten ALK-Inhibitoren eine effektive und zielgerichtete Therapieoption und symbolisieren den beträchtlichen Fortschritt in der Krebsforschung (2). Brigatinib...

Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Überlegenheit der Zweifachblockade mit Encorafenib und Cetuximab

Die BEACON-CRC-Studie ist die erste Phase-III-Studie zu Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom, die eine BRAFV600E-Mutation aufweisen und bereits eine systemische Vortherapie erhalten haben (1). Ein zweiter Datenschnitt der Studie wurde auf dem ASCO-Kongress (American Society of Clinical Oncology) bereits präsentiert (2), nun wurden die Ergebnisse auch im Journal of Clinical Oncology publiziert (3). Die Daten...

Ösaphaguskarzinom: FDA genehmigt Studie zu Therapiekandidaten
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© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Die FDA hat den Beginn klinischer Studien mit ihrem neuartigen Arzneimittelkandidaten zur Behandlung von Patienten mit Ösaphaguskarzinom genehmigt. Die mit Ösaphaguskarzinome assoziierte Sterberate in den USA ist von 1992 bis 2018 kontinuierlich angestiegen. Derzeit geht man davon aus, dass Ösaphaguskarzinom in den USA im Jahr 2021 48.220 Todesfälle verursachen und die dritthäufigste mit Krebs assoziierte Todesursache...