Journal Onkologie
Experten

Beiträge von Palma Pelaj B.A.

Das menschliche Immunsystem ist ein hochkomplexer Verteidigungsmechanismus, der gezielt Krankheitserreger, Viren und Bakterien angreift und bekämpft. Dieses hochkomplexe System kann an verschiedenen Stellen gestört sein. Liegt ein solcher Defekt vor, spricht man von einem Immundefekt. Betroffene weisen eine Immunschwäche auf, das heißt, sie sind anfälliger für Infektionskrankheiten und leiden häufig an wiederkehrenden Infektionen, die länger und schwerer verlaufen, als bei gesunden Menschen. 
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Therapien

Personalisierte Therapie in der Onkologie

Lange wurde in der Krebstherapie der sogenannte „One-size-fits-all-Ansatz“ verfolgt. Das bedeutet, dass bei einer bestimmten Krebsart eine Standardtherapie bei allen Patient:innen angewandt wird. In den letzten Jahren findet zunehmend ein Umdenken statt und die personalisierte Krebstherapie rückt in diesem Rahmen immer stärker in den Vordergrund. Neben den herkömmlichen Krebsbehandlungen wie Chemotherapien und Bestrahlung findet die personalisierte Medizin ihren Einsatz. Gemeint ist damit eine Therapie, die individuell an die Bedürfnisse und Umstände des einzelnen Patienten oder der einzelnen Patientin angepasst ist. Ein wichtiger Bestandteil der personalisierten Medizin ist die zielgerichtete Krebstherapie.
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Therapien

Palliativmedizin

Palliativmedizin wird durch die Weltgesundheitsorganisation wie folgt definiert: Palliativmedizin ist die medizinische Behandlung von Patienten zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und der ihrer Angehörigen, die dem Problem einer lebensbedrohlichen Erkrankung gegenüberstehen. Sie dient der Prävention und Linderung von Schmerzen durch rechtzeitiges Erkennen und idealer Beurteilung sowie der Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen körperlicher oder psychosozialer Art (1). Auch die Erfüllung spiritueller Bedürfnisse fällt in das Aufgabengebiet der palliativmedizinischen Versorgung. Die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung aller in der Palliativmedizin tätigen Personen wird insbesondere durch die Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) unterstützt (2).
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Urologische Tumoren

Hodenkrebs (Hodenkarzinom)

Im Jahr 2017 wurde bei rund 4.059 Männern in Deutschland Hodenkrebs diagnostiziert. Mit einem Anteil von 1,6% an allen Krebserkrankungen bei Männern gehört diese zu den selteneren Krebsarten. Im Gegensatz zu fast allen anderen Krebsarten treten die meisten Fälle vergleichsweise früh, im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf. Bei jungen Männern ist der Keimzelltumor des Hodens der häufigste bösartige Tumor. Das mittlere Alter bei der Diagnose der Krankheit liegt dementsprechend bei 37 Jahren. Nach einem stetigen Anstieg über Jahrzehnte, der auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten war, ist die altersstandardisierte Inzidenzrate in den letzten Jahren relativ konstant geblieben. Bei etwa 90% der Hodentumoren wird die Diagnose im Stadium I oder II gestellt. Histologisch gesehen handelt es sich bei Hodenkrebs überwiegend um Keimzelltumoren, von denen etwa 2 Drittel Seminome sind. Bei etwa einem von 6 Fällen handelt es sich um ein bösartiges Teratom (Unterscheidung: gutartiges Teratome oder bösartiges Teratom) oder um eine Mischung aus beiden Arten.
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