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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
08.12.2017
Ausgabe:
Jahr:
 
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Editorial
 
News | DGHO
Zur diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie kamen rund 5.300 Experten aus Grundlagen- und klinischer Forschung in Stuttgart zusammen, um über aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie von Krebs- und Bluterkrankungen zu diskutieren. Neben den Schwerpunkten Immunonkologie und zelluläre Therapien standen auch Themen wie Mikrobiom und Krebs, die Biologie normaler und maligner Stammzellen, Kinderwunsch nach Systemtherapie oder Cancer Survivorship im Fokus.
 
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com
ALL: Besseres Outcome mit Inotuzumab Ozogamicin gegenüber Standard-Salvagetherapie
Die größte Herausforderung bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) bleibt der rezidivierte Patient. „40% erreichen nach den Ergebnissen einer Metaanalyse mit 1.700 ALL-Patienten zwar in der Erstlinie unter einer Salvagetherapie eine komplette Remission (CR), doch dies schlägt sich leider nicht im Outcome nieder“ (1), sagte Dr. Nikola Gökbuget, Frankfurt, Studienleiterin der GMALL*. Das seit Juni 2017 zugelassene Antikörper-Konjugat Inotuzumab Ozogamicin (Besponsa®) ermögliche deutlich bessere Remissionsraten und weniger minimale Resterkrankung (MRD). Diese neue Therapie sei daher ein wichtiger Meilenstein für Patienten mit rezidivierter oder refraktärer CD22-positiver B-Vorläufer-ALL, so Gökbuget. Gegenüber bisherigen Therapieoptionen mit einem 2-Jahres-Überleben unter 10% lässt sich mit Besponsa® eine Verdopplung auf beinahe 23% erreichen.
 
News | AIO
Der 14. Herbstkongress der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) fand vom 16.-18. November in Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Heinemann und Prof. Dr. Helmut Oettle statt. Im Fokus einer Krebstherapie soll der Patient stehen; viele Programmpunkte drehten sich daher neben der Fortbildung zu einzelnen Indikationen auch um Themen wie onkologische Rehabilitation, den älteren Patienten und Online-Unterstützungsangebote. Die AIO gibt es seit 1976 und umfasst mittlerweile über 1.300 Mitglieder. Der 15. AIO-Herbstkongress findet übrigens vom 15. bis 17. November 2018 wieder in Berlin statt.
 
 
Ganzheitliche Onkologie
Komplementärmedizinische Optionen unter antihormoneller Therapie
Das Mammakarzinom ist bei Frauen die häufigste Krebserkrankung. Die antihormonelle Behandlung ist ein etabliertes Konzept bei Rezeptor-Positivität. Bis zu 75% der Frauen haben Tumoren, die Östrogen-Rezeptoren und/oder Progesteron-Rezeptoren exprimieren. Die unerwünschten Wirkungen bei antihormonellen Behandlungen sind ein zentrales Problem und können zur Einschränkung der Lebensqualität sowie zur vorzeitigen Beendigung der Therapie führen. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien im Bereich der komplementären Medizin veröffentlicht, mit denen neue Konzepte und Optionen zur Behandlung bei unerwünschten Wirkungen aufgezeigt werden. Ein Teil der Patientinnen, die unter Nebenwirkungen antihormoneller Therapien leidet, kann von komplementärmedizinischen Behandlungsoptionen profitieren. Auf diese Weise kann die Lebensqualität der betroffenen Frauen verbessert und ein vorzeitiger Abbruch der antihormonellen Behandlung vermieden werden. Somit kann die Komplementärmedizin dazu beitragen, dass schulmedizinische Therapien konsequenter umgesetzt werden können.
Onkologische Medikamente und Phytotherapeutika – Gibt es Wechselwirkungen?
Selbst etwas aktiv gegen die Erkrankung zu tun – das ist der Wunsch vieler Krebspatienten. Deshalb treten die Betroffenen immer häufiger mit Nachfragen zu Verfahren der Komplementärmedizin an die behandelnden Ärzte heran. Phytopharmaka können nicht nur Nebenwirkungen der Chemotherapie und tumorbedingte Beschwerden lindern, sondern zeigen in verschiedenen Zellstudien vielfach selbst zytotoxische und Apoptose-induzierende Eigenschaften. Dem potenziellen Nutzen steht jedoch das Risiko gegenüber, den Erfolg der bisherigen Behandlung durch Wechselwirkungen negativ zu beeinflussen. In den verfügbaren Informationssystemen sind Wechselwirkungen mit pflanzlichen Zubereitungen bislang aber unzureichend abgebildet. Dieser Artikel soll einen Überblick über die Schwierigkeiten bei der Bewertung des Interaktionspotenzials im Bereich der Komplementärmedizin geben und das Interaktionsrisiko ausgewählter Pflanzen aufzeigen.
Besondere Herausforderung für eine ganzheitliche Onkologie: Junge Erwachsene mit Krebs
Was ist ein „junger Erwachsener“? Über die Definition dieser Altersgruppe lässt sich trefflich streiten. Geht man von international gängigen Definitionen für die Adoleszenten und jungen Erwachsenen aus, so beginnt die untere Altersgrenze meist bei 15 Jahren. Das Kinderkrebsregister in Mainz schwankt in seinem Jahrbuch zwischen einer unteren Altersgrenze von 15 bis 18 Jahren (1). Für die obere Altersgrenze der „jungen Erwachsenen“ werden in der Literatur sehr unterschiedliche Grenzen aufgeführt. Rein pragmatisch haben wir von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs uns für einen Altersbereich zwischen 18 und 39 Jahren entschieden. An einigen Stellen ist zur Verwertung vorliegender statistischer Daten allerdings ein Altersbereich von 15 bis 39 Jahren erforderlich. Auf diese Weise wird eine Gruppe von jungen Krebspatienten zusammengefasst, denen einige wichtige medizinische Probleme, psychische und soziale Besonderheiten gemein sind. Wie wir unten sehen werden, gilt es allerdings auch die bestehenden Inhomogenitäten in dieser Altersgruppe zu berücksichtigen.
Survivorship – „Leben nach Krebs“-Programm: Versorgung von Patienten nach Krebserkrankung im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter
Bei jungen Patienten treten nach einer Krebserkrankung im Kindes-, Jugend- oder jungen Erwachsenenalter (CAYAs) häufig krankheits- oder therapiebedingt körperliche, psychische oder soziale Probleme als Spät- und Langzeitfolgen auf. Um neben der medizinischen Nachsorge auf die besonderen Probleme dieser Patientengruppe einzugehen, wurde das CARE for CAYA-Programm (Comprehensive Assessments and Related interventions to Enhance long-term outcome in Children, Adolescents and Young Adults) entwickelt. Das Programm wird deutschlandweit in 14 regionalen CAYA-Zentren umgesetzt und über 3 Jahre durch den Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert.
Moderne onkologische Rehabilitation im Wandel der Zeit
In den letzten 10-15 Jahren hat sich die Landschaft der Rehabilitation, insbesondere die onkologische Rehabilitation fundamental geändert. Während sie früher mehr als Kur und damit als kurzfristige Erholungsmaßnahme sowohl von Patienten als auch von Ärzten wahrgenommen wurde, ist sie heute ein aktiver Bestandteil in der Behandlung von Krebspatienten. Aufgrund der zahlreichen Veränderungen in der akutmedizinischen Behandlung von Krebspatienten unterliegt auch die Rehabilitation einer erheblichen Weiterentwicklung und neuen Anforderungen. Sie stellt die dritte Säule neben der stationären und ambulanten Akutmedizin dar und muss heute als Startschuss für „Cancer Survivorship“ und damit als Langzeitbetreuung von Krebspatienten gesehen werden. Durch die sich nach der abgeschlossenen oder unterbrochenen Krebstherapie anschließende onkologische Rehabilitation werden die Patienten intensiv darauf vorbereitet, in ihrem weiteren Leben besser zurechtzukommen, zu erlernen, Langzeitfolgen zu erkennen und zu behandeln sowie eine weitgehend normale Teilhabe am Sozial- und ggf. Erwerbsleben wieder ausführen zu können.
Rehabilitationsmedizin für Überlebende mit malignen Hirntumoren
Die deutlich verbesserten Überlebenszeiten von Patienten mit Hirntumoren in häufig gutem Allgemeinzustand machen eine Erweiterung des Behandlungsfokus auf die neurologischen und neuropsychologischen Einschränkungen dieser Patienten erforderlich, um die Eigenständigkeit im Alltag und ggf. sogar eine Wiederaufnahme einer Berufstätigkeit zu ermöglichen. Neben spezifischen Ausfällen im Bereich von Motorik, Sensibilität, Koordination und Sprache treten häufig Störungen von Gedächtnis, Konzentration oder räumlicher Orientierung auf, die nicht übersehen werden sollten. Ein spezifisches Rehabilitationsprogramm sollte neben der Beübung dieser Einschränkungen auch die besondere psychische Belastung berücksichtigen durch eine psychoonkologische Betreuung und ggf. auch eine psychopharmakologische Behandlung.
Bedeutung von Sport- und Bewegungstherapie bei Chemotherapie-induzierter Polyneuropathie
Chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (chemotherapy induced peripheral neuropathy, CIPN) ist eine folgenschwere, Dosis-limitierende Toxizität vieler Chemotherapeutika. Betroffene Patienten leiden überwiegend an sensorischen und motorischen Defiziten, die zu funktionellen Einschränkungen wie Gleichgewichtsstörungen und Gangschwierigkeiten sowie zu einem erhöhten Sturzrisiko führen können. Demzufolge stellen sich häufig Einschränkungen in Alltagsaktivitäten und eine reduzierte Lebensqualität ein. Kurative Therapien der CIPN existieren derzeit nicht. Im Rahmen des Symptom-Managements stellen bewegungstherapeutische Maßnahmen einen vielversprechenden Ansatz dar. So lassen sich aus der aktuellen Literatur vor allem Interventionen aus den Bereichen Gleichgewichts-, Vibrations- und Krafttraining als effektiv hervorheben. Die Implementierung dieser Interventionen als Präventionsstrategien ist denkbar, wurde bislang jedoch wissenschaftlich nicht untersucht.
© benjavisa / Fotolia.com
Achtsamkeit zur Verbesserung kognitiver und psychischer Funktionsfähigkeit nach Brustkrebs
Nach Diagnose und Therapie berichten Brustkrebs-Patientinnen häufig über kognitive und psychische Einschränkungen. Zunächst wurde die Chemotherapie als Hauptursache für diese Beschwerden angesehen, dabei sprechen aktuelle Befunde eher für eine multifaktorielle Genese. Eine wichtige Rolle bei der Erklärung beobachteter kognitiver Einschränkungen, insbesondere im Bereich von Lern- und Gedächtnisprozessen, scheinen psychische Faktoren wie Stress und Depressivität zu spielen. Die psychoonkologische Versorgungslage ist jedoch wenig untersucht und mit steigender Inzidenz von Brustkrebs-Erkrankungen ist davon auszugehen, dass der Behandlungsbedarf in diesem Bereich stetig zunehmen wird. Erste Befunde deuten darauf hin, dass die achtsamkeitsbasierte Psychotherapie in der Gruppe eine effektive und effiziente Möglichkeit zur Verbesserung der kognitiven und psychischen Funktionsfähigkeit und damit der Lebensqualität der Betroffenen darstellt.
 
Gynäkologische Tumoren
Gynäkologie: Fertilitätserhalt vor einer Tumortherapie
Fertilitätsprotektive Maßnahmen vor gonadotoxischen Therapien spielen aufgrund steigender Überlebensraten bei Krebs- und Autoimmunerkrankungen im reproduktiven Alter eine zunehmende Rolle. Eine flächendeckende Beratung über präventive Möglichkeiten ist bei drohender Amenorrhoe und möglicher Sterilität überaus wichtig, da eine ungewollte Kinderlosigkeit ein emotional belastendes Ereignis für die Patientin darstellt. Die Komplexität der Behandlungsoptionen erfordert eine rasche, reproduktionsmedizinische Betreuung. Zu den fertilitätserhaltenden Maßnahmen zählen die Kryokonservierung fertilisierter/unfertilisierter Oozyten oder von Ovargewebe, die operative Transposition der Ovarien und die Therapie mit GnRH-Agonisten, wobei diese Methoden einzeln oder kombiniert angewendet werden können. Die Erfolgsaussicht auf eine spätere Lebendgeburt hängt dabei vom Alter der Patientin, der Prognose und der durchgeführten fertlitätserhaltenden Prozedur ab.
 
Fortbildung
 
Studie
 
BNGO
 
Pharmabericht
1 Jahr Onivyde® – neue Therapieoption eröffnet mehr Perspektiven
Das duktale Adenokarzinom des Pankreas ist mit einer 5-Jahres-Überlebensrate unter 8% eine prognostisch sehr ungünstige Tumorerkrankung. Bei steigender Inzidenz wird es bis 2030 die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache sein (1), verdeutlichte Prof. Dr. Manfred Lutz, Saarbrücken, bei der Eröffnung des Shire-Symposiums im Rahmen des diesjährigen DGHO in Stuttgart. Durch die Zulassung von pegyliertem liposomalen Irinotecan (nal-IRI, Onivyde®) in Kombination mit 5-FU/LV für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem Adenokarzinom des Pankreas, deren Erkrankung unter einer Gemcitabin-basierten Thera-pie fortgeschritten ist, kommt wieder Bewegung in die Therapie – das Spektrum hat sich erweitert und es eröffnen sich mehr Optionen für Folgetherapien.
Längere krankheitsfreie Zeit und Überlebenszeit für Myelom-Patienten
Für körperlich fitte Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom (MM) ist in Europa die Hochdosis-chemotherapie mit nachfolgender autologer Stammzelltransplantation (autoSCT) Standard. Das trifft etwa auf ein Drittel der neu diagnostizierten MM-Patienten zu (1, 2). Doch auch nach intensiver Therapie erleidet die Mehrzahl ein Rezidiv. Mit der Zulassungserweiterung von Lenalidomid (Revlimid®) im Februar 2017 in der Europäischen Union als Monotherapie für die Erhaltungstherapie nach autoSCT steht erstmals eine zugelassene Substanz zur Verfügung, die das Fortschreiten der Erkrankung in dieser Therapiesituation signifikant verzögern kann, und dies bei guter Verträglichkeit (3). Aktuelle Daten einer Metaanalyse, die 3 randomisierte klinische Studien umfasst, konnten belegen, dass eine Lenalidomid-Erhaltungstherapie das mediane Gesamtüberleben (OS) signifikant verlängert (4, 5).
 
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