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17. Januar 2017

AML – Akute Myeloische Leukämie

AML

An der myelopoetischen Neoplasie AML, der Akuten Myeloischen Leukämie, sind myeloische Zelllinien beteiligt. Die Inzidenz beträgt ca. 3,7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr.

Pathogenetisch sind myeloische Zellklone des hochproliferativen Progenitorpools (d. h. CD34+/CD38+) oder des Stammzellpools (d. h. CD34+/CD38-) für die  Erkrankung verantwortlich, denen verschiedenste zytogenetische Aberrationen zugrundeliegen (z.B. t(8;21), t(15;17), Monosomie 7 etc). Auch beim einzelnen Patienten können unterschiedliche Subklone auftreten. Am häufigsten sind Genmutationen in FLT3, NPM1, DNMT3A.

Insgesamt umfasst die Bandbreite:
Aktivierende Mutationen der Signaltransduktion (FLT3, KIT, KRAS, NRAS u.a.), Mutationen myeloischer Transkriptionsfaktoren (RUNX1, CEBPA), Fusionen von Transkriptionsfaktor-Genen (PML-RARA, MYH11-CBFB), Mutationen von Chromatin-Modifikatoren (MLL-PTD, ASXL1), Mutationen im Kohesin-Komplex (SMC1S), Spliceosomen-Mutationen, Mutationen in Tumorsuppressorgenen (TP53, WT1), NPM1-Mutationen und Mutationen in Genen der DNA-Methylierung (TET1, TET2, IDH1, IDH2, DNMT3B, DNMT1, DNMT3A).

In einer akutuellen Veröffentlichung von Papaemmanuil E et al. mündeten diese Veränderungen in die Einteilung von 11 AML-Subtypen.
Literatur:

https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/akute-myeloische-leukaemie-aml/@@view/html/index.html, Zugriff 17.1.17

E. Papaemmanuil and M. Gerstung et al. Genomic classification and prognosis in acute myeloid leukemia. New England Journal of Medicine (2016).
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1516192

Metzeler KH, Herold T, Rothenberg-Thurley M et al.: Spectrum and prognostic relevance of driver gene mutations in acute myeloid leukemia. Blood 128:686-698, 2016. DOI:10.1182/blood-2016-01-693879
http://www.bloodjournal.org/content/128/5/686?sso-checked=true

Cancer Genome Atlas Research: Genomic and epigenomic landscapes of adult de novo acute myeloid leukemia. NEJM 368:2059-2074, 2013. DOI:10.1056/NEJMoa1301689
http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1301689

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News
Neu diagnostizierte AML: Venetoclax + Azacitidin verdoppelt Remissionen und verlängert Überleben
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Seit 19. Mai 2021 ist Venetoclax zusammen mit einer hypomethylierenden Substanz für Patienten mit neu diagnostizierter AML zugelassen, die für eine intensive Chemotherapie nicht geeignet sind. Basis für die Zulassung ist die Phase-III-Studie VIALE-A (1), in der die Remissionsrate durch die Hinzunahme von Venetoclax zu Azacitidin mehr als verdoppelt und das Überleben um 5 Monate verlängert werden konnte.

Für AML-Patienten in kompletter Remission: Strategien zur Verlängerung des Erfolgs

Die Verhinderung eines Rezidivs ist eine große Herausforderung in der Therapie der akuten myeloischen Leukämie (AML), wenn der Patient nach Erstbehandlung in kompletter Remission ist. Derzeit ist für Patienten mit ungünstigem Risikoprofil die allogene Stammzelltransplantation die effektivste Rückfallprophylaxe, sofern der Patient dafür in Frage kommt, doch neue Optionen wie Sorafenib oder orales Azacitidin gewinnen an Bedeutung.

Gezielte Eliminierung leukämischer Stammzellen: Forscher identifizieren LIGHT/LTbR-Signalweg
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Leukämiestammzellen entstehen aus hämatopoetischen Stammzellen. Wegen ihrer nahen Verwandtschaft haben leukämische und hämatopoetische Stammzellen viele gemeinsame Signalwege. Will man die Vermehrung leukämischer Stammzellen stoppen, gilt es, Signalwege zu finden, die nur in der Leukämiestammzelle aktiv sind, nicht aber in der hämatopoetischen Stammzelle. Mit dieser Zielsetzung forscht das Team um Prof....

r/r AML: Daten zu UniCAR-T-CD123 auf dem Virtual 3rd EHA-EBMT European CAR T-Cell Meeting präsentiert
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Die Zwischenergebnisse der laufenden Phase-I-Studie mit dem Produktkandidaten UniCAR-T-CD123 bei rezidivierter/refraktärer akuter myeloischer Leukämie (rrAML) liegen vor. Diese werden auf dem Virtual 3rd EHA-EBMT European CAR-T-Cell Meeting vorgestellt, das vom 4. bis 6. Februar 2021 stattfindet. Die Daten werden in einem mündlichen Vortrag von Dr. Martin Wermke, Universitätsklinikum Dresden (05. Februar, 12:20...

CC-486 verlängert OS und RFS von AML-Patienten in Remission nach intensiver Chemotherapie unabhängig vom MRD-Status
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CC-486 ist eine oral einzunehmende, hypomethylierende Substanz, die längere Dosierungsschemata ermöglicht, um die Arzneimittelexposition über den Behandlungszyklus zu verlängern. In der QUAZAR AML-001-Erhaltungsstudie war die Behandlung mit CC-486 300 mg qd über 14 Tage/28 Tage Behandlungszyklus mit einem signifikant verbesserten Gesamtüberleben (OS) und rezidivfreien Überleben (RFS) im Vergleich zu Placebo...

r/r AML: Überlebensvorteil unter Gilteritinib-Therapie nach allogener Stammzelltransplantation
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Gilteritinib (XOSPATATM) ist seit Ende 2019 als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (r/r-AML) mit einer FLT3-Mutation zugelassen. Die Zulassung beruhte auf Daten der Phase-III-Studie ADMIRAL, die einen signifikanten Vorteil von Gilteritinib im Gesamtüberleben im Vergleich zur Salvage-Chemotherapie zeigte (1, 2).  Zum...

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  • Video Overlay Video Frame ALL und AML: Prof. Niederwieser über neue Studienergebnisse auf dem ASH 2016
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    Prof. Dr. med. Dr. h. c. Dietger Walter Niederwieser, Leipzig / Dr. Daniela Christmann, DKG-web 
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