Journal Onkologie

Hämatologie

Überblick

Hämatologie: Komplexes Fachgebiet der Inneren Medizin

Die Hämatologie (von altgriech. haima = Blut und logos = Lehre) ist das medizinische Fachgebiet, welches sich mit Erkrankungen des Blutes sowie der blutbildenden und lymphatischen Organe befasst. Als Teilgebiet der Inneren Medizin ist sie eng mit anderen Disziplinen wie der Onkologie, Immunologie, Transfusionsmedizin und Infektiologie vernetzt. Das Spektrum hämatologischer Erkrankungen reicht von häufigen benignen Störungen – etwa Eisenmangelanämie, Thalassämien oder Gerinnungsstörungen wie der von-Willebrand-Erkrankung – bis hin zu malignen Neoplasien wie akuten und chronischen Leukämien, malignen Lymphomen oder dem Multiplen Myelom. Während unkomplizierte Formen gutartiger Bluterkrankungen oft hausärztlich behandelt werden können, erfordern komplexe oder bösartige hämatologische Erkrankungen die Expertise spezialisierter Fachärzt:innen für Hämatologie und Onkologie [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE | DGHO 2026

Multiples Myelom: Bispezifische Antikörper in der Praxis sicher aufdosieren

Bispezifische Antikörper erzielen beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom hohe Ansprechraten. Die meist stationäre Aufdosierung bindet jedoch Krankenhauskapazitäten und belastet Betroffene. Für eine sichere Verlagerung in die Praxis sind laut Prof. Peter Paschka, Ludwigshafen und Dr. Daniel Debatin, Heidelberg sorgfältige Patientenselektion, klare Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis entscheidend.
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Hämatologie
 2 Min|
DGHO 2026

Belantamab-Mafodotin: Neue Daten zu Folgetherapie und Sicherheit

Beim Multiplen Myelom gewinnen bei zunehmenden Resistenzen gegen etablierte Therapien neue Wirkmechanismen an Bedeutung. Seit Juli 2025 steht mit Belantamab-Mafodotin ein BCMA-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ab dem ersten Rezidiv zur Verfügung. Neue Analysen beleuchten Gesamtüberleben und Infektionsrisiko im indirekten Therapievergleich sowie die Wirksamkeit T-Zell-umlenkender Therapien nach Belantamab-Mafodotin.
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 2 Min|
DGHO 2026

Orale AML-Therapie: Weniger Klinikzeit, mehr Lebensqualität

Seit Juni 2026 ist die vollständig orale Kombination aus Decitabin/Cedazuridin und Venetoclax in der EU zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) zugelassen, für die eine Standard-Induktionschemotherapie nicht infrage kommt. Die Behandlung kann Klinikbesuche reduzieren und die Lebensqualität verbessern, stellt aber höhere Anforderungen an Adhärenz, Aufklärung und Kommunikation.
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Hämatologie
 21 Min|
Update PNH: 5 Jahre proximale Komplementinhibition

Update PNH: 5 Jahre proximale Komplementinhibition

Die letzte CME im JOURNAL ONKOLOGIE zur paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH) erschien im Jahr 2021 [1] – seitdem hat sich die Therapielandschaft jedoch deutlich weiterentwickelt. Die Entwicklung der Komplementinhibition bis in die Gegenwart ist beeindruckend und daher ist ein kurzer Rückblick hilfreich: Bereits seit 2007 stand mit Eculizumab ein erster terminaler Komplementinhibitor zur Verfügung [2], der die Lebenserwartung symptomatischer Patient:innen deutlich verlängert hat. Dennoch war eine adäquate Beeinflussung aller Symptome nicht immer möglich, darunter die extravasale Hämolyse, welche die Lebensqualität der betroffenen Patient:innen signifikant beeinträchtigen kann [3-7].
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Hämatologie
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Erstlinientherapie des Multiplen Myeloms

Erstlinientherapie des Multiplen Myeloms: Hohe MRD-Negativitätsraten als Basis für langfristigen Therapieerfolg

Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) haben heute eine bessere Überlebensprognose als noch vor 10 Jahren [1]. Besonders zielgerichtete Therapien haben die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert. Entsprechend werden immer längere Nachbeobachtungszeiten benötigt, bevor belastbare Aussagen zu Studienendpunkten wie progressionsfreiem und Gesamtüberleben (PFS und OS) möglich sind. Die Bestimmung der minimalen Rest­erkrankung (MRD) erlaubt hingegen bereits früh eine Bewertung der Remissionstiefe. Da eine MRD-Negativität mit einem verlängerten PFS und OS assoziiert ist, gilt sie heute als wichtiger Marker für den langfristigen Therapieerfolg.
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Hämatologie
 4 Min|
Myelofibrose und Anämie: Neue Real-World-Daten bestätigen Wirksamkeit von Momelotinib
Myelofibrose und Anämie

Neue Real-World-Daten aus Deutschland bestätigen die Wirksamkeit von Momelotinib im klinischen Alltag

Patient:innen mit Myelofibrose (MF) leiden neben einer vergrößerten Milz und schwächenden Symptomen fast immer auch an einer fortschreitenden Anämie. Diese geht oft mit Erschöpfung und Kurzatmigkeit einher; die meisten Patient:innen werden transfusionsabhängig [1-3], was Prognose und Gesamtüberleben verschlechtert [5-14]. Anämie und Transfusionsbedarf mindern zudem die Lebensqualität [1]. Der Inhibitor Momelotinib kombiniert die JAK(Janus­kinase)-Hemmung mit einem Wirkmechanismus gegen ACVR1 (Aktivin-A-Rezeptor Typ 1); damit wird neben dem güns­tigen Einfluss auf Symptome und Splenomegalie auch eine gezielte Behandlung der Anämie möglich [4]. Aktuelle ­retrospektive Real-World-Daten aus Deutschland liefern Erkenntnisse zum Einsatz von Momelotinib unter Alltags­bedingungen nach der Markteinführung in Deutschland [5].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Langzeitdaten zeigen anhaltende Remissionen mit Daratumumab und Cilta-cel beim Multiplen Myelom

Beim diesjährigen Meeting der International Myeloma Society (IMS) wurden Langzeitdaten zum Multiplen Myelom vorgestellt. In der Phase-III-Studie PERSEUS zeigte sich bei transplantationsgeeigneten NDMM-Patient:innen nach fast sieben Jahren unter Daratumumab in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (DVRd), gefolgt von einer Daratumumab-Lenalidomid-(DR)-Erhaltung, ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben gegenüber der Vergleichstherapie [1]. In der CEPHEUS-Studie blieb die MRD-Negativität bei auswertbaren Patient:innen auch nach sechs Jahren erhalten [2]. Und in der Phase-II-Studie CARTITUDE-2 Cohorte A profitierten RRMM-Patient:innen nach frühem Einsatz von Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) über mehr als fünf Jahre von tiefen Remissionen ohne weitere Myelomtherapie, ohne dass neue Sicherheitssignale auftraten [3]. Die vorgestellten Daten verdeutlichen, dass die Grundlage für eine langfristige Krankheitskontrolle beim Multiplen Myelom bereits früh im Verlauf der Erkrankung gelegt werden kann.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Der Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor Acalabrutinib in nationalen und internationalen Leitlinien

Im Juni 2026 wurde die Onkopedia-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) zum Mantelzell-Lymphom (MCL) aktualisiert [1]. In diesem Zug wurde die im Vorjahr zugelassene Kombination aus dem Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) Acalabrutinib und Bendamustin + Rituximab (BR) als Therapieoption für die Erstlinie aufgenommen. Die Kombination aus Acalabrutinib und BR wird in der MCL-Erstlinie bei Patient:innen mit gutem Allgemeinzustand, > 60 Jahre, unfit empfohlen [1]. Derzeit ist Acalabrutinib (in Kombination mit BR) der einzige BTKi mit Zulassung für nicht vorbehandelte MCL-Patient:innen, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (autoSCT) geeignet sind [2]. Zusätzlich wird der Wirkstoff als Monotherapie bei BTKi-naiven Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem MCL empfohlen [1, 2]. Das therapeutische Spektrum für die Behandlung des MCL hat sich also deutlich erweitert.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Mikrobieller Metabolit Desaminotyrosin wirkt protektiv nach allogener Stammzelltransplantation

Der mikrobielle Metabolit Desaminotyrosin (DAT) erwies sich durch eine Kombination aus klinischen und präklinischen Daten als potenziell vorteilhafter Modulator des Behandlungserfolgs nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT). In einer prospektiven, nicht-interventionellen Studie waren hohe Stuhlkonzentrationen von DAT mit einem verbesserten Gesamtüberleben und reduzierten Rezidivraten assoziiert. Weitere präklinische Untersuchungen zeigten, dass DAT sich zum einen positiv auf die Darmregeneration nach therapiebedingter Schädigung auswirkt und zum anderen die T-Zell-Aktivierung fördert. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Journal Nature Communications veröffentlicht [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Okuläre Graft-versus-Host-Disease

Die okuläre Graft-versus-Host-Erkrankung (oGvHD) nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (alloSCT) ist eine teilweise schnell fortschreitende entzündliche und destruierende Augenoberflächenerkrankung, die bei über 40% der Patient:innen auftritt. Bei ungebremster Progression führt die oGvHD zu einer starken Reduktion der Lebensqualität aufgrund von Schmerzen, Sehverlust und abnehmender Belastungsfähigkeit der Augen. In schweren Fällen führt die oGvHD zur Erblindung. Klinisch zeigt sich vor allem eine schwere Benetzungsstörung der Augen aufgrund der Destruktion der Tränendrüse. Früh erkannt und richtig therapiert können viele Komplikationen vermieden werden. Aus diesem Grund ist eine augenärztliche Versorgung von Patient:innen vor und nach alloSCT äußerst wichtig.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Allogene Stammzelltransplantation: Was gibt es Neues zur GvHD-Prophylaxe?

Die Transplantation allogener hämatopoetischer Stammzellen (alloSCT) ist nach wie vor eine wirksame Therapie gegen maligne und nicht-maligne hämatologische Erkrankungen, die allerdings auch eine Schattenseite hat: Neben dem potenziell kurativen Graft-versus-Tumor-Effekt kann es zu unerwünschten toxischen Wirkungen in Form einer akuten oder chronischen Graft-versus-Host-Reaktion (GvHD) kommen, die mit erheblicher Morbidität verbunden sein und im schlimmsten Fall letal ausgehen kann. Die Prophylaxe der GvHD stellt einen Spagat zwischen der Verhinderung dieser unerwünschten Reaktionen bei gleichzeitigem Erhalt des für die Wirksamkeit der Therapie essenziellen Graft-versus-Tumor-Effekts dar. Einen Überblick gaben Mahasweta Gooptu und John Koreth von der Harvard Medical School in Boston in einer Education Session des letzten ASH-Kongresses im Dezember 2025 [1], und beim Kongress der European Hemtaology Association im Juni 2026 in Stockholm wurden eine Reihe neuer Ansätze vorgestellt.
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Medizin
 3 Min|

KI-Modell automatisiert Einzelzellanalyse bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs

Bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs müssen große Mengen komplexer Einzelzelldaten ausgewertet werden. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und des Weizmann Institute of Science in Israel haben nun ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Modell entwickelt, das wesentliche Teile dieser Analyse automatisieren kann. Bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) erkannte es unter Millionen gemessener Zellen gezielt typische Krebszellen. Die Ergebnisse stimmten sehr gut mit der manuellen Auswertung durch Fachärzt:innen überein. Das open-source Modell CytoVI (Variational Inference for Cytometry) könnte damit Personal entlasten, Untersuchungen vereinheitlichen und krankheitsrelevante Veränderungen leichter sichtbar machen [1].
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Hämatologie
 6 Min|
ELN-Empfehlungen und neue Evidenz

Zytoreduktive Therapie bei „Low-Risk“-Patient:innen mit Polycythaemia Vera

Traditionell galt bei Polycythaemia Vera (PV) eine zytoreduktive Therapie nur für ältere Patient:innen oder nach Thromboseereignis als angezeigt. Empfehlungen der European LeukemiaNet (ELN) [1] sowie aktuelle Daten einer Multicenter-Studie von Palandri F et al. [2] zeigen jedoch, dass bestimmte klinische Zeichen und Symptome (CSSs) auch bei jüngeren Low-Risk-Patient:innen ein erhöhtes Thromboserisiko markieren. Damit wird deutlich, dass eine zytoreduktive Therapie – bevorzugt mit Interferon alfa – auch in dieser Patient:innengruppe gerechtfertigt ist.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Immuntherapie halbiert Rückfallrisiko bei Hochrisiko-ALL im Kindesalter

Für Kinder mit einer besonders risikoreichen Form der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) und hohem Rückfallrisiko eröffnen sich deutlich bessere Heilungschancen. In einer großen internationalen Studie konnte ein Teil der bislang etablierten intensiven Chemotherapie durch eine Immuntherapie mit Blinatumomab ersetzt werden. Dadurch ging die Zahl der Rückfälle nahezu um die Hälfte zurück, zugleich traten deutlich weniger schwere Nebenwirkungen auf. Die von der Deutschen Krebshilfe mit rund 4,2 Millionen Euro geförderte Studie wurde von der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, geleitet. Die Ergebnisse wurden jetzt im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Pirtobrutinib erweitert die Erstlinientherapie der CLL

Bei einem Pressegespräch zur Zulassung von Pirtobrutinib in der Erstlinie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) stellte Dr. med. Ingo Schwaner, Berlin, aktuelle Phase-III-Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des nicht-kovalenten BTK-Inhibitors vor. Anders als Ibrutinib, Acalabrutinib und Zanubrutinib bindet Pirtobrutinib reversibel und nicht-kovalent an die Bruton-Tyrosinkinase (BTK).
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Hämatologie
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CML-Erstlinientherapie

CML-Erstlinientherapie: Tiefes und ­anhaltendes Ansprechen unter Asciminiba ­auch nach 144 Wochen

Bei der Erstlinienbehandlung (1L) von Patient:innen mit neudiagnostizierter chronischer myeloischer Leukämie (CML) zeigte eine Behandlung mit dem STAMPb-Inhibitor Asciminib bereits in den Analysen nach 48 und 96 Wochen eine ­vorteilhafte Wirksamkeit und Verträglichkeit [1, 2]. Die kürzlich veröffentlichten Langzeitdaten nach 144 Wochen ­bestätigen nun ein tiefes und anhaltendes Ansprechen unter Asciminib bei guter Verträglichkeit [3, 4]. Sie erweitern damit die bislang aus späteren Therapielinien verfügbare Langzeitevidenz [5, 6].
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Hämatologie
 5 Min|
Teclistamab und Talquetamab beim RRMM

Teclistamab und Talquetamab beim RRMM: Ambulante Aufdosierung verbessert die Versorgung

Innovative T-Zell-Redirektionstherapien (TCR) haben bei Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom (RRMM) eine therapeutische Lücke geschlossen. Mit wachsender Anwendungserfahrung rückt insbesondere die ambulante Aufdosierung von bispezifischen Antikörpern in den Fokus. Sie kann dazu beitragen, Hürden in der ­Pa­tienten­versorgung abzubauen und Behandlungszentren zu entlasten.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

r/r MM: Etentamig zeigt signifikanten Vorteil gegenüber Standardtherapie

Die Phase-III-Studie CERVINO zeigt bei mit einem Proteasom-Inhibitor, einer immunmodulatorischen Substanz und einem Anti-CD38-Antikörper vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (r/r MM) signifikante Vorteile für den bispezifischen BCMA/CD3-Antikörper Etentamig gegenüber einer vom Prüfarzt gewählten Standardtherapie (SAT) [1, 2]. Bei den dualen primären Endpunkten, der objektiven Ansprechrate (ORR) und dem progressionsfreien Überleben (PFS), war Etentamig SAT signifikant überlegen.
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