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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. Juli 2016

Stiftungsprofessur: Novartis und Universität Duisburg-Essen fördern Forschungsprojekte zur personalisierten Tumortherapie

In der Behandlung onkologischer Erkrankungen gewinnen personalisierte Therapieansätze zunehmend an Bedeutung; abgestimmt auf genetische Eigenschaften von Tumor und Patient erlauben sie eine zielgerichtete und effektive Behandlung (1). Dies setzt ein umfassendes Wissen, insbesondere zu molekularen Tumoreigenschaften, voraus (1). Um die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben, konnte jetzt, dank der Unterstützung durch die Novartis Pharma GmbH, eine Stiftungsprofessur für diesen Schwerpunkt an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen (UK Essen) eingerichtet werden. In seiner feierlichen Antrittsvorlesung ging Prof. Dr. med. Sebastian Bauer, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie am UK Essen, auf das Thema „Personalisierte Tumortherapie – Realität oder Fiktion?“ ein und stellte die Schwerpunkte seiner künftigen Forschungsarbeit vor.
Prof. Bauer gilt als Experte auf dem Gebiet der personalisierten Therapie von Tumoren und leitet neben einer Forschungsgruppe zur Therapieentwicklung bei Sarkomen auch die Behandlungseinheit für frühe klinische Studien; zielgerichtete, auf die genetischen Eigenschaften von Tumoren ausgerichtete Therapien sind relevant bei einer Vielzahl maligner Erkrankungen wie unter anderem bei Lungenkarzinomen, Sarkomen, Aderhautmelanomen und Tumoren des Gastrointestinaltraktes. In der Eröffnungsrede betonte Prodekan Prof. Dr. Michael Forsting daher auch die einmalige Chance, ein solch herausragendes Projekt durch eine Stiftungsprofessur vorantreiben zu können: „Wir freuen uns sehr, unseren Kollegen Prof. Bauer auf diese Weise in der Entwicklung seiner innovativen Forschungsvorhaben unterstützen zu können. Die Berufung zum Professor für Translationale Onkologie mit dem Schwerpunkt personalisierte Tumortherapie ist nicht nur eine große Auszeichnung für ihn, sondern auch für unsere Medizinische Fakultät.“

Die Stiftungsprofessur ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt; sie fokussiert auf Forschung und Lehre zu Tumoren mit klar definierten onkogenen Abhängigkeiten, d.h. genetischen Veränderungen, die für das Überleben von Tumorzellen bedeutsam sind und sich therapeutisch adressieren lassen. Dazu zählen eine Vielzahl von Sarkomen, aber auch Formen des Lungenkrebses und Karzinome des Gastrointestinaltraktes, Nierenzellkarzinome oder Aderhautmelanome, die als Modellerkrankungen für molekulare, zielgerichtete Therapien dienen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei Tumor-Resistenzen: Die Entwicklung von Modellen und Identifizierung prädiktiver Biomarker sollen hier zu einem besseren Verständnis von Resistenzmechanismen sowie zu neuen therapeutischen Strategien beitragen. Ergänzt wird dieses Wissen in der Klinik durch ein Programm zur systematischen Analyse dieser Mechanismen bei Patienten unter personalisierter Tumortherapie. Neben der molekularen Forschung stehen die nachhaltige Sicherung und Verbesserung der Behandlungsqualität für Patienten mit seltenen, molekular definierten Krebserkrankungen im Vordergrund; hierzu soll ein regionales onkologisches Netzwerk für diese Patientengruppe etabliert werden.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Stiftungsprofessur liegt in der Vermittlung von Lehrinhalten auf dem Gebiet der personalisierten medikamentösen Tumortherapie. Dies beinhaltet Vorlesungen für Studenten, regionale und überregionale Fortbildungen für Ärzte sowie Aus- und Weiterbildungen für medizinnahe Berufe wie Fachpfleger und Studienassistenten. Ein zusätzlicher Fokus liegt auf wissenschaftlichen und edukativen Veranstaltungsreihen mit Fokus auf eine zielgerichtete Medikation einschließlich eines effektiven Behandlungsmanagements.

„Mit der Vergabe der Stiftungsprofessur möchten wir die Entwicklung neuer onkologischer Therapieansätze fördern und damit einen Beitrag zur verbesserten klinischen Patientenversorgung leisten. Wir freuen uns auf spannende drei Jahre intensiver und herausragender Forschungsarbeit und wünschen Prof. Bauer viel Erfolg“, so Dr. Ulrike Haus, Medical Director Novartis Oncology.
Novartis Pharma
Literatur:
(1) Siegmund-Schultze N: Personalisierte Medizin in der Onkologie: Fortschritt oder falsches Versprechen? Dtsch Arztebl 2011; 108(37):A-1904.
 
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