Dienstag, 1. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Adcetris
Adcetris
Medizin

02. September 2020 Charakterisierung von mehr als 300 klinisch relevanten krebsassoziierten Genen mit nur einer Blutprobe

Molekulare Informationen bilden die Grundlage für personalisierte Krebstherapien. Neben der molekularen Diagnostik mittels Gewebebiopsien stehen inzwischen auch Flüssigbiopsien (Liquid Biopsy) zur Verfügung. Mit FoundationOne® Liquid CDx erweitert Roche Foundation Medicine (FMI) den Umfang des Vorgängers FoundationOne® Liquid nun von 70 auf über 300 Gene* (1-3). FoundationOne® Liquid CDx deckt damit nahezu das gleiche Spektrum genetischer Alterationen ab wie der gewebebasierte FoundationOne® CDx, einschließlich der Tumormutationslast (TMB) und der Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) (4). Eine beim ASCO 2020 vorgestellte retrospektive Pan-Tumor-Analyse hat eine hohe Übereinstimmung zwischen Gewebe- und Flüssigbiopsien wie dem FoundationOne® Liquid bei der Detektion von Kinase-Fusionen gezeigt (5). Die Liquid Biopsy kann somit Onkologen dabei unterstützen, schnell und in jedem Stadium der Erkrankung individuelle Therapieentscheidungen zu treffen, unabhängig davon, welches Organ betroffen ist und ob Biopsat vorliegt (1, 2).
Anzeige:
Infothek Sekundäre Immundefekte
Der qualitätsgesicherte Nachweis genetischer Veränderungen im Tumorgewebe kann die Voraussetzung für eine individuelle, zielgerichtete Therapie schaffen: FoundationOne Liquid CDx basiert auf einer Hybrid Capture-Next Generation Sequencing (NGS)-Analyse und detektiert in über 300* tumorassoziierten Genen alle 4 Klassen von Genveränderungen sowie die Tumormutationslast (TMB) und die Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) (1, 2): Nur 2 Röhrchen mit je 8,5 ml peripherem Vollblut reichen aus, klinisch relevante molekulargenetische Marker solider Tumoren, darunter auch ROS1, ALK, NTRK-1, -2, -3 oder RET zuverlässig nachzuweisen (1, 2). „Es gibt bereits für viele bekannte Marker zielgerichtete Therapieoptionen, doch ohne deren Nachweis entgeht den Patienten die Chance auf diese potenziell hochwirksame Behandlung“, sagt PD Dr. Claus Lattrich, Leiter Personalisierte Gesundheitsversorgung der Roche Pharma AG. „Im Sinne der Präzisionsmedizin, die mehr und mehr auf den individuellen genetischen Veränderungen des Tumors jedes Patienten basiert, wollen wir die molekulargenetische Diagnostik deshalb weiter vorantreiben.“

Liquid Biopsy bereits Teil der Leitlinien

Molekulare Marker werden auch in den Leitlinien der Fachgesellschaften immer stärker berücksichtigt. Für Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs verweist die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) auf eine Reihe molekulargenetischer Marker beim Mammakarzinom, welche mittels Liquid Biopsy detektiert werden könnten (z. B. MSI, PIK3CA, NTRK, BRCA1-2, ESR1, HER2) (6). Auch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) betont den zunehmenden Stellenwert der Molekulardiagnostik „als Grundlage jeglicher gezielten Therapie“ (7). In den S3-Leitlinien zum kolorektalen Karzinom und zum Lungenkarzinom wird der Einsatz molekularpathologischer Untersuchungen bei fortgeschrittenen Tumoren vor Beginn einer Erstlinientherapie empfohlen (8, 9). Beide Leitlinien empfehlen die Option der Liquid Biopsy bislang für den Fall, dass eine Gewebebiopsie bei einem Patienten nicht möglich ist oder zu wenig Biopsat zur Verfügung steht.

Übereinstimmende Ergebnisse von Gewebe- und Flüssigbiopsien

Im Vergleich zu Gewebebiopsien erfordert die molekulare Diagnostik durch FoundationOne Liquid CDx nur eine Blutprobe, die sich jederzeit, rasch und unkompliziert im Praxisalltag
entnehmen lässt. Damit muss die Probenentnahme nicht einmal zwingend durch den Arzt selbst erfolgen, auch eine Verlaufskontrolle wäre simpel. Dabei erwiesen sich die Resultate der Liquid Biospy als vergleichbar aussagekräftig wie die Ergebnisse von Gewebebiopsien. Daten einer auf dem ASCO 2020 präsentierten Pan-Tumor-Studie zeigen bei der Detektion von Kinase-Fusionen eine hohe Übereinstimmung zwischen den von Foundation Medicine angebotenen Gewebe- und Flüssigbiopsien (5). Neben der kürzlich erfolgten CE-IVD-Zertifizierung wurde FoundationOne Liquid CDx auch von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) validiert. Die analytische und klinische Validierung basiert auf der Auswertung von über als 7.500 Proben, die mehr als 30.000 eindeutige Varianten in über 30 Krebsindikationen umfassten.

*309 Gene mit vollständiger Exon-Abdeckung (codierend) und 15 Gene mit ausgewählter nicht-codierender Abdeckung.

Quelle: Roche

Literatur:

1. FoundationOne Liquid CDx, Technische Spezifikationen, August 2020. Verfügbar unter: https://www.eifu.online/fmi.
2. Data on file: Clinical and analytical validation data file for FoundationOne Liquid CDx.
3. FoundationOne Liquid, Technische Spezifikationen, 2018. Verfügbar unter: https://www.foundationmedicine.de/content/dam/rfm/de_v2-de_de/DownloadFolder/F1_Liquid_Technische%20Daten.pdf, (abgerufen am 30.08.2020).
4. FoundationOne CDx, Technische Spezifikationen, 2018. Verfügbar unter: https://www.foundationmedicine.de/content/dam/rfm/de_v2-de_de/DownloadFolder/F-ONE-CDxtechnische%20Daten-09-2019.pdf, (abgerufen am 30.08.2020).
5. Lee JK et al. J Clin Oncol 38: 2020 (suppl; abstr 3517) DOI:10.1200/JCO.2020.38.15_suppl.3517 ASCO Abstract# 3517. Poster Nr. 247 https://meetinglibrary.asco.org/record/185130/abstract
6. AGO, Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome, Verfügbar unter: https://www.agoonline.de/fileadmin/agoonline/downloads/_leitlinien/kommission_mamma/2020/Alle_aktuellen_Empfehlungen_2020.pdf. (abgerufen am: 19.06.2020).
7. DGHO, Molekulare Diagnostik in der Onkologie Positionspapier Januar 2019. Verfügbar unter: https://www.dgho.de/publikationen/stellungnahmen/gute-aerztliche-praxis/molekularediagnostik/molekulare-diagnostik-positionspapier-2019-1.pdf, letzter Aufruf Mai 2020. online/downloads/_leitlinien/kommission_mamma/2020/Alle_aktuellen_Empfehlungen_2020.pdf. (abgerufen
am: 19.06.2020).
8. S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom Langversion 2.0 – November 2017 AWMF-Registernummer: 021/007OL, letzter Zugriff Mai 2020.
9. S3-Leitlinie Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms, Langversion 1.0 – Februar 2018 AWMF-Registernummer: 020/007OL, letzter Zugriff 19.06. 2020.

 


Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Charakterisierung von mehr als 300 klinisch relevanten krebsassoziierten Genen mit nur einer Blutprobe"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab