Montag, 17. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Darzalex
Darzalex
 
Medizin
11. Juni 2019

Rezidiviertes FL: Lenalidomid + Rituximab verlängert PFS2

Das häufigste indolente Non-Hodgkin-Lymphom mit einer medianen Überlebenszeit von 18 Jahren ist das follikuläre Lymphom (FL). Rituximab-haltige Chemotherapieregime sind nach wie vor Standard in der Erstlinientherapie, doch in der Rezidivsituation gibt es neue Entwicklungen. Chemotherapiefreie Kombinationen wie Lenalidomid + Rituximab (R2) gewinnen hier immer mehr an Bedeutung.
Anzeige:
Keytruda Lunge
Keytruda Lunge
In der Hauptauswertung der Phase-III-Studie AUGMENT hatte die Kombination Lenalidomid (Revlimid®) + Rituximab (R2) bereits ihre Überlegenheit gegenüber einer Therapie mit Rituximab + Placebo bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem FL zeigen können – mit einem signifikant verbesserten progressionsfreien Überleben (PFS, 39 vs. 14 Monate; HR=0,46; p<0,001) (1). In einer aktuellen Auswertung der Studie, die beim ASCO-Meeting 2019 präsentiert wurde, wurden nun explorative Daten zur Zeit bis zur nächsten Anti-Lymphom-Behandlung (TTNLT), zur Zeit bis zur nächsten Chemotherapie (TTNCT), zum Ansprechen auf die nächste Behandlung und zum PFS2 vorgestellt, also zu der Zeit von der Randomisierung bis zur Progression nach der Zweitlinienbehandlung.

Wie Gribben et al. in Rahmen einer Postersession beim ASCO-Meeting berichteten, waren zum Zeitpunkt der Analyse (Datenschnitt 22.06.2018) die 3 Endpunkte mediane TTNLT, mediane TTNCT und medianes PFS2 unter R2 noch nicht erreicht und im Vergleich zu Rituximab/Placebo jeweils signifikant verlängert (HR=0,54 bzw. 0,50 bzw. 0,52) (2). 49 von 178 Patienten unter einer Behandlung mit R2 (28%) und 80/180 Patienten unter Rituximab/Placebo (44%) erhielten eine weitere Anti-Lymphom-Therapie und sprachen besser auf diese an (Gesamtansprechrate 57% mit 31% kompletten Remissionen) als die Patienten, die Rituximab/Placebo erhalten hatten (Gesamtansprechrate 36% mit 16% kompletten Remissionen).

Die Autoren schließen aus den vorliegenden Daten, dass R2 im Vergleich zu Rituximab/Placebo zu einer verlängerten Zeit bis zur nächsten Behandlung und einem verlängerten PFS2 führt. Nicht zuletzt war auch das Ansprechen auf die Folgebehandlung unter R2 besser als unter der Vergleichsmedikation. Die Autoren vermuten, dass Patienten, die R2 erhalten haben, sensitiver auf eine nachfolgende Behandlung reagieren.

Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

(1) Leonard JP et al. J Clin Oncol 2019; 37(14): 1188-1199.
(2) Gribben JG et al. J Clin Oncol 2019; 37 (suppl; abstr 7514).


Das könnte Sie auch interessieren
Krebstherapie-Nebenwirkungen wirksam bekämpfen, Patienten unterstützen – Bundesweit gültige Leitlinie verabschiedet
Krebstherapie-Nebenwirkungen+wirksam+bek%C3%A4mpfen%2C+Patienten+unterst%C3%BCtzen+%E2%80%93+Bundesweit+g%C3%BCltige+Leitlinie+verabschiedet
© vitanovski / Fotolia.com

Etwa eine halbe Millionen Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Für viele ist die Behandlung mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, die die Lebensqualität der Patienten deutlich beeinträchtigen. Doch längst gibt es wirksame Therapien, um Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen besser in den Griff zu bekommen. Die so genannten unterstützenden oder Supportiven Therapien haben in den...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Rezidiviertes FL: Lenalidomid + Rituximab verlängert PFS2"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.