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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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19. Mai 2014

Neue Erkenntnisse zur Entstehung der Graft-versus-Host-Erkrankung nach Stammzelltransplantation

Einer Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Robert Zeiser, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Freiburg und Mitglied des Exzellenzclusters BIOSS Centre for Biological Signalling Studies, ist es erstmals gelungen, die zellulären Mechanismen zu entschlüsseln, die nach einer allogenen Stammzelltransplantation (Spender und Empfänger sind nicht identisch) zum Ausbruch einer unerwünschten Reaktion des Empfänger-Immunsystems, der sogenannten Graft-versus-Host-Erkrankung, führen können.

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Die Ergebnisse der Freiburger Arbeitsgruppe von Prof. Zeiser in Zusammenarbeit mit Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Georg Häcker, Ärztlicher Direktor am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Freiburg, und Prof. Gerhard C. Hildebrandt, von der University of Utah, USA, wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Medicine publiziert.

Die Forscher konnten zeigen, dass neutrophile Granulozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen wesentlich zur Entstehung der Graft-versus-Host-Reaktion beitragen. Diese Zellen sind verantwortlich für die lokale unspezifische Immunantwort auf Bakterien, Pilze und Parasiten. Die Abwehr von Bakterien, die durch eine undichte Darmbarriere einwandern, verursacht über die Freisetzung von reaktiven Sauerstoffverbindungen eine lokale Gewebeschädigung. Dadurch werden verstärkt T-Zellen des Spenders aktiviert, welche die eigentliche Graft-versus-Host-Erkrankung auslösen.

"Diese neuen Erkenntnisse über die Rolle der neutrophilen Granulozyten bei der Graft-versus-Host-Erkrankung geben uns wertvolle Hinweise, wo wir in der Therapie ansetzen können", so Prof. Dr. Justus Duyster, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freiburg.

Bei einer allogenen Stammzelltransplantation werden Patienten mit Leukämie- oder Lymphomerkrankungen blutbildende Stammzellen eines Familien- oder Fremd-Spenders transplantiert. Im Gegensatz zur Transplantation von Organen, bei der die körpereigene Immunabwehr des Transplantat-Empfängers das fremde Gewebe angreift, wendet sich bei der Graft-versus-Host-Erkrankung das Transplantat gegen den Empfängers. Die transplantierten Knochenmarkzellen des Spenders bilden nach der Stammzelltransplantation T-Zellen, eine Untergruppe von weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die verschiedene Gewebe des Empfängers, insbesondere Haut-, Leber- und Darmgewebe, angreifen. Dies schränkt die Behandlungsmöglichkeiten gerade bei geschwächten oder älteren Patienten mit akuten Leukämien ein. Die Graft-versus-Host-Erkrankung ist bisher schwierig zu behandeln. Prophylaktisch werden den Patienten nach der Transplantation immunsuppressive Medikamente verabreicht.

Literaturhinweis:
Neutrophil granulocytes recruited upon translocation  of intestinal bacteria enhance graft-versus-host disease via tissue damage
doi: 10.1038/nm.3517
http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurrent/abs/nm.3517.html

Quelle: Uniklinikum Freiburg
 
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