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07. November 2012

Imatinib bei GIST: Aktuelle ESMO-Guidelines empfehlen als Standard eine dreijährige adjuvante Therapie

Die European Society for Medical Oncology (ESMO) hat im September 2012 ihre Leitlinien zur Diagnose, Therapie und Nachsorge von Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) aktualisiert. Diese empfehlen bei Patienten mit primär operablen GIST und hohem Rezidivrisiko als Standard eine dreijährige adjuvante Therapie mit Imatinib (Glivec®) (1). Basis hierfür sind die Daten der skandinavisch-deutschen Studie SSGXVIII/AIOA (2).

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Empfehlung der ESMO: Dreijährige adjuvante Imatinib-Therapie

Grundsätzlich ist bei primären, lokal resezierbaren GIST mit einer Tumorgröße von ≥2 cm eine R0-Resektion die Therapie der Wahl. Doch trotz vollständiger Entfernung des Primärtumors entwickelt fast jeder zweite Patient ein Rezidiv (3). Die aktuellen ESMO-Leitlinien sprechen sich bei Patienten mit primär operablen GIST und hohem Rezidivrisiko für eine 36-monatige adjuvante Imatinib-Therapie mit 400 mg/Tag aus (1). Bei einem intermediären Rezidivrisiko kann die Therapieentscheidung gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden (1).

Grundlage für die Empfehlung der dreijährigen adjuvanten Imatinib-Therapie sind die Ergebnisse der SSGXVIII/AIO-Studie (2). Diese verglich eine 36-monatige adjuvante Imatinib-Behandlung 400 mg/Tag bei Hochrisiko-Patienten nach kompletter Resektion c-KIT positiver GIST mit einer 12-monatigen. Dabei zeigte sich, dass fünf Jahre nach Therapiebeginn 65,6% der Patienten unter dreijähriger im Vergleich zu 47,9% unter einjähriger Behandlung rezidivfrei waren (HRB: 0,46; 95%-KIC: 0,32-0,65; p<0,0001). Zudem verlängerte sich unter 36-monatiger Therapie signifikant das Gesamtüberleben (92,0% vs. 81,7%; HR: 0,45; 95%-KI: 0,22–0,89; p=0,019). Somit wurde das Rezidiv- und das Sterberisiko unter einer dreijährigen Therapie mehr als halbiert. Dabei war Imatinib auch unter dem längeren Behandlungszeitraum gut verträglich, unerwartete neue Nebenwirkungen traten nicht auf (2).

Risikostratifizierung und Mutationsanalyse: Basis für die Therapie-Strategie

Grundlegend fordern die ESMO-Leitlinien eine interdisziplinäre Behandlungsplanung, an der Pathologen, Radiologen, Chirurgen und Onkologen beteiligt sind (1). Um nach kompletter Resektion des Primärtumors, die richtige Strategie für die Nachsorge treffen zu können, sollte generell auch eine Risikostratifizierung erfolgen (1). Nach Miettinen und Lasota (4) wird das Risiko eines Rezidivs anhand von Tumorlokalisation und -größe sowie der MitoserateD bestimmt. Tumorrupturen bedingen immer ein hohes Risiko, unabhängig von allen anderen genannten Faktoren. Zudem empfiehlt die ESMO, standardmäßig eine Mutationsanalyse durchzuführen, um die Patienten identifizieren zu können, die von der adjuvanten Imatinib Therapie profitieren (1), da diese Analyse prädiktiv für das Ansprechen auf Imatinib ist und eine prognostische Aussagekraft hat: Beispielsweise sollten Patienten mit einer PDGFRAE D842V-Mutation nicht adjuvant behandelt werden.

A: SSGXVIII/AIO: Scandinavian-Sarcoma-Group-Studie Nummer 18/Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie
B: HR: Hazard Ratio
C: KI: Konfidenzintervall
D: Mitoserate: Anzahl der mitotischen Zellen auf 5 mm2 (entspricht: 50 High Power Fields)
E: PDGFRA: Platelet-derived growth factor receptor alpha

Literaturhinweise:
(1) The ESMO/European Sarcoma Network Working Group. Gastrointestinal stromal tumors: ESMO clinical practice guidelines for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol 2012; 23(Suppl. 7): 49-55.
(2) Joensuu H et al.: One vs three years of adjuvant imatinib for operable gastrointestinal stromal tumor. A randomized trial. JAMA 2012; 307:1265-1272.

Quelle: Novartis Oncology
 
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