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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
03.08.2013
Ausgabe:
Jahr:
 
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Editorial
 
Kongressbericht
Aktueller Standard und neue Entwicklungen beim Multiplen Myelom

Patienten mit Multiplem Myelom (MM) haben von neuen Substanzen und der Stammzelltransplantation profitiert - sowohl ihr krankheitsfreies als auch Gesamtüberleben verlängerte sich in den letzten 10 Jahren kontinuierlich. Dennoch erleiden fast alle Patienten mit MM ein Rezidiv, so dass die Therapie dieser Knochenmarkserkrankung eine große Herausforderung bleibt. Zahlreiche neue Wirkstoffe und neue Strategien werden aktuell in klinischen Studien untersucht, mit dem Ziel, die Qualität der Remissionen noch weiter zu verbessern, damit eines Tages die Überlebenskurve von MM-Patienten ein Plateau bildet, als Ausdruck einer dauerhaften Krankheitskontrolle oder sogar Heilung. Der "4th Heidelberg Myeloma Workshop" bot eine Fülle von Information über aktuelle Forschungsergebnisse und Fortschritte in Diagnostik und Therapie des MM, die den Weg zu diesem Ziel ebnen könnten.

 
News
 
Interview
S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist weltweit die dritthäufigste Tumorerkrankung, und in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren die Inzidenz mehr als verdoppelt. Seit Mai ist die deutsche HCC-S3-Leitlinie online über das Internetportal der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (www.awmf.org/leitlinien/aktuelle-leitlinien.html) abrufbar. Diese HCC-Leitlinie fasst die aktuelle Evidenz für die Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Patienten mit HCC zusammen. Für die Praxis wichtig sind insbesondere die Empfehlungen zur Früherkennung und die Empfehlung der Vorstellung von Patienten mit HCC in einer interdisziplinären Tumorkonferenz. In der Leitlinie werden differenzierte Empfehlungen zum Einsatz lokoregionärer Therapieverfahren (Ablation und transarterielle Verfahren), operativer Verfahren (Resektion und Transplantation) sowie zur systemischen Therapie mit Sorafenib gegeben. Für das nachfolgende Interview zu den wichtigsten Inhalten der Leitlinie stand uns Prof. Jörg Trojan, Sprecher des Schwerpunkts gastrointestinale Onkologie am Universitären Tumorzentrum Frankfurt, zur Verfügung

 
Titelthema
Chemotherapie bei ZNS-Metastasen solider Tumoren

Zur Behandlung von Hirnmetastasen kann eine systemische Chemotherapie indiziert sein, deren Wahl sich nach der Histologie des Primärtumors richtet. Bei Melanom, Bronchialkarzinom und Mammakarzinom handelt es sich um sehr häufig ins Gehirn metastasierende Krebserkrankungen. Zur Behandlung von zerebralen Melanommetastasen ist die Bestimmung des BRAF-Mutationsstatus wichtig, um zu prüfen, ob mit einem BRAF-Inhibitor (wie z.B. Vemurafenib) therapiert werden kann. Neben BRAF-Inhibitoren wird neuerdings auch der Immunmodulator Ipilimumab für die Behandlung von zerebralen Melanommetastasen eingesetzt. Bei zerebralen Mammakarzinommetastasen gibt es für HER2-positive Patientinnen vielversprechende Daten zur Wirksamkeit für die Kombination des dualen Tyrosinkinaseinhibitors Lapatinib (EGFR und HER2) und des Zytostatikums Capecitabin. Bei triple-negativen Patientinnen kann ggf. auf konventionelle, Blut-Hirn-Schranken-gängige Chemotherapeutika zurückgegriffen werden. Bei den Bronchialkarzinomen ist für die Wahl der medikamentösen Therapie die Unterscheidung zwischen kleinzelligem (SCLC) und nicht-kleinzelligem (NSCLC) Bronchialkarzinom relevant. Bei den SCLC werden überwiegend Platin- und Etoposid-basierte Chemotherapieschemata eingesetzt. Bei den NSCLC ist gerade bei Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen der Einsatz von EGFR-Inhibitoren (wie z.B. Erlotinib) indiziert.

Therapiemanagement bei Meningeosis neoplastica solider Tumoren

Eine Meningeosis neoplastica, d.h. die Absiedlung von Tumorzellen in den Liquorraum und die Leptomeningen, stellt eine schwere Komplikation bei vielen, meist weit fortgeschrittenen soliden Tumoren dar. Klinische Symptome können z.B. Hirnnervenlähmungen, radikuläre Symptome und Anzeichen von erhöhtem Hirndruck, wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein. Eine Meningeosis kann am sichersten durch die Kombination aus einer Liquoruntersuchung inkl. Liquorzytologie und einer MRT von Kopf und Wirbelsäule diagnostiziert werden. Das therapeutische Spektrum zur Behandlung der Meningeosis beinhaltet die Radiotherapie der betroffenen Region sowie eine systemische und intrathekale Chemotherapie. Die Wahl der Therapie hängt vom Meningeosis-Typ (knotig-solide vs. diffus, nicht adhärent), vom Status der systemischen Tumorlast außerhalb des ZNS (kontrolliert vs. unkontrolliert) und von der Beteiligung des ZNS-Parenchyms (Meningeosis +/- parenchymatöse Hirnmetastasen) ab. Größere knotige und Kontrastmittel-aufnehmende leptomeningeale Tumorknoten des Rückenmarks können radiotherapeutisch behandelt werden. Im Falle einer unzureichend kontrollierten systemischen Tumorerkrankung sollte die Behandlung eine systemische Chemotherapie beinhalten. Deren Wahl sollte sich an der Histologie des Primärtumors orientieren. Die intrathekale Chemotherapie ist ein wichtiger Behandlungsbaustein bei einer Meningeosis vom nicht adhärenten Typ. Hierfür kommen 3 Substanzen in Frage: Methotrexat, Cytarabin und Thiotepa. Liposomal verkapseltes AraC hat den Vorteil einer deutlich längeren Halbwertszeit und ermöglicht dadurch größere Applikationsintervalle sowie eine bessere Lebensqualität unter Therapie. Die Rolle neuer Therapeutika (z.B. Rituximab, Trastuzumab) zur intrathekalen Behandlung ist nach wie vor unklar.

Fortschritte der Strahlentherapie in der Behandlung der Hirnmetastasen

Hirnmetastasen stellen eine häufige Entität bei metastasierter Krebserkrankung dar. Gemittelt über alle Entitäten treten bei 20% aller Tumorpatienten im Verlauf der Erkrankung zerebrale Metastasen auf. Die häufigsten Primärtumor-Entitäten hierfür sind Bronchialkarzinome, Mammakarzinome, maligne Melanome, Urogenital- und Gastrointestinaltumore (5). Immer noch ist das Auftreten einer zerebralen Metastasierung in vielen Fällen der die Prognose limitierende Faktor. Durch aktuelle innovative Entwicklungen im Bereich der Strahlentherapie und dadurch ermöglichte Paradigmenwechsel in Indikationsstellung und Zielsetzung der strahlentherapeutischen Behandlung der Hirnmetastasierung ist dieses Bild im Begriff sich zu wandeln.

ZNS-Metastasen: Neuropathologische Diagnostik, Biologie und molekulare Therapieoptionen

Metastasen im Bereich des zentralen Nervensystems (ZNS) stellen ein häufiges, die klinische Situation der Betroffenen meist erheblich beeinträchtigendes Ereignis dar. Die neuropathologische Diagnostik spielt dabei oft eine wegweisende Rolle, da neben der Zuordnung zu einem bereits bekannten Primärtumor häufig die Hirnmetastase die Erstmanifestation einer metastasierenden Tumorerkrankung ist. Besonders häufig metastasieren Mammakarzinome, nicht-kleinzellige/kleinzellige Lungenkarzinome sowie Melanome und Nierenzellkarzinome in das Gehirn. Bei Leukämien/Lymphomen sind hingegen eher die Hirnhäute betroffen. Zunehmend wichtig wird die molekulare Charakterisierung der ZNS-Metastasen, um die weitere Therapie so optimal wie möglich zu gestalten. Neben der Bestimmung des Hormonrezeptorstatus einschließlich Her2/neu beim Mammakarzinom sind der Nachweis von BRAF-Mutationen (V600E) beim malignen Melanom sowie von aktivierenden EGFR-Mutationen beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom auch aus ZNS-Metastasengewebe möglich und verbreitet. In Zukunft wird daher das meist auch in ausreichender Menge vorliegende ZNS-Metastasengewebe eine wichtige Rolle für Therapieentscheidungen bei metastasierten Tumorleiden spielen.

 
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