Sonntag, 16. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
Medizin
19. Juni 2019

Transiente myeloproliferative Störung: Spezifische RUNX1-Isoform identifiziert

Bei 5-30% der Kinder mit Trisomie 21 (Down-Syndrom, DS) kommt es durch fetale hämatopoetische Zellen zu einer transienten myeloproliferativen Störung (TMD), die durch Akkumulation unreifer Megakaryoblasten charakterisiert ist. Die TMD ist eine Erkrankung, die ausschließlich bei Kindern mit Down-Syndrom auftritt – Voraussetzung dafür ist die Trias aus fetalem Ursprung, Gata1s-Mutation und Vorliegen einer Trisomie 21. Aus der TMD kann sich eine myeloische Leukämie (ML-DS) entwickeln. Die molekularen Mechanismen sind allerdings bisher nicht vollständig verstanden.
Anzeige:
Bevacizumab
In dieser auf dem Presidential Symposium des diesjährigen EHA in Amsterdam präsentierten Studie wurde der Versuch unternommen, per CRISPR-Cas9 Screening der 218 bislang bekannten kodierenden Gene auf Chromosom 21 die onkogenen Faktoren zu identifizieren und ihr Zusammenspiel mit GATA1s während der Entwicklung zu einer TMD zu ergründen.

Spezifische RUNX1-Isoform

Das CRISPR-Cas9 loss-of-function screening der kodierenden Gene auf Chromosom 21 zeigte eine starke und spezifische Abhängigkeit von RUNX1, die durch die Depletion der ML-DS Zelllinie CMK angezeigt wurde, während der Effekt auf nicht-DS-Leukämiezellen geringer ausfiel.  Sowohl in vivo als auch in vitro steht  eine spezifische RUNX1-Isoform im Zentrum der Interaktion mit mutiertem GATA1s während der Transformation fetaler hämatopoetischer Stamm- und Progenitorzellen (HSPCs) vor dem Hintergrund einer Trisomie 21. Die Ergebnisse stehen für eine mögliche künftige Entwicklung echter spezifischer und Target-Therapien.

(übers. v. ab)



Lesen Sie dazu auch:
M. Flasinski, J.-H. Klusmann
Transiente myeloproliferative Störung bei Kindern mit Down-Syndrom

Quelle: EHA 2019

Literatur:

Gialesaki S, Klusmann JH et al. EHA 2019, Presidential Symposium, AbstractS146


Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das könnte Sie auch interessieren
Frühlingssonne genießen – Hautkrebs vermeiden: Deutsche Krebshilfe und ADP einfache Tipps gegen Hautkrebs
Fr%C3%BChlingssonne+genie%C3%9Fen+%E2%80%93+Hautkrebs+vermeiden%3A+Deutsche+Krebshilfe+und+ADP+einfache+Tipps+gegen+Hautkrebs
©Thaut Images - stock.adobe.com

Warmes, sonniges Frühlingswetter: „Balsam für die Seele“ nach entbehrungsreichen Winterwochen im Pandemie-Lockdown. Neben wohltuender Wärme und sichtbarem Licht gehören allerdings auch unsichtbare ultraviolette (UV-) Strahlen zum Spektrum der Sonne. Viele Menschen unterschätzen gerade im Frühjahr die Gefahren der schon jetzt intensiven Sonnenbestrahlung. Die Deutsche Krebshilfe und die...

Mit neuer Website „psyche-hilft-koerper.de“ finden Krebspatienten schnell und einfach psychoonkologische Hilfe
Mit+neuer+Website+%E2%80%9Epsyche-hilft-koerper.de%E2%80%9C+finden+Krebspatienten+schnell+und+einfach+psychoonkologische+Hilfe
© www.psyche-hilft-koerper.de

Die Website „psyche-hilft-koerper.de“ ermöglicht es, über eine Postleitzahl-Suche Psychoonkologen in der Region, in der man lebt, zu finden. Eine psychoonkologische Betreuung unterstützt Patienten u. a. dabei, ihre Krebserkrankung zu verarbeiten, das seelische Befinden zu verbessern sowie körperliche Ressourcen zu stärken (1). Novartis Oncology hat sich nicht nur der Entwicklung innovativer Arzneimittel...

Kombination von Wirkstoffen könnte Heilungschancen bei Eierstockkrebs verbessern
Kombination+von+Wirkstoffen+k%C3%B6nnte+Heilungschancen+bei+Eierstockkrebs+verbessern
© Uniklinikum Dresden/Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Innovative zielgerichtete Wirkstoffe, so genannte PARP-Inhibitoren, können die Prognose bei Eierstockkrebs deutlich verbessern. Dies gilt vor allem für Patientinnen, deren Tumoren bestimmte genetische Voraussetzungen aufweisen. Ein Forscherteam unter Leitung von WissenschaftlerInnen der Hochschulmedizin Dresden und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) konnte nun in Laborexperimenten zeigen, dass die...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Transiente myeloproliferative Störung: Spezifische RUNX1-Isoform identifiziert"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.