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Medizin

10. Januar 2018
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Multiples Myelom: Geringeres Therapieabbruch-Risiko mit Ixazomib im Vergleich zu anderen Proteasom-Inhibitor-haltigen Regimen

Vorbehandelte, erwachsene Patienten mit einem rezidivierten oder/und refraktären Multiplen Myelom, die im klinischen Alltag mit dem oralen Proteasom-Inhibitor Ixazomib (NINLARO®) in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) behandelt wurden, hatten ein 31% bzw. 23% geringeres Risiko für einen Therapieabbruch im Vergleich zu Patienten, die mit den injizierbaren Proteasom-Inhibitoren Carfilzomib bzw. Bortezomib (jeweils kombiniert mit Rd) behandelt wurden. Dies zeigen aktuelle Daten, die im Rahmen der 59. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) präsentiert und nun bei einer Pressekonferenz in Hamburg deutschen Fachmedien vorgestellt wurden (1).
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Dr. Hans Salwender, Hamburg, stellte die retrospektive Analyse auf der Basis US-amerikanischer elektronischer Gesundheitsaufzeichnungen (EMR) im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Die Analyse verglich bei insgesamt 531 vorbehandelten, erwachsenen Patienten mit einem rezidivierten und/oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM) Therapiedauer, Zeit bis zur nächsten Therapie und Zeit bis zum Therapieabbruch unter 3 Proteasom-Inhibitor-haltigen Triplett-Therapien im klinischen Alltag: Bortezomib + Rd (VRd), Carfilzomib + Rd (KRd) und Ixazomib + Rd (IRd). Im Vergleich zu den Patienten, die mit injizierbaren Proteasom-Inhibitoren (wie KRd oder VRd) behandelt wurden, waren Patienten unter dem oralen NINLARO®-Regime allgemein älter und hatten eine weiter fortgeschrittene Erkrankung. Das mediane Follow-up betrug 17,3 Monate unter VRd, 8,3 Monate unter KRd und 5,2 Monate unter Ixazomib + Rd (1,2).
 
„Auch wenn das Follow-up für Ixazomib + Rd kürzer war als bei den beiden injizierbaren Proteasom-Inhibitor-Regimen, zeigten nicht-adjustierte Analysen, dass bei mit Ixazomib + Rd behandelten Patienten die Wahrscheinlichkeit eines Therapieabbruches geringer war, als bei den mit VRd bzw. KRd behandelten“, erklärte Salwender. So war die mediane Therapiedauer unter IRd noch nicht erreicht, unter KRd betrug sie 6,1 Monate (95%-Konfidenzintervall: 4,9-6,9 Monate) und unter VRd 5,4 Monate (95%-KI: 4,6-6,8 Monate). Nach 9 Monaten setzten noch 60% der Patienten unter Ixazomib + Rd ihre Therapie fort, im Vergleich zu 29% unter KRd und 37% unter VRd (1).
 
Die Dauer der Therapie lag für KRd und VRd in dieser Real-World-Analyse deutlich unter den Ergebnissen, die in kontrollierten randomisierten Studien erreicht wurden (1). „Bereits bei der jetzt vorliegenden Analyse zeichnet sich der Trend ab, dass diese Lücke unter Ixazomib + Rd geringer zu sein scheint. Um die Aussagen zu bestätigen, ist allerdings noch ein längeres Follow-up nötig“, so Salwender.
 
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