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Medizin

11. Februar 2020 Chirurgische Behandlung des Mammakarzinoms: Bessere Ergebnisse bei höheren Fallzahlen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Dezember 2018 beauftragt, einen Bericht zum Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und Qualität bei der chirurgischen Behandlung des primären Mammakarzinoms zu erarbeiten.
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Auf Basis von 10 in die Bewertung einbezogenen Studien sieht das IQWiG einen positiven Zusammenhang zwischen der Leistungsmenge und der Behandlungsqualität bei der chirurgischen Behandlung des Brustkrebses. Vor allem sei von einer geringeren Gesamtsterblichkeit auszugehen, wenn solche Eingriffe häufiger durchgeführt werden, berichten die Wissenschaftler.

Positiver Zusammenhang zwischen Menge und Qualität​

Gleiches gelte für die krankheitsbezogene Sterblichkeit. Zusammenhänge zwischen den Fallzahlen und der Mortalität seien sowohl für die Krankenhausebene als auch für die Ebene der Ärzte ableitbar. Ebenfalls für die Krankenhausebene und die ärztliche Ebene gilt die Aussage, dass mit einer steigenden Zahl der Brustkrebs-Operationen die Zahl der gegebenenfalls notwendig werdenden Folgeoperationen sinkt.

Zertifizierung für Brustzentren

Für chirurgische Eingriffe zur Behandlung des Brustkrebses gilt in Deutschland aktuell keine verbindlich festgelegte Mindestmenge für die Krankenhäuser. Die Deutsche Krebsgesellschaft fordert jedoch Mindestfallzahlen im Rahmen ihres Zertifizierungssystems für Brustzentren. So werden mindestens 100 Primärfälle pro Zentrum und 50 Brustkrebs-Operationen pro Operateur und Jahr als Nachweis verlangt, um sich als Brustzentrum zertifizieren lassen zu können. 2018 ließen sich 280 Standorte als Brustzentrum zertifizieren, in denen 55.715 Primärfälle behandelt wurden.

Häufigste Krebserkrankung bei Frauen

Mit zuletzt rund 69.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. In seltenen Fällen kann Brustkrebs auch bei Männern auftreten (ca. 1% aller Neuerkrankungen). Die relative 10-Jahres-Überlebensrate lag 2016 für Frauen bei 82% und für Männer bei 72%.

Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Literatur:

https://www.iqwig.de/de/projekte-ergebnisse/projekte/versorgung/v18-05-zusammenh...


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