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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Juli 2016

Thermoablation bei metastasiertem Schilddrüsenkarzinom

Die Klinik für Nuklearmedizin am Frankfurter Universitätsklinikum hat als erste Klinik überhaupt Metastasen eines Schilddrüsenkarzinoms durch Thermoablation behandelt.
Schilddrüsenknoten sind ein sehr häufiges Phänomen. Fast 20% aller Deutschen haben einen oder mehrere. Während die meisten dieser Geschwulste gutartig sind, handelt es sich bei rund 0,2% um bösartige Karzinome. Nach einer Schilddrüsenoperation und anschließender Radiojodtherapie sind die betroffenen Patienten in der Regel erfolgreich therapiert. In seltenen Fällen wirkt die Radiojodtherapie jedoch nicht. Bisher waren dann erneute Operationen oder eine Chemotherapie notwendig. Im Deutschen Zentrum für Thermoablation von Schilddrüsenknoten der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt wurde jetzt eine Patientin mit Metastasen eines Schilddrüsenkarzinoms erfolgreich mittels Thermoablation therapiert. „Wenn sich die sehr guten Ergebnisse bei weiteren Einsätzen bestätigen, haben wir eine hervorragende Alternative für die Behandlung von Halsmetastasen von Schilddrüsenkrebs für Patienten, bei denen eine Radiojodtherapie, Operation oder Chemotherapie nicht möglich ist“, erklärt Prof. Frank Grünwald, Leiter des Thermoablationszentrums. „Das Verfahren ist effektiv und im Vergleich mit einer Operation oder Chemotherapie sehr nebenwirkungsarm“, ergänzt PD Dr. Huedayi Korkusuz, der die Behandlung durchgeführt hat.
 
Die Thermoablation ist ein Verfahren, das bei gutartigen Schilddrüsenknoten sehr erfolgreich erprobt wurde. Unter lokaler Betäubung wird eine kleine Sonde durch die Haut in den Schilddrüsenknoten eingeführt. Durch dieses Röhrchen lenken die Ärzte Hitze auf den Knoten – in diesem Fall die Metastase. Sie wird durch die Temperaturerhöhung zerstört und wird danach selbstständig vom Körper abgebaut. Die Dauer der Behandlung beträgt je nach Größe der Metastase zwischen zehn und 15 Minuten. Ein stationärer Aufenthalt ist dafür nicht notwendig. Durch die Behandlung entstehen keine Narben auf der Haut.
 
Im aktuellen Fall wurde eine 86-jährige Patientin behandelt. Ihr wurde 2001 die Schilddrüse entfernt. In der Nachsorge stieg der Tumormarker, ein Indikator für Krebszellen, wieder an. Die Ultraschalluntersuchung brachte dann Gewissheit. Im Halsbereich befand sich eine Lymphknotenmetastase des Schilddrüsenkarzinoms. Eine erneute Operation wurde jedoch von den behandelnden Ärzten aufgrund des sehr hohen Risikos abgelehnt. Die Patientin stellte sich daraufhin diesen Februar in der Klinik für Nuklearmedizin vor. Die Mediziner des Deutschen Zentrums für Thermoablation von Schilddrüsenknoten konnten die Metastase erfolgreich zerstören. In der Verlaufskontrolle fand sich bereits nach drei Monaten eine 80%ige Volumenreduktion der Lymphknotenmetastase, verbunden mit einer Normalisierung des Tumormarkerspiegels im Blut.
Universitätsklinikum Frankfurt
 
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