Samstag, 29. Februar 2020
Navigation öffnen

Infos für Patienten

09. Mai 2018 Krebs im Alter – spezielle Bedürfnisse, spezielle Therapien

Statistisch gesehen werden die Menschen in Deutschland immer älter. Mit der steigenden Lebenserwartung steigt auch die Zahl der älteren Menschen, die an Krebs erkranken. Den Besonderheiten einer Krebserkrankung und -therapie im Alter widmet sich das ONKO-Internetportal im Monatsthema Mai.
Pauschalisierungen sind immer schwierig – dennoch ist es kaum bestreitbar, dass ein 80-jähriger Körper eine weitaus größere Angriffsfläche für Krebserkrankungen bietet als ein junger. Zudem sind die beiden zum Abbau der Chemotherapie wichtigsten Organe Niere und Leber im fortgeschrittenen Alter geschwächt. Anders als jüngere Menschen leiden ältere häufig an zusätzlichen körperlichen Beschwerden. Hinzu kommen längere Erholungszeiten. Eine Krebstherapie muss deshalb den besonderen Bedürfnissen älterer Patienten angepasst werden.
 
Fachleute fordern dabei den konsequenten Einsatz eines so genannten geriatrischen Assessments: Hierbei wird die Lebenssituation des Patienten unabhängig vom Alter untersucht. Kriterien sind Mobilität, Kognition, emotionale Grundstimmung, die Umgebung des Patienten und seine soziale Lage. Diese Faktoren sollen dann in die Therapieentscheidung einbezogen werden. Häufig äußern auch die Patienten selbst den Wunsch nach einer altersgemäßen Behandlung und möchten auf kräftezehrende Therapien verzichten. Ärzte und Patienten müssen gemeinsam abwägen, um die Balance zwischen Einbußen bei der Lebensqualität und einem Gewinn an Lebenszeit zu finden.
 
Weitere Aspekte zum Umgang mit den speziellen Bedürfnissen älterer Krebspatienten erläutert das ONKO-Internetportal unter www.krebsgesellschaft/thema_mai2018.

Das könnte Sie auch interessieren

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde
© Daniel Vincek / fotolia.com

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters NutriAct jetzt im Fachblatt BMC Medicine publiziert.

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken

Schmerzmittel Methadon ist kein Krebsheilmittel - keine falschen Hoffnungen wecken
@ efmukel / Fotolia.com

Das Opioid Methadon sollte nicht zur Tumortherapie eingesetzt werden. Die derzeit vorliegenden Daten aus Labor- und Tierversuchen sowie einer Studie mit 27 Krebspatienten reichen nicht aus, um eine Behandlung zu rechtfertigen. Einige Medienberichte wecken dennoch bei an Leukämie oder Hirntumor erkrankten Patienten die falsche Hoffnung auf Heilung. Methadon ist zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen und ein etabliertes Medikament in der Schmerztherapie bei Krebserkrankten. Darauf...

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt

Biopharmazeutika sind den meisten Deutschen unbekannt
© Darren Baker / Fotolia.com

Naturheilmittel oder neuer Trend der Bio-Welle? 94 Prozent der Deutschen können mit dem Begriff Biopharmazeutika nichts anfangen (1). Oftmals werden hinter dem Begriff Naturheilmittel vermutet. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die biotechnisch hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden und mit dem Ziel der Bekämpfung einer Krankheit in die Vorgänge des Körpers eingreifen. Insulin ist ein bekanntes Beispiel. Wem das erklärt...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Krebs im Alter – spezielle Bedürfnisse, spezielle Therapien"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.