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Medizin

03. Dezember 2015

mCRC: Konsistente Daten zu Panitumumab in allen Therapielinien

Der Biomarkerstatus von Tumoren wird zunehmend für Therapieentscheidungen bei Krebspatienten genutzt. Ein Meilenstein in der personalisierten Tumortherapie ist nach Ansicht von Prof. Dr. med. Michael Geißler, Esslingen, der prädiktive Biomarker RAS beim metastasierten kolorektalen Karzinom. Die Bedeutung des RAS-Status für den Erfolg der Anti-EGFR-Therapie wurde in Studien mit Panitumumab (Vectibix®) analysiert. Ein kürzlich publizierter Review zeigt...

GEP-NET: Früher Beginn der Antitumortherapie mit Somatostatin-Analoga wie Lanreotid assoziiert mit verlängertem PFS und Überleben

In den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass Somatostatin-Analoga (SSA) wie Lanreotid (Somatuline Autogel®) bei gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) nicht nur symptomlindernd, sondern auch antiproliferativ wirken. Aufgrund ihrer Wirksamkeit und guten Verträglichkeit gelten sie bei inoperablen GEP-NET daher als Therapiestandard in der Erstlinie. Diskutiert wird derzeit, ob SSA frühzeitig bei Patienten mit noch stabiler Tumorerkrankung...

02. Dezember 2015

Darmkrebs: Mutationstestung per Blutentnahme mittels RAS-Biomarkertest möglich

Seit dem 1.12. ist es deutschlandweit erstmalig möglich, den Mutationsstatus von Darmtumoren anhand einer einfachen Blutprobe zu bestimmen. Das Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum setzt als erstes deutsches Kompetenzzentrum einen neu entwickelten RAS-Biomarkertest in der Darmkrebstherapie ein. Seine Relevanz für die gezielte Behandlung der Patienten ist in einer Studie der RUB bestätigt worden. Das blutbasierte Verfahren verspricht nach Ansicht der...

Antiemese bei moderat emetogener Chemotherapie: Eintägiges Dreierregime mit Fosaprepitant ist dreitägiger Standardantiemese überlegen

Die Einmalgabe des intravenösen NK1-Rezeptorantagonisten (NK1-RA) Fosaprepitant (IVEMEND®) in Kombination mit einem 5-HT3-Rezeptorantagonisten (5-HT3-RA) und Dexamethason verbesserte bei Patienten, die eine moderat emetogene Chemotherapie (MEC) erhielten, die Prophylaxe der Chemotherapie-induzierten Übelkeit und des Chemotherapie-induzierten Erbrechens (CINV) gegenüber der derzeit als Standard geltenden Antiemese mit einem...

EU-Zulassungserweiterung für Crizotinib für die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen ALK-positiven NSCLC

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für das Pfizer-Medikament Crizotinib (Handelsname Xalkori®) erweitert. Crizotinib ist nun auch für die Erstlinientherapie des Anaplastischen-Lymphom-Kinase-positiven, fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (ALK-positives NSCLC) zugelassen. Dies teilte Pfizer Inc. am 25. November 2015 in einer Pressemitteilung mit. Damit ist Crizotinib der erste ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor, der in Europa zur Behandlung...

FDA-Zulassung für Osimertinib (AZD9291) zur Behandlung von Patienten mit EGFR T790M-mutationspositivem metastasierten NSCLC

Die FDA hat Osimertinib (80 mg Tablette einmal täglich) in einem beschleunigten Verfahren in den USA zugelassen. Damit ist Osimertinib (AZD9291) der erste zugelassene Wirkstoff zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), bei denen eine EGFR T790M-Resistenzmutation vorliegt. Diese Patienten erhielten bislang in der Regel eine Chemotherapie. Voraussetzung für die Behandlung mit Osimertinib ist der Nachweis der EGFR T790M-Mutation. Zudem...

AIO 2015: Kopf-Hals-Tumoren: Perspektiven durch Immuncheckpoint-Inhibitoren

Durchschnittlich etwa 200 Mutationen werden bei Kopf-Hals-Tumoren gefunden. Die Neo-Antigene, die dabei entstehen, erzeugen einen enormen immunogenen Effekt. Dadurch zählen Kopf-Hals-Tumoren zu den Tumoren, die relativ gut auf Immuncheckpoint-Inhibitoren ansprechen, berichtete Prof. Andreas Dietz aus Leipzig. Eine ganze Reihe von Studien prüft aktuell Effektivität und Verträglichkeit von Immuncheckpoint-Inhibitoren bei Kopf-Hals-Tumoren.

Erforschung molekularer Mechanismen für das Fortschreiten von Gliomen mit IDH1-Mutation

Gliome zählen zu den verbreitetsten Hirntumoren. Viele werden nach einer Phase des langsamen Wachstums sehr aggressiv. Ein Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Murat Günel von der Yale School of Medicine in New Haven (USA), zu dem auch Forscher aus der Neurochirurgie des Universitätsklinikums Bonn gehören, konnte die molekularbiologischen Veränderungen entschlüsseln, die zu dieser gefährlichen Verwandlung der Tumorzellen führen.

Max-Eder-Förderprogramm: Erforschung der Rolle von Tumorstammzellen bei Pankreas- und Kolonkarzinom

Welche Rolle spielen Tumorstammzellen bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs? Mit dieser Frage beschäftigt sich Dr. Dr. Patrick C. Hermann in seinem Forschungsprojekt, das von der Deutschen Krebshilfe für die kommenden vier Jahre mit ca. 634.000 Euro gefördert wird. Das Max-Eder-Nachwuchsgruppen-Programm richtet sich an herausragende junge Mediziner aus der klinischen Onkologie, die nach einem Auslandsaufenthalt als Postdoktoranden wieder nach...

Plattenepithelkarzinom: Was Hauttumorzellen unsterblich macht

Weißer Hautkrebs hat einen langen Atem: Die ersten Krebszellen entstehen teils Jahrzehnte vor der Entwicklung eines sichtbaren Tumors und werden erst durch weitere UV-Bestrahlung zu gefährlichen Karzinomen. Wenn entartete Zellen gegenüber Strahlen- und Chemotherapie resistent werden, sind sie praktisch immun gegen Einflüsse von außen. Das macht vor allem das Plattenepithelkarzinom, eine Form von weißem Hautkrebs, sehr gefährlich. Forscher...

30. November 2015

Ovarialkarzinom: G-BA erkennt Zusatznutzen für Olaparib als innovative Therapieoption an, wenn auch als „nicht quantifizierbar“

Mit dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zum Wirkstoff Olaparib (Lynparza™) wurde erstmals im Rahmen der Nutzenbewertung eine Therapie zur Behandlung des Ovarialkarzinoms bewertet. Im Ergebnis sieht das Gremium für alle Patientinnen mit BRCA* mutiertem Platin-sensitivem Rezidiv einen Zusatznutzen, stuft diesen jedoch als „nicht quantifizierbar“ ein. Gleichzeitig ist die G-BA Bewertung bis zum 01.12.2018 befristet, so dass es in drei Jahren eine...

Idarucizumab zur Aufhebung der Dabigatran-induzierten Gerinnungshemmung in der EU zugelassen

Die Europäische Kommission hat in einem beschleunigten Prüfverfahren Praxbind® (Idarucizumab), ein Medikament zur raschen und spezifischen Aufhebung der Pradaxa® (Dabigatran)-induzierten Gerinnungshemmung, zugelassen. Das spezifische Antidot kommt bei Patienten zum Einsatz, die unter der Therapie mit Dabigatran eine Notoperation oder -intervention benötigen oder eine lebensbedrohliche oder nicht beherrschbare Blutung erleiden.

Translationale Forschung: Warum wird der Hedgehog-Signalweg bei einer Krebserkrankung reaktiviert?

Für das Wachstum bösartiger Tumoren ist häufig ein Defekt in den Kommunikationswegen der Zelle verantwortlich. Einer dieser Kommunikationswege ist der sogenannte Hedgehog-Signalweg, der im Zuge einer Krebserkrankung überaktiv werden und ständig falsche Wachstumssignale an die Zelle funken kann. Wissenschaftler aus ganz Deutschland haben sich nun zu einem Forschungsverbund zusammengetan, um diesen Defekt bei Tumoren im Kindesalter zu untersuchen. Ihr Ziel: Den...

ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie