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Medizin

21. Juni 2017
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mCRC: Aflibercept + FOLFIRI wirken in der Zweitlinientherapie unabhängig von RAS-Status, BRAF-Status und Tumorlokalisation

Bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) wurden in der Phase-III-Studie VELOUR mit der zusätzlichen Gabe von Aflibercept zu FOLFIRI eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) von median 12,1 auf 13,5 Monate, des progressionsfreien Überlebens (PFS) von 4,7 auf 6,9 Monate sowie signifikant häufiger ein Ansprechen (ORR: 19,8% vs. 11,1%) erreicht (1). Eine retrospektive Analyse der Biomarker-Profile, die aktuell auf dem ASCO vorgestellt wurde, bestätigte nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Aflibercept unabhängig vom RAS-Status, BRAF-Status und der Tumorlokalisation.
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In die VELOUR-Studie wurden 1.226 mCRC-Patienten eingeschlossen, von denen für 666 Patienten retrospektiv Gewebeproben gesammelt werden konnten. Die Proben von 482 Patienten, also 39,3% der ITT-Population, wiesen keine Lücken im NGS (next-generation sequencing)-Assay auf und wurden bezüglich der KRAS-, RAS- und BRAF-Status ausgewertet. Die Lokalisation des Tumors wurde den pathologischen Berichten entnommen. Verglichen mit der ITT-Population zeigte die Biomarker-Subpopulation ein vergleichbares OS und scheint auch in Bezug auf die Vorbehandlung mit Bevacizumab und die Patientencharakteristika repräsentativ für das gesamte Studienkollektiv zu sein.

Für die spezifischen Subgruppen der RAS-mutierten und RAS-Wildtyp-Patienten wurde im Interaktionstest kein signifikantes Ergebnis erzielt, was darauf schließen lässt, dass Patienten unabhängig vom RAS-Mutationsstatus von der Aflibercept-Therapie profitieren. Um einen Vergleich mit älteren Studien durchführen zu können, wurde auch der KRAS-Status untersucht. Der OS-Unterschied der Studienarme war mit einer Hazard Ratio von 0,9 für KRAS-mutierte Patienten in der Zweitlinientherapie vergleichbar mit anderen geprüften antiangiogenen Substanzen. EGFR-Antikörper sind bei RAS-mutierten Patienten nicht indiziert.
 
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