Sonntag, 18. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Prevymis
Prevymis
Medizin
14. Januar 2021

ASH 2020: Finale 5-Jahres-Daten bestätigen Überlegenheit von Bosutinib

PatientInnen mit neu diagnostizierter Ph+ CML erreichen unter Bosutinib (1) (Bosulif®) ein schnelleres und tieferes Ansprechen als unter Imatinib (2). Dies untermauern die beim ASH im Dezember 2020 vorgestellten finalen 5-Jahres-Daten der Studie BFORE. Die überlegene Wirksamkeit von Bosutinib zeigte sich über alle Sokal-Risikogruppen hinweg (2). Zusammen mit den Ergebnissen der BYOND-Studie zeigen diese Langzeitdaten, dass Bosutinib eine bewährte langfristig gut wirksame und gut verträgliche sowie einfach anzuwendende Therapieoption für PatientInnen mit Ph+ CML ist (2-5).
Anzeige:
Bevacizumab
Die Ergebnisse des 5-Jahres-Follow-Up der Phase-III-Zulassungsstudie BFORE zeigen, dass im Vergleich zu Imatinib unter Bosutinib mehr PatientInnen ein frühes molekulares Ansprechen hatten: Nach 3 Monaten konnte bei 80,6% vs. 60,5% der Patienten ein BCR-ABL-Transkript-Level ≤ 10% nachgewiesen werden. Damit ist die Chance unter Bosutinib ein frühes Ansprechen zu erreichen fast dreimal so hoch wie unter Imatinib (OR: 2,72; 95%-KI: 1,82-4,08). Auch waren die kumulativen molekularen Ansprechraten deutlich höher (2): 
 
MMR: 73,9% vs. 64,6% (OR=1,57; 95%-KI: 1,08-2,28)
MR4: 58,2% vs. 48,1% (OR=1,50; 95%-KI: 1,07-2,12)
MR4,5: 47,4% vs. 36,6% (OR=1,57; 95%-KI: 1,11-2,22)
 
Dieses verbesserte molekulare Ansprechen konnte auch in allen 3 Subgruppen gemäß Sokal-Risikostratifizierung (niedrig, mittel und hoch) beobachtet werden. Für PatientInnen mit einem hohen Risiko war der Vorteil dabei am größten: Ihre Chancen auf ein molekulares Ansprechen konnten unter Bosutinib mindestens verdoppelt werden (MMR-OR=2,22; MR4-OR=2,46; MR4,5-OR=2,66) (2).
 
Die Langzeitdaten zeigen zudem, dass im Vergleich zu Imatinib die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsprogression (oder Tod) nach 5 Jahren unter Bosutinib um 30% gesenkt wurde (HR=0,70; 95%-KI: 0,38-1,27) (2).
 
Das Sicherheitsprofil war im 5-Jahres-Follow-Up konsistent mit dem bisher bekannten. Die therapieassoziierten Nebenwirkungen konnten in der Regel gut gehandhabt werden (2).

Quelle: Pfizer

Literatur:

(1) Fachinformation Bosulif®, Stand: September 2020
(2) Brümmendorf TH et al. Abstract 46 (Session 632), ASH 2020, 5.-8. Dezember 2020, San Diego (Californien, USA).
(3) Smith BD et al. Poster 1650, ASH 2019, 7.-10. Dezember 2019, Orlando (Florida, USA).
(4) Gambacorti-Passerini C et al. Poster 2936, ASH 2019, 7.-10. Dezember 2019, Orlando (Florida, USA).
(5) Brümmendorf TH et al. Poster 4157, ASH 2019, 7.-10. Dezember 2019, Orlando (Florida, USA).


Anzeige:
Venclyxto
Das könnte Sie auch interessieren
Geballtes Wissen zu Krebs für alle
Geballtes+Wissen+zu+Krebs+f%C3%BCr+alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten,...

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten
Gesundheitsversorgung+auf+dem+Land+%E2%80%93+weite+Wege%2C+lange+Wartezeiten
Krebsinformationsdienst, DKFZ

Eine repräsentative Umfrage* vom Dezember 2017 hat gezeigt: Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen weist aus Sicht vieler Befragter Defizite auf. Bemängelt wurden lange Wartezeiten auf Arzttermine, weite Wege und weniger Informationsmöglichkeiten. Auch für Krebspatienten und ihre Angehörigen kann diese Situation belastend sein. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ersetzt...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ASH 2020: Finale 5-Jahres-Daten bestätigen Überlegenheit von Bosutinib"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.