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Medizin

26. Februar 2020 Prostatakarzinom: PFS2 im Apalutamid-Arm verlängert

Beim Genitourinary Cancers Symposium (ASCO GU) wurde in San Francisco eine explorative Analyse der Phase-III-Studie TITAN präsentiert, die einen Effekt von Apalutamid bis über die Zeit der ersten Folgetherapie zeigen konnte.
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Fachinformation
Apalutamid + ADT vs. Placebo + ADT

In der TITAN-Studie erhielten insgesamt 1.052 Patienten mit metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom entweder Apalutamid + Androgendeprivationstherapie (ADT) oder Placebo + ADT. Die co-primären Endpunkte der Studie, eine Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) und des radiologischen progressionsfreien Überlebens (rPFS), wurden erreicht. Durch die zusätzliche Gabe von Apalutamid zur ADT wurde das Risiko zu versterben gegenüber Placebo + ADT um 33% reduziert (HR=0,67; 95%-KI: 0,51-0,89; p=0,0053). Das Risiko für einen radiologischen Progress konnte durch die Apalutamid-Gabe um 52% verringert werden (HR=0,48; 95%-KI: 0,39-0,60; p<0,001).

Wirkung bei nachfolgender AR- und Taxan-Therapie bestätigt

In einer explorativen Analyse wurden die Studienergebnisse nun bezüglich des PFS der ersten nachfolgenden Therapie (PFS2) ausgewertet. Das PFS2 war definiert als Zeit ab Randomisierung bis zum ersten Auftreten einer vom Prüfarzt festgestellten Krankheitsprogression unter Therapie mit der ersten nachfolgenden Therapie oder dem Versterben aufgrund jedweder Ursache. Die Auswertung der Wirkung von Apalutamid bis zur ersten nachfolgenden Therapie bestätigte den Einsatz der neuen Hormontherapie sowohl bei einer nachfolgenden AR-Therapie als auch bei einer nachfolgenden Taxan-Therapie.

Signifikante Überlegenheit bezüglich PFS2

87 Patienten des Apalutamid-Arms sowie 190 Patienten des Kontrollarms erhielten eine nachfolgende systemische Therapie, davon 27,6% bzw. 32,6% eine AR-gerichtete Hormontherapie und 34,5% bzw. 36,3% eine Taxan-Chemotherapie, hauptsächlich mit Docetaxel. Im Ergebnis war das Apalutamid-haltige Regime dem Kontrollarm auch bezüglich des PFS2 signifikant überlegen (HR=0,66; 95%-KI: 0,50-0,87; p=0,0026). Mit Hinblick auf die Art der Nachfolgetherapie zeigte sich kein Unterschied, ob eine Hormontherapie oder eine Taxan-Therapie verabreicht wurde. Die HR betrug 0,684 (95%-KI: 0,482-0,971) für die nachfolgende Hormontherapie und 0,634 (95%-KI 0,456-0,881) für die nachfolgende Chemotherapie.

Dr. Ine Schmale

Quelle: Oral Abstract Session „Prostate Cancer“, 13.02.2020, San Francisco, USA, Veranstalter: Janssen Oncology

Literatur:

Agarwal N et al.: Time to second progression (PFS2) in patients from TITAN with metastastic castration-sensitive prostate cancer by first subsequent therapy (hormonal vs taxane). ASCO GU 2020, Abstr. #82


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