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Medizin

01. Oktober 2018 Erstlinientherapie des ALK+ NSCLC: Brigatinib ist Crizotinib überlegen/ Erkenntnisse über ALK-Varianten

"Die zielgerichtete Behandlung von Subgruppen wie des ALK-positiven NSCLC ermöglicht den Patienten immer längere Überlebensraten", so PD Dr. Niels Reinmuth, München, auf dem DGHO in Wien. Zunächst wurde der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Crizotinib gegenüber Chemotherapie der neue Standard in der Erstlinientherapie, nun haben die Ergebnisse der Phase-III-Studie ALTA-1L (1) mit Brigatinib sich Crizotinib überlegen gezeigt mit einer mehr als 50%igen Reduktion des Progressionsrisikos und Sterberisikos (HR=0,49) und einem intrakraniellen Ansprechen von 80%. Brigatinib hat bereits eine CHMP-Empfehlung, die Zulassung wird noch dieses Jahr erwartet.
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Fachinformation
Die Wahl des TKI in der Erstlinientherapie des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden NSCLC und die optimale Sequenz stehen nun im Fokus der Therapie. Einerseits lassen sich so mehr als 5 Jahre Gesamtüberleben erzielen, andererseits besteht weiter die Notwendigkeit, die Therapiesequenzen weiter zu optimieren und die Lebensqualität zu erhalten.
 
"Wir wissen jetzt, dass es Varianten gibt, die bereits per se eine schlechtere Prognose bedeuten, wie die Variante 3 (V3) des EML-4-ALK Gens. Diese Variante spricht schlechter auf TKI an und hat auch ein anderes Resistenzmuster." Zudem sind mit V3 multiple Metastasen bereits bei Erstdiagnose assoziiert (2).
 
Die ALK Variante V3 ist auch ein Forschungsschwerpunkt von Dr. Petros Christopoulos, Heidelberg. Für seine Arbeit "Defining and monitoring molecular risk in ALK+ NSCLC" erhielt er von Dr. Julian Kretz, Takeda, den 1. Preis des "Takeda-Forschungspreis NSCLC 2018" überreicht. "Das Vorliegen der Variante 3 sowie eine Mutation von TP53 sind unabhängig voneinander Risikofaktoren für ein kürzeres Überleben < 2 Jahre, diese Konstellation liegt bei 18% der von uns untersuchten V3-Varianten vor", erläuterte Chrisopoulos seine Forschungsergebnisse.

ab

ALK-Inhibitoren/ verfügbar (seit):
Crizotinib: 12/2012
Alectinib: 3/2017
Ceritinib: 7/2015
Brigatinib: Ende 2018 vorausstl.
Lorlatinib: 2019 vorausstl.
Ensartinib:?
Entrectinib: ?

 

Quelle: Symposium "Die Behandlung des ALK+ NSCLC: Wer A sagt, muss auch B sagen", DGHO, 29.09.2018, Wien; Veranstalter: Takeda

Literatur:

(1) Camidge DR et al. Brigatinib versus Crizotinib in ALK-Positive Non–Small-Cell Lung Cancer. NEJM 2018, September 25, 2018DOI: 10.1056/NEJMoa1810171
(2) Lin J et al. Impact of EML4-ALK Variant on Resistance Mechanisms and Clinical Outcomes in ALK-Positive Lung Cancer, J Clin Oncol 2018


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