Sonntag, 18. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Medizin
10. Februar 2021

DGHO Frühjahrstagung: Wie frei sind wir wirklich in der Behandlung von Patienten?

COVID-19 führt auch in der Onkologie zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen Herausforderungen bei den Arzneimittelpreisen in den Krankenhäusern und in der flächendeckenden ambulanten Krankenversorgung. Dem wichtigen Thema „Onkologie und Ökonomie“ widmet sich die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. im Rahmen der Frühjahrstagung, die in einem virtuellen Format stattfindet. Namhafte Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft und Politik werden sich in drei Sessions über aktuelle medizinische und gesundheitspolitische Entwicklungen in der Versorgung von Menschen mit Blut- und Krebserkrankungen austauschen. Die Frühjahrstagung startet am 10. Februar mit dem Thema „Arzneimittelpreise“ und „Tumorunabhängige Therapien“. Am 10. und 24. März werden die Aspekte der ambulanten bzw. der stationären Versorgung diskutiert.
Anzeige:
Bevacizumab
Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung am 10. Februar 2021 steht das Thema Arzneimittelpreise. Trotz positiver Wirkungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG), welches vor 10 Jahren die Grundlage für die Etablierung der frühen Nutzenbewertung für neue Arzneimittel und damit für die Preisbildung neuer Arzneimittel legte, steigen die Kosten für Medikamente in Deutschland weiter an. Das gilt auch für die Onkologie, die besonders von der kontinuierlichen Zulassung neuer wirksamer Arzneimittel profitiert. Warum ist das so? Muss beim AMNOG nachgesteuert werden? Und hemmt die Preisbildung Innovationen? Diese Fragen werden in der virtuellen Veranstaltung thematisiert. Impulse geben hierfür der Unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses Prof. Josef Hecken, der Präsident des Verbandes der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) Han Steutel sowie Prof. Dr. med. Bernhard Wörmann, Medizinischer Leiter der DGHO. Daran anschließend stehen tumorunabhängige Therapien aus Sicht eines Pathologen, einer Onkologin und eines Patientenvertreters auf dem Programm.

Zur ambulanten Versorgung diskutieren am 10. März 2021 der Vorsitzende des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) Prof. Dr. med. Wolfgang Knauf sowie die beiden Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. med. Andrew Ullmann (FDP) und Dr. med. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90/Die Grünen). Thematisiert werden die Aspekte Verschiebungen in den ambulanten Versorgungsstrukturen, wirtschaftliche Risiken in privat geführten Praxen und Wertschöpfung in Versorgungsketten. In diesem Zusammenhang wird der Frage nachgegangen, ob und in welchem Umfang diese Faktoren Einfluss auf eine patientenzentrierte und nachhaltige Versorgung ausüben. Erwartet wird hierzu eine spannende Diskussion mit Beispielen aus dem ärztlichen Alltag und aus Sicht der Politik. Im Anschluss erörtern Experten das Thema „Generika – sind Biosimilars in der Versorgung angekommen?“

Das Thema Stationäre Leistungen diskutieren am 24. März 2021 Prof. Dr. med. Hermann Einsele, Vorsitzender der DGHO, Dr. Martin Siess, Vorstand Ressort Krankenversorgung der Universitätsmedizin Göttingen, sowie Christian Wylegalla, Pflegedienstleitung des Universitätsklinikums Freiburg. Ebenso wie in Praxen nimmt der ökonomische Druck auch im stationären Bereich kontinuierlich zu. Thematisiert wird in diesem Zusammenhang u. a. die Frage, wer letztlich über die Behandlung entscheidet – das ärztliche Personal oder das Krankenhaus-Controlling? Darüber hinaus wird diskutiert, ob das Risiko für Fehlanreize Einfluss auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten hat und was gute Pflege kostet. Die Diskussion wird mit dem Thema CAR-T-Zellen abgerundet.

Quelle: DGHO


Das könnte Sie auch interessieren
Das Klinikum Herford unterstützt Krebs-Patienten und Patientinnen mit digitalem Therapie-Assistenten
Das+Klinikum+Herford+unterst%C3%BCtzt+Krebs-Patienten+und+Patientinnen+mit+digitalem+Therapie-Assistenten+
© adam121 / Fotolia.de

Das Klinikum Herford bietet seinen gynäkologischen Krebs-Patientinnen ab sofort einen digitalen Therapiebegleiter an, der sie im Umgang mit der Erkrankung unterstützt. Die Smartphone-App MIKA begleitet Betroffene durch die Behandlung und hilft ihnen unter anderem mit Gesundheitsmonitoring und psychosozialem Coaching. Mit dem neuen digitalen Assistenten geht das Klinikum Herford einen weiteren Schritt, um Erkrankte zu mehr...

Geballtes Wissen zu Krebs für alle
Geballtes+Wissen+zu+Krebs+f%C3%BCr+alle
© Krebsinformationsdienst, DKFZ; Bild: Pixabay 849820

Der offizielle Startschuss fiel am 30. März 1999. Die Internetseite des Krebsinformationsdienstes (KID), einer Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums, ging online. Heute nutzen monatlich rund 600.000 Besucher die Seite. Gefragte Themen sind Hintergründe zur Erkennung und Behandlung von Krebs, neue Therapieverfahren, aber auch Tipps zum Umgang mit der Erkrankung im Alltag. Alle, die sich vor Krebs schützen möchten,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DGHO Frühjahrstagung: Wie frei sind wir wirklich in der Behandlung von Patienten?"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.