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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. März 2016

Weichgewebesarkome: Verbesserung der Prognosen durch Vernetzung

Die Entwicklung eines Netzwerks von Referenzzentren sowie die Ergreifung von Maßnahmen zur Förderung der Forschung von und dem Zugang zu Behandlungen – dies sind zwei maßgebliche Aspekte zur Verbesserung der Prognosen von Patienten mit Weichgewebesarkom (Soft Tissue Sarcome (STS)). Diese seltene Krebsform entsteht in Gewebe, das andere Körperstrukturen unterstützt und umgibt, wie beispielsweise Muskeln, Fett, Blutgefäße, Nerven, Sehnen und Gelenkhäute.

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International anerkannte Onkologen präsentierten dieses Thema am vergangenen Wochenende auf dem Kongress „Soft Tissue Sarcome: Evidence and Experience“ in Barcelona. Als Organisator der Veranstaltung brachte PharmaMar die weltweit führenden Experten dieser Erkrankung beispielsweise aus England, Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien sowie den USA zusammen, um die neuesten Fortschritte in der Diagnose und Behandlung zu analysieren.

„Wir sind sehr stolz darauf, durch diese Veranstaltung führen zu dürfen. Hier kommen die weltweit einflussreichsten Onkologen auf dem Gebiet der Sarkome zusammen, teilen ihre Standpunkte, präsentieren neue Fallstudien und diskutieren die neuesten Fortschritte sowie die effektivsten Behandlungsmethoden für Patienten“, erklärt Luis Mora, General Manager der PharmaMar Onkologiesparte.

Das Vorkommen von Sarkomen

Laut Angaben von Prof. Jean-Yves Blay, Vorsitzender der Europäischen Organisation für Krebsforschung und –behandlung (EORTC), macht STS weniger als 1% der Krebsformen bei Erwachsenen aus. „Es gibt mehr als 50 histologische Subtypen von Weichgewebesarkomen. Die häufigsten Formen sind das Leiomyosarkom sowie das Liposarkom. In Europa liegt das Vorkommen dieser Tumorformen (gastrointestinale Stromatumore nicht eingeschlossen) bei Erwachsenen bei vier bis fünf Fällen pro 100.000 Einwohnern. Bei etwa der Hälfte der Patienten mit Weichgewebesarkomen werden Metastasen festgestellt oder erwartet“, so Professor Blay.

Um zu verhindern, dass Patienten erst nach einer Operation mit dem Sarkom-Expertenteam in Kontakt kommen, sollen entsprechende Maßnahmen greifen. Man möchte garantieren, dass nur solche Diagnosen und Behandlungen angewendet werden, die von einem multidisziplinären Team beschlossen wurden. Dr. Javier Martín Broto, Vorsitzender der spanischen Sarkom Forschungsgruppe GEIS, plädiert für die Schaffung eines Referenzzentren-Netzwerks, um sicherzustellen, dass Patienten mit Verdacht auf Weichgewebesarkom von Experten auf diesem Gebiet diagnostiziert und behandelt werden. „Studien zeigen, dass Patienten, die in einem auf Weichgewebesarkom spezialisierten Referenzzentrum diagnostiziert und behandelt wurden, für längere Zeit überleben konnten, als solche, die in einem Zentrum ohne diese Spezialisierung waren“, erklärt Dr. Broto.

Diese Aussage deckt sich mit den Untersuchungen der spanischen Sarkom Forschungsgruppe, die laut Dr. Broto seit Jahren mit dem Gesundheitsministerium für die Anerkennung von Sarkom-Krankenhäusern und -Gesundheitszentren zusammenarbeitet. „Wir sind momentan in der finalen Phase und erwarten, dass wir die Zentren in naher Zukunft offiziell bekannt geben können“, so Dr. Broto.

Die spanische Sarkom Forschungsgruppe GEIS wurde 1994 ins Leben gerufen und leitete 47 Forschungsprojekte mit Tausenden von Patienten. In den letzten Jahren hat die Gruppe eine große Anzahl von internationalen klinischen Studien finanziert, deren Protokolle weltweit genutzt werden.

Fortschritte der Behandlung von Weichgewebesarkomen

Prof. George Demetri, Direktor des Zentrums für Sarkom- und Knochenonkologie am Dana-Farber Krebsinstitut (Boston), präsentierte die neuesten Forschungsprojekte in Zusammenhang mit der Behandlung von Sarkomen. Dazu zählt eine Studie, die mit Trabectedin (Yondelis®) in den USA durchgeführt wurde und zeigt, dass der Wirkstoff, im Gegensatz zur konventionellen Behandlung, das Risiko eines fortschreitenden Krankheitsverlaufs vermindert. Yondelis® wird in Europa von ParmaMar entwickelt und vermarktet, während Janssen Products, L.P. die Rechte an der Entwicklung und dem Verkauf von Yondelis® in den anderen Teilen der Welt besitzt. In Japan hat PharmaMar eine Lizenzvereinbarung mit Taiho Pharmaceutical getroffen.

„Seit Yondelis® in Europa erstmals im Jahr 2007 zugelassen wurde, haben circa 50.000 Patienten in 80 Ländern von dieser Therapie und ihren Indikationen profitiert“, so Prof. Demetri. „Das fortgeschrittene Weichgewebesarkom ist ein komplexes, seltenes Krankheitsbild, das in diesem Stadium für die Patienten nahezu immer lebensbedrohlich ist. Patienten benötigen neue, noch effektivere Behandlungsmöglichkeiten, die gut verträglich sind. Die neuen Arzneimittelzulassungen der letzten zehn Jahre, die auf fortschrittlicher wissenschaftlicher Forschung basieren, lassen uns neue Hoffnung schöpfen.“  
 
Laut den Daten des Experten ist die multizentrische klinische Studie der Phase 3 in den USA, Brasilien und Australien eine der bisher größten durchgeführten Studien an Sarkom-Patienten. Die Studie zeigte eine wesentliche Verbesserung der Krankheitskontrolle („progressionsfreies Überleben“) mit Trabectedin versus Dacarbazine bei Patienten mit fortgeschrittenem Liposarkom (LPS) oder Leiomyosarkom (LMS) nach dem Versagen einer vorherigen Standardtherapie mit Anthracyclinen und mindestens einer weiteren Chemotherapie.

Die auf dem Kongress anwesenden Experten betonten die Relevanz dieser Fortschritte in der Behandlung von Sarkomen, einer schnell fortschreitenden Krebsform, die neue Therapiemöglichkeiten erfordert. „Bei Weichgewebesarkomen im fortgeschrittenen Stadium können wir über die Stabilisierung der Krankheit den Erfolg von Behandlungsmethoden evaluieren. Die Daten der letzten klinischen Studie mit Yondelis® bedeuten für Patienten eine hoffnungsvollere Zukunft und für uns die Möglichkeit für weitere Forschungen zur Verbesserung der klinischen Ergebnisse“, sagt Dr. Demetri abschließend.

 

PharmaMar
 
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