Samstag, 19. September 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Oktober 2015 Phase-I/II-Studiendaten zu Ixazomib bei neu diagnostiziertem MM

15th International Myeloma Workshop (IMW) 2015

Ixazomib Citrat (MLN9708) ist der erste in klinischen Studien untersuchte orale Proteasom-Inhibitor. Für Ixazomib wurde vor Kurzem ein Antrag auf Zulassung bei der FDA zur Behandlung von Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem Multiplem Myelom (rrMM) eingereicht. Dieser basiert auf der ersten Interimsanalyse der Phase-III-Zulassungsstudie TOURMALINE-MM1. Dabei handelt es sich um die erste aus einer Reihe von 5 Phase-III-Studien im Rahmen des Ixazomib-Programms.

Ixazomib ist ein oral verfügbarer 20S Proteasom-Inhibitor, der im Plasma schnell in seine biologisch aktive Form hydrolysiert. Eine Phase-I/II-Studie, die Shaji K. Kumar vorstellte, erbrachte den Nachweis, dass Ixazomib in der Kombination mit den ebenfalls oral verfügbaren Substanzen Lenalidomid und Dexamethason bei Patienten mit neu diagnostiziertem MM effektiv und gut verträglich ist. Eingeschlossen waren 65 Patienten mit neu diagnostiziertem MM (15 in Phase 1, 50 in Phase 2). Ausschlusskriterium war eine periphere Neuropathie (PN) von ≥ Grad 2. Die Patienten erhielten in der Phase 2 eine Dosis von 4,0 mg Ixazomib (d1,8,15) plus Lenalidomid 25 mg (d1-21) und Dexamethason 40 mg (d1,8,15,22) bis zu 12 Zyklen in einem 4-wöchentlichen Zyklus, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Ixazomib allein (d1,8,15 im 4-Wochenzyklus). Im Median wurden 7 Zyklen appliziert. Stammzellen konnten nach 3 Zyklen gesammelt werden und nach 6 Zyklen konnten die Patienten, wenn sie sich dafür entschieden hatten, eine Therapie mit autologer Stammzelltransplantation (ASZT) erhalten. 17 Patienten beendeten vor dem 13. Zyklus – d.h. vor Beginn der Erhaltungstherapie die Behandlung wegen AEs (adverse events), Krankheitsprogression oder aus anderen Gründen. 25 Patienten beendeten die Studie wegen einer ASZT. Die Kombination aus Ixazomib, Lenalidomid und Dexamethason hatte keinen negativen Einfluss auf die Stammzellmobilisation. 90% der Patienten erreichten eine PR oder besser. Nach 9 Zyklen hatten 58% und nach 12 Zyklen 62% ein sehr gutes partielles (VGPR) oder komplettes plus stringent komplettes Ansprechen (CR/sCR), berichtete Kumar.

25 Patienten starteten die Ixazomib-Erhaltungstherapie, davon 21 Patienten aus der Phase 2 unter fixer Ixazomib-Dosierung (16 begannen mit 4,0 mg, 4 mit 3,0 und ein Patient mit 2,4 mg). Die Erhaltungstherapie konnte bis zum Progress oder nicht mehr tolerabler Toxizität fortgeführt werden. Kumar präsentierte die Daten von den 21 Patienten aus der Phase 2, welche mit der Erhaltungstherapie begonnen hatten. Durch die Ixazomib-Erhaltungstherapie verbesserte sich nach Beendigung der Induktionstherapie bei 10 (48%) der 21 Patienten das Ansprechen. Die Rate der CR/sCR erhöhte sich von 24% nach der Induktion auf 62%. Das Ansprechen war lang anhaltend, so Kumar. Insgesamt waren die Toxizitäten meist gastrointestinaler Art. Das Risiko für eine Neuropathie erwies sich als niedrig und es wurden keine schwerwiegenden Langzeit-AEs beobachtet.

(as)

Quelle: Symposium, 15th International Myeloma Workshop, 24.09.2015, Rom; Veranstalter: Takeda Oncology

Literatur:

(1) Kumar SK et al. Lancet Oncol 2014;15(13): 1503-1512.


Anzeige:
Fachinformation

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Phase-I/II-Studiendaten zu Ixazomib bei neu diagnostiziertem MM"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab