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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

07. Februar 2013 CLL: Innovative zielgerichtete Substanzen als Mono- und Kombinationstherapie

ASH 2012 - Lymphome

Die derzeit gängigen Fludarabin-haltigen Therapieregime für die Erstlinientherapie der CLL gehen mit substantiellen Toxizitäten einher und verlieren im Laufe der Therapielinien an Wirksamkeit. Auf der ASH-Jahresversammlung wurden 3 Studien zu vielversprechenden alternativen zielgerichteten Substanzen präsentiert.

Der orale BTK-Inhibitor Ibrutinib zeigte in einer Phase-Ib/II-Studie hohe Wirksamkeit als Monosubstanz bei älteren (≥ 65 Jahre) Therapie-naiven, rezidivierten/refraktären und Hochrisiko-CLL/SLL-Patienten, definiert als Patienten mit del17p/TP53-Mutation oder del11q-Deletion oder einer Remission nach Erstlinien-Chemoimmuntherapie innerhalb von 3 Jahren (1). 116 Patienten wurden in die Studie eingeschlossen. Die 22-Monate-PFS-Rate betrug 96% in der Kohorte der Therapie-naiven Patienten und 76% in der Kohorte der rezidivierten/refraktären bzw. Hochrisikopatienten. Es gab keine Hinweise auf kumulative Toxizitäten oder Langzeit-Sicherheitsbedenken.

In einer folgenden Studie mit 40 Patienten wurde untersucht, ob die Ansprechrate bei Hochrisikopatienten durch die Gabe von Ibrutinib plus Rituximab erhöht werden kann (2). Von 20 Patienten, die für ein frühes Ansprechen nach 3 Monaten ausgewertet werden konnten, zeigten 17 Patienten ein partielles Ansprechen (ORR=85%) und 3 ein partielles Ansprechen mit persistierender Lymphozytose.

Eine weitere innovative Substanz ist der orale bioverfügbare TK-Inhibitor von PI3Kδ, Idelalisib (GS-1101). In einer Phase-Ib-Studie wurde an 52 Patienten untersucht, ob sich Idelalisib mit Rituximab und/oder Bendamustin kombinieren lässt (3). Die Kombinationen waren hochaktiv und werden nun in den Phase-III-Studien GS-US-312-0115 und -0116 weiter untersucht. Das Fehlen von überlappenden Toxizitäten erlaubt die Kombination von Idelalisib mit Rituximab und/oder Bendamustin in der vollen Monotherapiedosis.

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Oral Abstracts – CLL: New Targeted Therapies, ASH 2012, 9.12.2012

Literaturhinweise:

(1) Byrd JC, ASH 2012, Abstr. 189
(2) Burger JA, ASH 2012, Abstr. 187
(3) Coutre SE, ASH 2012, Abstr. 191


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