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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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20. Juli 2012

ASCO 2012 – Indolente NHL

Bendamustin-Rituximab läuft CHOP-R den Rang ab

Die aktualisierten Ergebnisse der StiL-NHL1-Studie, die der Studienleiter Matthias J. Rummel, Gießen, auf dem ASCO in der Plenary Session präsentierte, haben gezeigt, dass das progressionsfreie Überleben (PFS) unter Bendamustin plus Rituximab (B-R) gegenüber dem bisherigen Standard CHOP-R bei nicht vorbehandelten Patienten mit indolenten Lymphomen und älteren Patienten mit Mantelzell-Lymphom mehr als verdoppelt wurde (69,5 vs. 31,2 Monate). Das einfachere Schema stellte sich erwartungsgemäß auch als verträglicher als CHOP-R heraus (1).

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„Diese vielversprechenden Ergebnisse könnten dazu führen, dass Bendamustin plus Rituximab neuer Standard in der Firstline-Therapie wird für Patienten mit indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen“, sagte Rummel. In die randomisierte Studie StiL-NHL-1 waren 2.003 Patienten mit follikulärem Lymphom (FL), M. Waldenström, Marginalzonen-Lymphom, SLL (small lymphocytic lymphoma) und Mantelzell-Lymphom eingeschlossen. Insgesamt konnten 514 Patienten ausgewertet werden. Die Studie war darauf ausgelegt, eine Nichtunterlegenheit der Kombination B-R im Vergleich zu CHOP-R nachzuweisen. Der signifikante Unterschied im PFS zugunsten von B-R zeigte sich in allen Risikogruppen, unabhängig vom Alter, auch in allen Subgruppen bei Patienten mit FL und allen anderen histologischen Subtypen (MALT, Mantelzell-Lymphom, SLL). Einzige Ausnahme war das Marginalzonen-Lymphom, bei dem das PFS in beiden Gruppen vergleichbar war.

Die Ansprechraten (ORR) waren in den beiden Therapiearmen nicht signifikant unterschiedlich (B-R 92,7%; CHOP-R: 91,3%). Allerdings lag die Rate an kompletten Remissionen (CR) mit 39,8% in der B-R-Gruppe signifikant höher als unter CHOP-R (30,0%).

Die Rate an unerwünschten Ereignissen war unter B-R geringer als unter CHOP-R, z.B. bezüglich des Auftretens von Neutropenien (29% vs. 69%), Leukozytopenien (37% vs. 72%), sowie Infektionen, Neuropathien und Stomatitis. Unter B-R trat lediglich häufiger ein Rash auf als unter CHOP-R (82 Patienten gegenüber 38 Patienten). Hervorzuheben ist, dass es unter B-R im Gegensatz zu CHOP-R zu keiner Alopezie kam. Des Weiteren betonte Rummel, dass kein vermehrtes Auftreten sekundärer Malignome unter B-R während des fast vierjährigen Follow-ups be-obachtet wurde.

John Gribben, London, kommentierte: „Wird dieses Regime zugelassen, so bietet die einfache Bendamustin-Rituximab-Kombination eine wichtige neue Firstline-Therapieoption für alle Patienten mit indolenten Lymphomen – unabhängig davon, ob fit oder unfit. Bendamustin wird wahrscheinlich der neue zytotoxische Kombinationspartner der Wahl in der Therapie dieser Erkrankungen werden.“


Literaturhinweis:
(1) Plenary Session ASCO 2012 Abstract #3 http://abstract.asco.org/AbstView_114_95807.html
 

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