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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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15. Dezember 2014

CML: "Deutsche CML-Allianz" will Versorgung verbessern und Mediziner eng vernetzen

Rund 1.200 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an der chronischen myeloischen Leukämie, kurz CML. Eine neue Initiative will nun behandelnde Mediziner besser vernetzen und damit die Patientenversorgung nach neuesten Standards deutschlandweit sichern. Die "Deutsche CML-Allianz" wurde am 10.10. anläßlich der DGHO-Jahrestagung offiziell gegründet. Die Allianz richtet sich an Universitätskliniken, Krankenhäuser, niedergelassene Mediziner mit onkologischen Schwerpunktpraxen, Patientenvertreter und Laboreinrichtungen.

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"Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie werden derzeit an rund 300 Stellen in der Bundesrepublik versorgt. Dazu zählen die Universitätskliniken, die Krankenhäuser und die niedergelassenen Hämatologen und Onkologen. Bei der Patientenversorgung sind eine optimale Verlaufskontrolle sowie der Zugang zu innovativen Therapien besonders wichtig. Dies ist bislang häufig auf die größeren Zentren im Rahmen von klinischen Studien beschränkt. Mit der CML-Allianz wollen wir diese Möglichkeiten weiter ausbauen und allen Patienten den Zugang zu neuen Therapien ermöglichen", erklärt Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Hämatologie und Onkologie) am Universitätsklinikum Jena (UKJ), einer der Initiatoren der Allianz. "Die Allianz ist eine Plattform, um Diagnostik und Therapie flächendeckend zu verbessern. Und zwar unabhängig davon, wo der Patient medizinisch versorgt wird", so Hochhaus.

Die CML-Allianz will in vier Bereichen agieren. Dazu zählt der breitere Zugang zu neuen Therapieansätzen im Rahmen klinischer Studien, darauf aufbauend eine gemeinsame Qualitätssicherung, die Zusammenarbeit und der Austausch bei der Labordiagnostik und gemeinsame Weiterbildungsprogramme. Koordiniert wird die Deutsche CML-Allianz von einer Geschäftsstelle, die am Universitätsklinikum Jena angesiedelt ist.

Aktuell liegt die Anzahl der betroffenen Patienten in Deutschland zwischen 12.000 und 15.000. "Gerade durch neue Therapien konnten in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt werden. Derzeit liegt die Überlebensrate bei Patienten im Zehn-Jahreszeitraum nach einer Erkrankung bei 84%. Mit der gemeinsamen Arbeit in der Allianz wollen wir diese Fortschritte weiter ausbauen und schnell verfügbar machen", so Prof. Dr. Hans Tesch, Frankfurt/M., Co-Initiator der Allianz als Vertreter des Arbeitskreises klinische Studien e.V. der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen.

In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung der zielgerichteten Therapie im Vergleich zur Chemotherapie und Stammzelltransplantation immer weiter zugenommen. Im Blickpunkt steht das Ziel einer "therapiefreien Remission" für die Mehrheit der Patienten.

Deutsche CML-Allianz, im Rahmen der DGHO-Jahrestagung, Hamburg, 12.10.2014

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