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29. September 2020
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Stark vorbehandeltes NSCLC: Dauerhafte Anti-Tumor-Aktivität in Phase-I-Studie

Die aktualisierten Daten der vollständigen Phase-I-Kohorte der klinischen Studie CodeBreaK 100 wurden im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht. Die Studie evaluiert Sotorasib (vorgeschlagener INN für AMG 510) bei 129 Patienten mit verschiedenen fortgeschrittenen soliden Tumoren. Darüber hinaus wurden die Daten von 59 Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), über die im NEJM berichtet wird, auf dem diesjährigen virtuellen Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) vorgestellt.
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„CodeBreaK 100 ist die größte Phase-I///- und erste am Menschen durchgeführte klinische Studie für einen KRASG12C-Inhibitor", sagte Dr. Achim Rieth, Amgen. „Zu Beginn dieses Jahres berichteten wir bereits beim virtuellen Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) über ermutigende frühe Daten bei Patienten mit fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom (CRC) und weiteren soliden Tumoren. Wir freuen uns, nun diese aktualisierten Phase-I-Ergebnisse, insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, bekannt zu geben. Wir sehen der Auswertung der Phase-II-Studie bei dieser stark vorbehandelten Patientenpopulation später in diesem Jahr erwartungsvoll entgegen.“

Verkleinerung des Tumors
 
Sotorasib zeigte eine bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) von 35,3% und eine Krankheitskontrollrate (DCR) von 91,2% bei 34 stark vorbehandelten Patienten (im Median 2 vorherige Therapielinien) mit NSCLC, die mit der Tagesdosis von 960 mg behandelt wurden (Datenschnitt 1. Juni 2020).
Bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom wurde über alle Dosierungen hinweg eine Anti-Tumor-Aktivität beobachtet, mit einer bestätigten ORR von 32,2% und einer DCR von 88,1% sowie einer medianen Ansprechdauer von 10,9 Monaten. Bei 71,2% der Patienten wurde in der ersten Auswertung in Woche 6 eine Tumorschrumpfung nachgewiesen. Das mediane progressionsfreie Überleben (mPFS) betrug bei den mit Sotorasib behandelten Patienten 6,3 Monate.

Sicherheit und Verträglichkeit

Die Sicherheit und Verträglichkeit von Sotorasib bei Patienten mit NSCLC stimmten mit den zuvor beobachteten Ergebnissen der Studie CodeBreaK 100 überein. Es wurden keine dosislimitierenden Toxizitäten beobachtet und es gab keine tödlichen behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (TRAEs). Die häufigsten TRAEs waren Diarrhö (25,4%), Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALT) (20,3%), Anstieg der Aspartat-Aminotransferase (AST) (20,3%), Fatigue (10,2%) und Übelkeit (10,2%). 11 Patienten (18,6%) hatten TRAE des Grades 3 oder höher, von denen bei einem Patienten eine Grad 3 TRAE mit Erhöhung der ALT und AST zum Abbruch der Behandlung führte.

Klinischer Nutzen bei stark vorbehandelten Patienten

„Diese aktuellen Ergebnisse zeigen, dass Sotorasib weiterhin einen ermutigenden klinischen Nutzen bei stark vorbehandelten Patienten mit KRASG12C-mutierten Tumoren aufweist", so der Hauptautor der Studie David S. Hong, M.D., Department of Investigational Cancer Therapeutics, Division of Cancer Medicine, The University of Texas MD Anderson Cancer Center, USA. „Die Ergebnisse zeigen außerdem einen überzeugenden Trend hinsichtlich der Tumorschrumpfung und des medianen progressionsfreien Überlebens bei zugleich positivem Nutzen-Risiko-Profil.“
 
Die Präsentation beim ESMO 2020 beinhaltete sowohl die im NEJM veröffentlichten Phase-I-Ergebnisse zum NSCLC als auch Daten zu potenziellen Biomarkern für das Ansprechen auf Sotorasib, die eine klinische Aktivität unabhängig von verschiedenen KRASG12C-Mutationsallel-Frequenzen (MAFs), Tumorzell-PD-L1-Expressions-Level, Tumormutationslast (TMB) im Plasma und Ko-Mutationsprofilen im Gewebe zeigten.

Bislang keine zugelassenen zielgerichteten Therapieoptionen für KRASG12C-Mutationen
 
„KRASG12C ist ein Treiber bei mehreren soliden Tumoren und kommt besonders häufig beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom vor", sagte Dr. Fabrice Barlesi, Professor für Medizin an der Universität Aix-Marseille, Medizinischer Direktor des Gustave-Roussy-Instituts, Paris, Frankreich. „Trotzdem gibt es derzeit keine zugelassenen zielgerichteten Therapieoptionen für Patienten mit KRASG12C-Mutationen. Diese Patienten benötigen daher weiterhin zusätzliche Behandlungsoptionen, was diese neuen Erkenntnisse so bedeutend macht", betonte Dr. Barlesi.

Quelle: Amgen


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