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Medizin

28. Januar 2019 Phase-II-Studie: Perioperative Immuntherapie mit Nivolumab +/- Ipilimumab beim resezierbaren HCC ist sicher

Beim Leberkarzinom (HCC) ist die chirurgische Resektion mit hohen Rezidivraten assoziiert und bisher gibt es noch keine effektiven neoadjuvanten oder adjuvanten Therapien. Eine randomisierte, offene, Phase-II-Studie (NCT03222076) untersuchte den Anti-PD-1-Antikörper Nivolumab alleine und in Kombination mit dem Anti-CTLA-4-Antikörper Ipilimumab als perioperative Immuntherapie beim resezierbaren HCC.
Beim ASCO-GI wurden jetzt die Ergebnisse einer ersten Interimsanalyse vorgestellt. 5 Patienten erhielten Nivolumab (240 mg alle 2 Wochen für insg. 6 Wochen), 3 Patienten zusätzlich Ipilimumab (1 mg/kg alle 6 Wochen). Die chirurgische Resektion fand innerhalb von 4 Wochen nach dem letzten Therapiezyklus statt. Die Patienten fuhren mit einer adjuvanten Immuntherapie bis zu 2 Jahre nach Resektion fort. Zwei Patienten im Nivolumab-Arm und ein Patient im Kombinationsarm erreichten eine pathologische Komplettremission (pCR). Grad-3-Nebenwirkungen (AEs), die die Resektabilität nicht beeinträchtigten, traten bei 2 Patienten unter Nivolumab + Ipilimumab auf und bei einem Patienten unter Nivolumab mono. Es wurden keine AEs ≥ Grad 4 beobachtet. Eine Immunanalyse des ersten Falles mit pCR im Nivo+Ipi-Arm zeigte, dass das klinische Ansprechen mit einer Zunahme der CD8+ T-Zell-Infiltration korrelierte, insbesondere mit einem Anstieg in 2 Effektor-T-Zell-Cluster.

Mit einer perioperativen Immuntherapie konnte eine pCR-Rate von 37,5% erreicht werden. Die Behandlung wurde als sicher erachtet und die chirurgische Resektion wurde dadurch nicht verzögert.  

(übers. v. UM)

Quelle: ASCO-GI

Literatur:

Kaseb AO et al. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl 4; abstr 185)


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