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Medizin

17. März 2019 NSCLC: Siginifikante Verlängerung des OS unter Kombinationstherapie Atezolizumab + Bevacizumab + Chemotherapie

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) in München, lag der Fokus vor allem auf den Fortschritten in der personalisierten Medizin. So auch das Roche-Symposium: Mit Atezolizumab und Alecitinib wurden zwei vielversprechende First-Line-Therapien vorgestellt, welche beide einen signifikanten und klinisch bedeutsamen Überlebensvorteil aufweisen. Zusätzlich wurde mit der Prüfsubstanz Entrectinib eine personalisierte Therapie für Patienten mit NTRK- und ROS1-positivem NSCLC vorgestellt, die sich in der fortgeschrittenen Entwicklung befindet.
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Kombinationstherapie Atezolizumab + Bevacizumab + Chemotherapie verlängert OS

Die Hinzunahme von Atezolizumab (Tecentriq®) zu einer Kombinationstherapie aus Bevacizumab (Avastin®) und Chemotherapie führte bei NSCLC-Patienten mit Nicht-Plattenepithelkarzinom in der Studie IMpower150 zu einem längeren medianen Überleben von 4,5 Monaten (OS: 19,2 vs. 14,7 Monate; HR: 0,78; 95%-KI: 0,64-0,96; p= 0,02; medianes Follow-up: 19,7 Monate). Sehr erfreulich sei laut Prof. Christian Schulz, Regensburg, dass besonders Patienten mit Lebermetastasen, welche ohnehin schlechte Prognosen haben, gut auf die Therapie ansprechen. Patienten mit Lebermetastasen (n=94) hatten durch die Kombinationstherapie mit Atezolizumab einen medianen OS-Vorteil von 4,1 Monaten, was einer Reduktion des Sterberisikos um 46% entsprach (13,2 vs. 9,1; HR: 0,54; 95%-KI: 0,33-0,88). In einer Subgruppe von Patienten mit EGFR-Mutation nach TKI-Versagen (n=79) konnte eine Reduktion des Sterberisikos um 39% erreicht werden. Schulz zieht aus den Ergebnissen das Fazit, dass durch die Hinzunahme von Atezolizumab, die Überlebenschancen der Patienten deutlich verbessert werden und diese Therapiemethode für Risikopatienten zum neuen Standard werden wird.

Alecitinib als Erstlinientherapie

Die Therapie mit Alecitinib (Alecensa®) soll aufgrund ihrer signifikanten Überlegenheit zum Standard in der First-Line werden, empfehlen DGHO und ESMO. Ergebnisse der randomisierten Phase-III-Studie ALEX zeigten bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC ein verlängertes PFS von fast 3 Jahren (34,8 Monate), was im direkten Vergleich mit Crizotinib (medianes PFS: 10,9 Monate) einer Reduktion des Progressionsrisikos um mehr als die Hälfte entspricht (HR: 0,43; p< 0,0001). Prof. Wolfgang Brückel, Nürnberg, drängte zu einem möglichst baldigen Einsatz von Alecensa in der First-Line, da man diese wirksame Therapie keinem Patienten vorenthalten sollte.

Prüfsubstanz Entrectinib ermöglicht personalisierte Medizin

Das Potential von Entrectinib wurde bei 10 verschiedenen soliden Tumoridentitäten im lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Setting bestätigt. 57,4% der Patienten sprachen in der Studie auf Entrectinib an. Von den Patienten mit fortgeschrittenem ROS1-positivem NSCLC erreichten sogar 77,4% ein objektives Ansprechen. Zudem wurde gezeigt, dass Patienten auch langfristig von der Therapie profitierten. Die mittlere Dauer des Ansprechens lag bei über 2 Jahren (24,6 Monate). Laut Dr. Nikolaj Frost, Berlin, besteht die Herausforderung vor allem darin, die Patienten zu identifizieren, die von Entrectinib profitieren können.

Quelle: Symposium „Personalisierten Medizin beim NSCLC“, im Rahmen des DGP-Kongresses 2019, 14.03.2019, München; Veranstalter: Roche


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