Freitag, 27. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Revlimid
Revlimid
 
Medizin

31. Januar 2018 Multiples Myelom: Carfilzomib reduzierte in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason Sterberisiko

Das Journal of Clinical Oncology hat die positiven Ergebnisse zum Gesamtüberleben (OS) der finalen Auswertung der Phase-III-Studie ASPIRE veröffentlicht. Die Analyse zeigte, dass die zusätzliche Gabe von Carfilzomib zu Lenalidomid und Dexamethason (KRd) bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplen Myelom das Sterberisiko gegenüber Lenalidomid und Dexamethason alleine (Rd) um 21% senkte und das OS um 7,9 Monate verlängerte (medianes OS 48,3 Monate für KRd versus 40,4 Monate für Rd, HR=0,79, 95% KI: 0,67–0,95; 1-seitiger p-Wert = 0,0045). Hervorzuheben ist, dass bei Patienten im ersten Rezidiv eine OS-Verbesserung von 11,4 Monaten beobachtet wurde (47,3 gegenüber 35,9 Monate (HR=0,81, 95%-KI: 0,62-1,06)), was den frühen Einsatz von KRd unterstützt.
Anzeige:
Kyprolis
„Wie in 2 unterschiedlichen Phase-III-Studien gezeigt wurde, sind Carfilzomib-basierte Regime die ersten und derzeit einzigen Therapiekombinationen, die zu einem signifikanten Überlebensvorteil für Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom gegenüber bisherigen Behandlungsstandards führen”, so Dr. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei Amgen Deutschland. „Der frühe Einsatz von Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason insbesondere beim ersten Rezidiv bringt den Patienten fast ein zusätzliches Jahr an Lebenszeit. Das ist ein großer Fortschritt.”
 
Die Verträglichkeitsdaten von ASPIRE stimmten mit dem bekannten Sicherheitsprofil von Carfilzomib überein. Die am häufigsten vorkommenden unerwünschten Ereignisse (≥20%) im Carfilzomib-Arm waren Diarrhoe, Anämie, Neutropenie, Fatigue, Infektionen der oberen Atemwege, Pyrexie, Husten, Hypokaliämie, Thrombozytopenie, Muskelspasmus, Pneumonie, Nasopharyngitis, Übelkeit, Verstopfung, Insomnie und Bronchitis. Die finale Auswertung der ASPIRE-Studie beinhaltete Subgruppenanalysen nach vorangegangenen Therapielinien, vorheriger Bortezomib-Therapie im ersten Rezidiv und einer vorangegangenen Transplantation im ersten Rezidiv.

In diesen drei Gruppen zeigte sich eine 18 bis 29%ige Reduktion des Sterberisikos für KRd versus Rd, in Übereinstimmung zu den Ergebnissen aus der Gesamtpopulation. Das mediane OS war bei Patienten, die nur eine Vortherapie erhalten hatten, 11,4 Monate länger bei KRd versus Rd und 6,5 Monate länger bei Patienten mit zwei oder mehr vorherigen Therapielinien (48,8 versus 42,3 Monate (HR=0,79, 95%-KI: 0,62-0,99)). Unter den Patienten, die eine vorherige Therapielinie erhalten hatten, wurde das mediane OS um 12 Monate mit KRd versus Rd bei einer vorangegangenen Bortezomib-Behandlung (45,9 versus 33,9 Monate (HR=0,82; 95%-KI: 0,56-1,19)) und um 7,9 Monate bei denen ohne vorherige Bortezomib-Therapie (48,3 versus 40,4 Monate (HR=0,80, 95%-KI: 0,55-1,17)) verbessert. Das mediane OS verlängerte sich außerdem um 18,6 Monate unter KRd versus Rd bei Patienten mit vorangegangener Transplantation im ersten Rezidiv (57,2 versus 38,6 Monate (HR=0,71, 95%-KI: 0,48-1,05)). Das in der Studie verwendete KRd-Regime ist aktuell in den USA, der Europäischen Union und anderen Ländern auf der Basis von Primäranalysen des progressionsfreien Überlebens (PFS) in der ASPIRE-Studie zugelassen.
 

Quelle: Amgen


Anzeige:
Tecentriq HCC
Tecentriq HCC
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Multiples Myelom: Carfilzomib reduzierte in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason Sterberisiko"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab