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Medizin

10. Oktober 2019 Klinische Daten zum KRASG12C-Inhibitor AMG 510 bei soliden Tumoren

Auf dem ESMO wurden neue Daten einer laufenden Phase-I-Studie bekanntgegeben, die die Prüfsubstanz AMG 510 bei vorbehandelten Patienten mit KRASG12C-mutierten soliden Tumoren untersucht. Die Daten liefern den ersten Nachweis einer Anti-Tumor-Aktivität bei Patienten mit Kolorektalkarzinom (CRC) und Appendixkarzinom und ergänzen bereits zuvor präsentierte Ergebnisse bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC). AMG 510 war gut verträglich und wies keine dosislimitierenden Toxizitäten auf. Die Daten wurden im Rahmen einer Posterpräsentation beim Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2019 vorgestellt.
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In die Studie waren 76 Patienten mit KRASG12C-mutierten soliden Tumoren eingeschlossen. Die auf dem ESMO 2019 präsentierten Daten umfassten eine Subgruppe von 55 beim Daten-Cut-Off im Juli 2019 auswertbaren Patienten, einschließlich Patienten mit CRC, Appendixkarzinom und NSCLC aus der Phase 1-Studie. 29 dieser 55 Patienten waren an CRC erkrankt. Zwölf dieser Patienten erhielten die Zieldosis von 960 mg AMG 510 einmal täglich, wovon 10 Patienten die Behandlung auch weiterhin erhalten. Ein Patient dieser Dosiskohorte zeigte ein partielles Ansprechen und bei 10 Patienten wurde eine stabile Erkrankung bei einer Krankheitskontrollrate von 92% beobachtet. Dreizehn der auswertbaren Patienten mit NSCLC erhielten 960 mg der Prüfsubstanz, von denen sieben (54%) ein partielles Ansprechen zu einem oder mehreren Zeitpunkten und sechs Patienten (46%) eine stabile Erkrankung mit einer Krankheitskontrollrate von 100% erreichten. Die Daten aller Dosiskohorten zeigten außerdem ein Tumoransprechen bei zwei auswertbaren Patienten mit Appendixkarzinom, wovon einer ein partielles Ansprechen und einer eine stabile Erkrankung erreichte.
 
„KRAS ist das am häufigsten mutierte Onkogen bei menschlichen Tumoren. Obwohl die KRASG12C-Mutation ein hervorragendes Ziel seit fast vier Jahrzehnten war, können wir jetzt  erstmals über Ansprechen bei Patienten mit Darm-, Appendix- und Lungenkarzinom berichten“, sagte Dr. med. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor der Amgen GmbH. „Diese frühen Ergebnisse ermutigen uns, insbesondere weil es sich um stark vorbehandelte Patienten mit Progress nach im Median vier – in einigen Fällen bis zu zehn – Vortherapien handelt. Die Daten zeigen relevante molekulare Unterschiede zwischen den Tumortypen. Wir starten daher Kombinationsstudien, um das Potential von AMG 510 bei Lungen- und Kolorektalkarzinomen weiter auszuloten.“
 
Von den 76 in verschiedenen Behandlungsgruppen eingeschlossenen Patienten bleiben 52 weiterhin in Behandlung. Die Mehrzahl der behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse (TRAEs) war vom Grad 1 und 2. Zwei TRAEs waren vom Grad 3 (Durchfall und Anämie). Es gab keine behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse von Grad 4 oder höher.

Quelle: Amgen

Literatur:

(1) Eisenhauer EA, Therasse P, Bogaerts J, et al. New response evaluation criteria in solid tumours: Revised RECIST guideline (version 1.1). European Journal of Cancer. 2009;45:228-247.
(2) Cox A, et al. Drugging the undruggable RAS: Mission possible? Nat Rev Drug Discov. 2014 Nov;13(11):828-851.
(3) Fernandez-Medarde A, Santos E. Ras in Cancer and Developmental Diseases. Genes Cancer. 2011 Mar;2(3):344-358.
(4) Lipford, JR. Pre-clinical development of AMG 510: the first inhibitor of KRASG12C in clinical testing. Oral presentation at AACR 2019, Atlanta, GA. March 29-April 3, 2019.
(5) Stephen AG, et al. Dragging ras back in the ring. Cancer Cell. 2014 Mar 17;25(3):272-281.
 


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