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Medizin
01. Februar 2013

Brupbacher Preis für Nachweis eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Entzündung und Krebsentstehung

Der Molekularbiologe Michael Karin erhält den diesjährigen Charles Rodolphe Brupbacher Preis für Krebsforschung. Gewürdigt wird er für seine Studien zur Rolle chronischer Entzündungen bei der Entstehung von Tumoren. Der mit 100.000 Franken dotierte Preis gilt als eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für Krebsforscher. Die Preisverleihung fand im Rahmen des internationalen Symposiums zum Thema "Durchbrüche in Krebsforschung und Krebstherapie" in Zürich statt.

Zum elften Mal wurde am 31. Januar 2013 der Charles Rodolphe Brupbacher Preis an einen Wissenschaftler verliehen, der in der Krebsforschung herausragende Leistungen erbracht hat. Für seine Forschung ausgezeichnet wird dieses Jahr Michael Karin, Professor im Departement Pharmakologie der Universität von Kalifornien in San Diego.

Michael Karin ist einer der meist zitierten Autoren in der biomedizinischen Wissenschaft. Bekannt gemacht haben ihn seine grundlegenden Studien über die Rolle chronischer Entzündungen bei der Tumorentstehung, wie beispielsweise Leberkrebs nach einer Infektion mit Hepatitis-B oder -C-Viren oder Magenkrebs durch die Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori. Ein spezifischer viraler oder bakterieller Erreger ist dabei jedoch nicht erforderlich, denn jede chronisch entzündliche Schädigung der Dickdarmschleimhaut birgt ein stark erhöhtes Krebsrisiko für den Dickdarm. Dazu zählen auch immunologisch bedingte entzündliche Darmerkrankungen.

Nachweis eines ursächlichen Zusammenhangs zwischen Entzündung und Krebsentstehung

Karin ist ein international anerkannter Experte für Signalwege. So heißen die Übertragungswege, mittels denen Zellen auf äußere Einflüsse reagieren. Insbesondere die Einflüsse von Stress und Infektionen haben Karin dabei interessiert. So untersuchte er, wie bei chronischen Infektionen der normale Signalweg der Zelle auf Abwege geraten und als mögliche Folge Krebs entstehen kann. Michael Karins Arbeiten haben unser Verständnis von den molekularen Grundlagen der Entstehung von Tumoren wesentlich erweitert, und sie sind von entscheidender Bedeutung bei der Entwicklung neuer Strategien für Prävention und Therapie.

Quelle: Universität Zürich


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