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Medizin

13. Juni 2017 ASCO 2017: Signifikante Risikoreduzierung für Tod mit Olaparib bei BRCA-mutiertem metastasierten Mammakarzinom

Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago wurden positive Ergebnisse der Phase-III-Studie OlympiAD (1) vorgestellt: Mit Olaparib (300 mg, 2 täglich als Tablette) behandelte Patientinnen mit BRCA-mutiertem metastasiertem Mammakarzinom hatten im Vergleich zu einer Chemotherapie nach Wahl des behandelnden Arztes ein um 42% signifikant verringertes Risiko für Krankheitsprogression oder Tod. Das Sicherheitsprofil war konsistent mit dem früherer Olaparib-Studien.
Mit der Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) in einer verblindeten, unabhängigen, zentralen Beurteilung (BICR) des Tumoransprechens erreichte die Studie ihren primären Endpunkt. Das mediane PFS betrug bei mit Olaparib behandelten Patientinnen 7,0 Monate im Vergleich zu 4,2 Monate unter Chemotherapie (Capecitabin, Vinorelbin oder Eribulin) (HR 0,58; 95%-KI 0,43-0,80; p=0,0009). Die Wichtigkeit dieser Ergebnisse für Patientinnen und die klinische Gemeinschaft wird dadurch unterstrichen, dass die Studie als „Best of ASCO Meeting“ ausgewählt wurde.
 
„Die heute präsentierten Daten der OlympiAD-Studie zeigen den Nutzen von Olaparib bei der Verzögerung der Progression bei Patientinnen mit fortgeschrittenem BRCA-mutiertem Mammakarzinom“, erklärte Mark E. Robson, Klinischer Direktor des Clinical Genetics Service am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York und leitender Prüfarzt von OlympiAD. „Da nur wenige Alternativen verfügbar sind, könnte eine zielgerichtete Chemotherapie-freie orale Therapie in dieser Situation eine vorteilhafte neue Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen darstellen.“
 
Sean Bohen, Executive Vice President, Global Medicines Development und Chief Medical Officer bei AstraZeneca, sagte: „Die Ergebnisse der OlympiAD-Studie zeigen erstmalig einen Vorteil einer zielgerichteten Therapie gegenüber dem derzeitigen Standard für Patientinnen mit HER2-negativem metastasiertem Mammakarzinom und einer Keimbahnmutation im BRCA-Gen. Als erste positive Phase-III-Studie, in welcher ein PARP-Inhibitor einen signifikanten Vorteil für Patientinnen außerhalb der Indikation Ovarialkarzinom zeigt, stellt sie zudem einen wichtigen Meilenstein für Olaparib dar.“
 
Die in die Studie eingeschlossenen Patientinnen mit HER2-negativem metastasiertem Mammakarzinom und einer Keimbahnmutation in BRCA-Genen erhielten Olaparib als Erst-, Zweit- oder Drittlinientherapie zur Behandlung der metastasierten Erkrankung. Vor Studieneinschluss waren die Patientinnen mit einem Anthracyclin (sofern nicht kontraindiziert) und einem Taxan behandelt worden. Hormonrezeptor-positive Patientinnen hatten mindestens eine endokrine Therapie erhalten oder kamen für eine endokrine Therapie nicht in Betracht (1).  
 
Sekundäre Endpunkte zeigten bei Patientinnen unter Olaparib im Vergleich zur Chemotherapie eine statistisch signifikante Verbesserung hinsichtlich der Zeit bis zu einer zweiten Progression oder Tod (PFS2) (HR 0,57; 95%-KI 0,40-0,83).1 Außerdem war die objektive Ansprechrate (ORR) mit 59,9% unter Olaparib mehr als doppelt so hoch wie unter Chemotherapie, auf die 28,8% der Patientinnen ansprachen (1).
 
Bei der Auswertung der Verträglichkeitsdaten der OlympiAD-Studie wurden keine neuen Risikosignale identifiziert. Das allgemeine Sicherheitsprofil war konsistent mit dem vorangegangener Olaparib-Studien. Unerwünschte Ereignisse der Grade ≥3 waren unter Olaparib seltener als unter Chemotherapie (36,6% versus 50,5%). Zudem brachen im Olaparib-Arm weniger Patientinnen die Behandlung ab (4,9% versus 7,7%).

Quelle: Astra Zeneca

Literatur:

(1) Robson M., Im SA, Senkus E, et al,
OlympiAD: Phase III trial of olaparib monotherapy versus chemotherapy for patients (pts) with HER2-negative metastatic breast cancer (mBC) and a germline BRCA mutation (gBRCAm)
Abstract LBA4. Präsentiert auf dem American Society of Clinical Oncology (ASCO) Annual Meeting, in Chicago; 2.-6. Juni 2-6, 2017.
http://meetinglibrary.asco.org/record/153351/abstract. Abgerufen im Juni 2017


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