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Medizin

30. Mai 2018 Wilhelm-Warner-Preis für Arbeiten zum Hodenkarzinom bei jungen Männern

Der Mediziner Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Direktor der II. Medizinischen Klinik und des Hubertus Wald Tumorzentrums – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), ist mit dem Wilhelm-Warner-Preis für Krebsforschung 2017 ausgezeichnet worden. Der UKE-Wissenschaftler erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für sein internationales Engagement im Bereich der Therapie von Hodenkarzinomen bei jungen Männern. Ebenso wurde er ausgezeichnet für seinen Einsatz in der Fortbildung von Onkologen auf europäischer Ebene und die Weiterentwicklung der Medizinischen Onkologie in Deutschland. Am 25. Mai wurde der Preis im Rahmen eines Festakts im UCCH übergeben.
Keimzelltumoren des Mannes zählen zu den seltenen Krebserkrankungen. In Deutschland gibt es etwa 4.000 Neuerkrankte pro Jahr. Die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenen Keimzelltumoren hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Heute können 80 bis 90% aller Patienten mit metastasierter Erkrankung geheilt werden, da sie ausgesprochen gut auf die Chemotherapie reagieren. Die aktuelle Forschung konzentriert sich darauf, wie hohe Heilungsraten bei wenigen Therapienebenwirkungen erzielt werden und warum einige Patienten gegenüber der Therapie trotzdem resistent sind und nicht geheilt werden können.

„Wir arbeiten seit Jahren daran, die Ursachen der Resistenz gegenüber den äußerst wirksamen Medikamenten bei dieser Erkrankung zu verstehen. Unser Ziel ist es, die Prognose der Patienten weiter zu verbessern wie auch daraus für andere Erkrankungen und neuartige Therapieansätze zu lernen“, sagt Prof. Dr. Carsten Bokemeyer. Seine Arbeitsgruppe hat zahlreiche multizentrische klinische Studien durchgeführt und eine Vielzahl von grundlagenorientierten Untersuchungen zur Resistenz bei Keimzelltumoren durchgeführt. Auch kümmert sie sich im Rahmen von Survivorship-Programmen seit vielen Jahren intensiv um die Untersuchung und Behandlung von Langzeitfolgen der Therapie bei geheilten Patienten.

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


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