Montag, 25. März 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

10. Januar 2018
Seite 1/2
Multiples Myelom: Geringeres Therapieabbruch-Risiko mit Ixazomib im Vergleich zu anderen Proteasom-Inhibitor-haltigen Regimen

Vorbehandelte, erwachsene Patienten mit einem rezidivierten oder/und refraktären Multiplen Myelom, die im klinischen Alltag mit dem oralen Proteasom-Inhibitor Ixazomib (NINLARO®) in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) behandelt wurden, hatten ein 31% bzw. 23% geringeres Risiko für einen Therapieabbruch im Vergleich zu Patienten, die mit den injizierbaren Proteasom-Inhibitoren Carfilzomib bzw. Bortezomib (jeweils kombiniert mit Rd) behandelt wurden. Dies zeigen aktuelle Daten, die im Rahmen der 59. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) präsentiert und nun bei einer Pressekonferenz in Hamburg deutschen Fachmedien vorgestellt wurden (1).
Anzeige:
Fachinformation
Dr. Hans Salwender, Hamburg, stellte die retrospektive Analyse auf der Basis US-amerikanischer elektronischer Gesundheitsaufzeichnungen (EMR) im Rahmen einer Pressekonferenz vor. Die Analyse verglich bei insgesamt 531 vorbehandelten, erwachsenen Patienten mit einem rezidivierten und/oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM) Therapiedauer, Zeit bis zur nächsten Therapie und Zeit bis zum Therapieabbruch unter 3 Proteasom-Inhibitor-haltigen Triplett-Therapien im klinischen Alltag: Bortezomib + Rd (VRd), Carfilzomib + Rd (KRd) und Ixazomib + Rd (IRd). Im Vergleich zu den Patienten, die mit injizierbaren Proteasom-Inhibitoren (wie KRd oder VRd) behandelt wurden, waren Patienten unter dem oralen NINLARO®-Regime allgemein älter und hatten eine weiter fortgeschrittene Erkrankung. Das mediane Follow-up betrug 17,3 Monate unter VRd, 8,3 Monate unter KRd und 5,2 Monate unter Ixazomib + Rd (1,2).
 
„Auch wenn das Follow-up für Ixazomib + Rd kürzer war als bei den beiden injizierbaren Proteasom-Inhibitor-Regimen, zeigten nicht-adjustierte Analysen, dass bei mit Ixazomib + Rd behandelten Patienten die Wahrscheinlichkeit eines Therapieabbruches geringer war, als bei den mit VRd bzw. KRd behandelten“, erklärte Salwender. So war die mediane Therapiedauer unter IRd noch nicht erreicht, unter KRd betrug sie 6,1 Monate (95%-Konfidenzintervall: 4,9-6,9 Monate) und unter VRd 5,4 Monate (95%-KI: 4,6-6,8 Monate). Nach 9 Monaten setzten noch 60% der Patienten unter Ixazomib + Rd ihre Therapie fort, im Vergleich zu 29% unter KRd und 37% unter VRd (1).
 
Die Dauer der Therapie lag für KRd und VRd in dieser Real-World-Analyse deutlich unter den Ergebnissen, die in kontrollierten randomisierten Studien erreicht wurden (1). „Bereits bei der jetzt vorliegenden Analyse zeichnet sich der Trend ab, dass diese Lücke unter Ixazomib + Rd geringer zu sein scheint. Um die Aussagen zu bestätigen, ist allerdings noch ein längeres Follow-up nötig“, so Salwender.
 
Vorherige Seite

Das könnte Sie auch interessieren

Personalisierte Medizin in der Onkologie: Behandlung bestmöglich auf den Patienten zuschneiden

Medikamente möglichst maßgeschneidert auf die spezifischen Merkmale einer Krankheit zuzuschneiden und diese gezielt bei jenen Patienten einzusetzen, denen sie am besten helfen, lautet das Credo der Personalisierten Medizin. Dank vertiefter Kenntnisse über die molekularbiologischen Ursachen von Krankheiten gibt es heute bereits eine Reihe von innovativen diagnostischen Tests, durch die Patienten identifiziert werden können, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine...

Individualisierte Schmerztherapie

Individualisierte Schmerztherapie
© Dan Race / Fotolia.com

Schmerz ist eine komplexe Empfindung. Der menschliche Körper besitzt ein weitverzweigtes Netzwerk aus Schmerzrezeptoren und Schmerzleitungen.  Schmerzen können bei Krebserkrankungen durch das Wachstum eines Tumors oder auch durch unerwünschte Begleiterscheinungen von Therapien verursacht werden.  Um das Schmerzerleben adäquat behandeln zu können, ist es notwendig, eine individuelle Schmerztherapie durchzuführen. Die Mitarbeit der Betroffenen ist dabei...

Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online

Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online
© ernaehrung-krebs-tzm.de

Das neue Infoportal der Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“ am Tumorzentrum München (TZM) ist ab sofort unter www.ernaehrung-krebs-tzm.de online. Es bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen, gibt praktische Hilfestellung und vermittelt Kontakte zu anerkannten Therapeuten und Beratungsstellen rund um das Thema Ernährung und Krebs. Die Arbeitsgruppe besteht aus qualifizierten Ärzten und Ernährungsfachkräften unter der Leitung von Professor...

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Multiples Myelom: Geringeres Therapieabbruch-Risiko mit Ixazomib im Vergleich zu anderen Proteasom-Inhibitor-haltigen Regimen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.