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Medizin

13. November 2017 Metastasierter Brustkrebs: Verzögerung der Progression beeinflusst Lebensqualität der Patientinnen positiv

Die Krankheitsprogression hinauszuzögern hat einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs (mBC). Dies zeigt eine neue Auswertung der PALOMA-2-Studie zu Palbociclib (Ibrance®)*, die Prof. Dr. Nadia Harbeck, Leiterin des Brustzentrums der Universität München (LMU), auf der diesjährigen ABC4**-Konferenz in Lissabon präsentiert hat (1). Patientinnen, deren Erkrankung längere Zeit ohne Progress verlief, berichteten von einer signifikant späteren Verschlechterung der Lebensqualität als Patientinnen, bei denen der Krebs schneller fortschritt. Dieses Ergebnis zeigte sich behandlungsunabhängig in beiden Studienarmen. „Die neuen Daten unterstreichen die Wichtigkeit einer Verlängerung der progressionsfreien Zeit durch neue Medikamente“, sagte Prof. Harbeck, „denn sie zeigen die enge Verbindung von progressionsfreier Zeit und Lebensqualität der Patientinnen.“
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Bei den vorgestellten Daten handelt es sich um eine detaillierte Auswertung der PALOMA-2-Studie zu Palbociclib in der Erstlinie bei postmenopausalen Frauen mit HR-positivem/HER2-negativem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs. In dieser Phase-III-Studie wurde Palbociclib in Kombination mit Letrozol gegenüber Placebo in Kombination mit Letrozol verglichen (2). Die Teilnehmerinnen der Studie wurden gebeten, während der Behandlung die Functional Assessment of Cancer Therapy-Breast (FACT-B)-Fragebögen auszufüllen. Dadurch sollte ihr physisches, soziales/familiäres und emotionales Wohlbefinden ausgewertet werden. Die Fragebögen wurden jeweils vor Beginn sowie in regelmäßigen Abständen während und zum Ende der Behandlung ausgefüllt. Nach einem medianen Follow-up von 23 Monaten zeigte sich, dass – unabhängig vom Studienarm – Patientinnen ohne Krankheitsprogression signifikant länger keine einschneidende Verschlechterung der Lebensqualität erfuhren als Patientinnen, bei denen die Krankheit fortschritt (Kombination der Studienarme; median 29 Monate vs. 19 Monate, HR:0,53; 95%-KI:0,41, 0,69, 1; 1-seitiger p-Wert <0,001).

„Die Verzögerung der Krankheitsprogression kann einen positiven Einfluss auf "patient-reported outcomes" wie die Lebensqualität haben“, fasste Prof. Harbeck die Daten zusammen.

* Ibrance® ist zur Behandlung von Patientinnen mit HR-positivem/HER2-negativem lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs zugelassen. Die Zulassung gilt für den Einsatz von Palbociclib in Kombination mit einem Aromatasehemmer oder in Kombination mit Fulvestrant bei Frauen, die zuvor eine endokrine Therapie erhalten haben. In der Prä- oder Perimenopause sollte die endokrine Therapie mit einem GnRH-Analogon kombiniert werden.
** Advanced Breast Cancer 4th ESO-ESMO International Consensus Conference

Quelle: Pfizer

Literatur:

(1) Harbeck, N. Impact of disease progression status on time to deterioration of patient reported health related quality of life in first line er+ her2-ve advanced/metastatic breast cancer patients in the PALOMA-2 study, Best Abstracts Session at the ESO-ESMO Advanved Breast Cancer Fourth International Consensus Conference, 02. November 2017, Lissabon, Portugal
(2) Finn RS et al. N Engl J Med 2016; 375:1925-1936


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