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Medizin

23. April 2019 Deutsche Krebshilfe Preis 2018 verliehen

Für seine großen Verdienste in der Palliativmedizin wure der Arzt Professor Dr. Eberhard Klaschik mit dem Deutsche Krebshilfe Preis 2018 ausgezeichnet. Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe, überreichte die hochrangige Auszeichnung im Rahmen eines Festaktes im Alten Rathaus in Bonn. Der Deutsche Krebshilfe Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.
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Fachinformation
Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen

„Die Deutsche Krebshilfe zeichnet heute einen Mediziner aus, der sich Zeit seines beruflichen Lebens mit großem Engagement dafür eingesetzt hat, schwerstkranken Menschen, deren Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist, eine bessere Lebensqualität sowie eine schmerzfreie und würdevolle letzte Lebensphase zu ermöglichen“, sagt Pleitgen. Professor Dr. Eberhard Klaschik werde für seinen maßgeblichen Einsatz und seine Verdienste beim Aufbau palliativmedizinischer Versorgungsstrukturen sowie für sein wegweisendes Engagement zur strategischen Weiterentwicklung der Palliativmedizin in Deutschland geehrt. Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preises an einen herausragenden Palliativmediziner bringe die Stiftung auch den hohen Stellenwert der Palliativmedizin im Rahmen einer ganzheitlichen Versorgung krebskranker Menschen und ihrer Angehörigen zum Ausdruck.

Deutsche Palliativmedizin

„Die Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte, und dazu hat Professor Klaschik maßgeblich beigetragen. Er war von der Idee der Palliativmedizin absolut überzeugt und konnte andere überzeugen und begeistern. Er wollte Neues bewirken“, so Professor Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen und Inhaber des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen, in seiner Laudatio auf den Preisträger.

Bereits in den Anfängen der Entwicklung der Palliativmedizin in Deutschland zu Beginn der 1980er Jahre leistete Professor Klaschik Pionierarbeit. So hat er mitgewirkt bei der Errichtung der bundesweit ersten Palliativstation am Universitätsklinikum Köln.

Vita des Preisträgers

1984 wurde Professor Klaschik Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und Schmerztherapie am Malteser-Krankenhaus in Bonn. Hier baute er ab 1990 mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe eines der bedeutendsten Zentren für Palliativmedizin in Deutschland auf mit einem ambulanten palliativmedizinischen Dienst, einer Akademie für Fort- und Weiterbildung und einer Trauerberatungsstelle.

Auch die Weitergabe von Erfahrung und Expertenwissen sowie die Vernetzung fachlicher Expertise lagen Professor Klaschik sehr am Herzen. So gründete er 1994 die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin mit, deren Wirken er zunächst als Sekretär und später als Präsident viele Jahre mitgestaltete. 1999 erhielt er die erste Professur für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Bonn. Als Sachverständiger der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages engagierte er sich zudem auf dem Gebiet Ethik und Recht der modernen Medizin.

„Als 1983 die Kölner Palliativstation mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe errichtet wurde, war sowohl in der Ärzteschaft als auch in der Gesellschaft der Begriff Palliativmedizin ein Fremdwort. Heute ist palliativmedizinische Versorgung ein unverzichtbarer Teil unseres Gesundheitssystems“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, anlässlich der Preisverleihung. „Ich freue mich außerordentlich, dass heute ein Experte für seine Verdienste auf einem ganz wichtigen medizinischen Gebiet ausgezeichnet wird, das wir vor vielen Jahren in Deutschland angestoßen haben.“

Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preises kommt die Organisation dem letzten Wunsch von Dr. Wilhelm Hoffmann nach: Er hinterließ der Deutschen Krebshilfe im Jahr 1996 eine namhafte Erbschaft verbunden mit der Auflage, den Erlös zinsbringend anzulegen und aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

Quelle: Deutsche Krebshilfe


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