Montag, 21. Januar 2019
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Supplements
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken
Studien


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de



JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
19. Dezember 2018

B-Zell-Lymphom: Neue Behandlungsoption verdoppelt die Überlebenszeit

Die multizentrische JULIET-Studie zeigt, dass die CAR-T-Zelltherapie eine vielversprechende Behandlungsoption für rund ein Fünftel der Patienten mit diffusen großen B-Zell-Lymphomen ist. Die 2-Jahres-Überlebensrate nach einer konventionellen Chemotherapie beträgt nur 20%, während sich die Gesamtüberlebensrate durch eine CAR-T-Zelltherapie auf 40% verdoppelte.
Anzeige:
 
 
Mit 480 Neuerkrankungen pro Jahr ist das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom die häufigste Lymphomart in Österreich. Darüber hinaus handelt es sich um eine sehr aggressive Krankheit, die normalerweise mit einer Kombination aus Chemotherapie und Immuntherapie behandelt wird. Rund 50% der Fälle werden mit diesem Regime dauerhaft geheilt, die andere Hälfte erleidet einen Rückfall, für den es bisher keine zufriedenstellende Behandlung gab.

Die CAR-T-Zelltherapie richtet sich gezielt gegen das Protein CD19, welches auf der Oberfläche von Tumorzellen bei 90% der rezidivierten Patienten gefunden wurde. Die T-Zellen werden durch Blutdialyse entfernt und in einer speziellen Vorrichtung genetisch modifiziert, indem an ihre Oberfläche ein Rezeptor gebunden wird, der an CD19 andocken kann. In der dritten Stufe der Therapie werden die modifizierten T-Zellen vermehrt und dem Patienten durch Infusion zurückgeführt. Die modifizierten T-Zellen können nun die Tumorzellen erkennen und so zerstören. Da die T-Zellen im Körper verbleiben und sich weiter vermehren, stehen sie permanent zur Verfügung, um neu auftretende Krebszellen mit der Oberflächeneigenschaft CD19 zu erkennen und zu zerstören. Da die CAR-T-Zelltherapie eine starke Immunreaktion hervorruft, wird die Behandlung stationär durchgeführt, sodass die Patienten engmaschig überwacht werden können.

Zukünftig ist es das Ziel der Forscher herauszufinden, warum 40% der Patienten auf eine CAR-T-Zelltherapie ansprechen und geheilt werden, während die restlichen 60% dies nicht tun und wie diese Situation behoben werden kann.

Die JULIET-Studie zeigt, dass die CAR-T-Zelltherapie eine bahnbrechende Behandlungsoption ist, mit der die Krankheit auch in zuvor aussichtslosen Fällen dauerhaft geheilt werden könne, erläuterte Prof. Dr. Ulrich Jäger, Leiter der Abteilung für Hämatologie und Hämastaseologie an der Medizinischen Fakultät I der MedUni Wien am AKH Wien.

(übers. v. ma)
Quelle: Medizinische Universität Wien
Literatur:
Schuster SJ, Bishop MR, Tam CS et al.
Tisagenlecleucel in Adult Relapsed or Refractory Diffuse Large B-Cell Lymphoma.
N Engl J Med. 2018; doi:10.1056/NEJMoa1804980.
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!

Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2018