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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Januar 2014

Persistenz der Therapie mit Opioiden bei Patienten mit Tumorschmerzen

Eine notwendige Voraussetzung für die Wirksamkeit von Arzneimitteln ist eine korrekte, aber auch kontinuierliche Anwendung entsprechend der Verordnung. Gerade bei Erkrankungen wie Tumorschmerzen ist dies die Bedingung für eine adäquate Schmerzlinderung - und damit den Erfolg der Behandlung. Anhand einer Krankenkassendatenanalyse wurde untersucht, ob das Dosierschema einen Einfluss auf die Persistenz hat, also ob sie bei einem Dosierschema mit einer 1x täglichen Einnahme von Hydromorphon besser ist als mit einer 2x täglichen Einnahme. Untersucht wurde die durchgehende Therapie mit zwei verschiedenen Darreichungsformen von Hydromorphon über einen Zeitraum von 12 Monaten. Erstmals konnten die Ergebnisse im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses in Hamburg vorgestellt werden. Trotz der Limitierungen durch die Methode lässt ein Vergleich der beiden Therapieregimes von Hydromorphon auf Basis von Kassendaten die Vermutung zu, dass die Abbruchquote bei OROS®-Hydromorphon 1x täglich statistisch signifikant (p=0,048) geringer ist als bei Hydromorphon 2x täglich (1).

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Für die Untersuchung wurden die Abrechungsdaten eines Versichertenkollektivs von 2,4 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen (BKK) für den Zeitraum von der letzten Verordnung in 2009 bis 31.12.2010 ausgewertet. Insgesamt konnten 350 Versicherte identifiziert werden mit mindestens einer Opioidverordnung entweder für ein einmal täglich oder ein zweimal täglich einzunehmendes Präparat. Dabei erhielten 132 Patienten dieses Versichertenkollektivs eine Einmalgabe (Jurnista®) und 218 Hydromorphon 2x täglich.

Ausgehend von den Einnahmeintervallen einmal bzw. zweimal täglich wurde die Therapietreue beurteilt. Hierfür wurde das Verordungsverhalten in vier Kategorien unterteilt: Als "abgebrochen" wurde eine Therapie bewertet, wenn Ende 2010 keine Anschlussverordnung vorlag. Bei einer "unterbrochenen" Behandlung mussten mehr als 29 Tage zwischen dem theoretischen Therapieende nach der letzten Verordnung und dem Einlösen der nächsten Verordnung liegen. Wenn ein Opioid ohne Verzögerung durch ein anderes ersetzt wurde, galt dies als "Wechsel". Trat keiner der Fälle ein, so wurde die Therapie als persistent - regelmäßiges Einlösen des Rezeptes ohne größere Lücken über ein Jahr - beurteilt.

Trotz der Limitierung durch die Methode zeigte sich bei der Auswertung der Daten, dass die Persistenz unter der Einmalgabe (Jurnista®) bei 46% und damit um 14 Prozentpunkte höher lag als unter der Zweimalgabe mit 32%. Dies lässt eine kontinuierlichere Einnahme der verordneten Medikation vermuten (1). Auch bei den Therapieabbrüchen - bei mehr als 29 Tagen zwischen der Reichweite der letzten Verordnung und dem nächsten Einlösen wurde die Therapie als "unterbrochen" und die Patienten damit als nicht mehr persistent eingestuft (1) - schnitt die Einmalgabe deutlich besser ab (1).

Retardpräparate fördern Therapietreue

Laut einer Meta-Analyse internationaler Studien sind bei chronischen Erkrankungen Abbruchraten zwischen zwölf und 36% keine Seltenheit (2). Die Gründe für eine eingeschränkte Therapietreue sind vielfältig und variieren je nach Erkrankung (3).
Legt man das Schema der WHO zugrunde, so ist Nicht-Adhärenz ein Phänomen, das aus fünf Dimensionen besteht: soziale/ökonomische, systembedingte, krankheitsbedingte, patientenbedingte, aber auch therapiebedingte Faktoren können die Therapietreue belasten (4). Je nach Ursache können verschiedene Maßnahmen die Therapietreue unterstützen. Dazu gehören neben einer guten Verträglichkeit auch einfache Therapieregime unter Anwendung von Retardpräparaten. Weitere Untersuchungen stützen einen Zusammenhang von einfachem Therapieregime und -treue (5, 6).

Einmalgabe Wunschtherapie vieler Patienten

Wie wichtig aus Sicht der Patienten die einfache Anwendung für die Therapietreue ist, zeigte im letzten Jahr die Patienten-Präferenz-Umfrage PARES (PAin RESearch) (7). 54% aller Patienten sahen in der Einmalgabe, wie sie bei Jurnista® möglich ist, das einfachste Therapieschema. Darüber hinaus erachteten 93% der Patienten gerade diese Einfachheit als "wichtig bis sehr wichtig", um pünktlich an die Medikamenteneinnahme zu denken.

Literaturhinweis:
(1) Horlemann J et al. Persistenz der Opioidtherapie bei Patienten mit Tumorschmerzen - eine Real-Life-Beobachtung. Poster Deutscher Schmerzkongress 2013, Hamburg, P10.6.
(2) DiMatteo MR. Variations in patients' adherence to medical recommendations: a quantitative review of 50 years of research. Med Care. 2004 Mar;42(3):200-209.
(3) Glombiewski JA, Nestoriuc Y, Rief W, et al. (2012) Medication Adherence in the General Population. PLoS ONE 7(12): e50537.
(4) Sabaté E (editor). Adherence to long-term therapies: evidence for action. Geneva, Switzerland: World Health Organization 2003.
(5) Claxton AJ et al. A systematic review of the associations between dose regimens and medication compliance. Clin Ther 2001; 23 (8): 1296–1310.
(6) Graziottin A et al. Opioids: How to Improve Compliance and Adherence. Pain Pract. 2011 NovDec; 11(6): 574-581.
(7) Müller-Schwefe GHH. Patientenerwartung und Versorgungsrelaität. Ergebnisse der Patienten-Präferenzumfrage PARES. MMW-Fortschr.Med.Originalien I/2012 (154. Jg.) 22-25.

Quelle: Janssen-Cilag
 
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