Dienstag, 12. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
28. Januar 2016

NSCLC: Studie zeigt Überlegenheit für Afatinib vs. Gefitinib

Afatinib (GIOTRIF®) zeigte in der Head-to-Head-Studie LUX-Lung 7, eine signifikante Überlegenheit beim progressionsfreien Überleben sowie der Zeit bis zum Therapieversagen im direkten Vergleich mit Gefitinib (Iressa®) in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und aktivierenden häufigen EGFR-Mutationen.

Anzeige:
 
 

Die Ergebnisse der weltweiten Phase-IIb-Studie LUX-Lung 7 zeigten, dass Afatinib sowohl das Risiko einer Krankheitsprogression als auch das Risiko eines Therapieversagens signifikant um jeweils 27% reduzierte im Vergleich zu Gefitinib (1). Unter Afatinib waren mehr Patienten 18 bzw. 24 Monate nach Therapiestart progressionsfrei (27% vs. 15% bzw. 18% vs. 8%) (1). Beide Therapien zeigten das bekannte, substanzklassenspezifische Nebenwirkungsprofil bei gleich niedrigen Abbruchraten (6,3% vs. 6,3%) (1).

Boehringer Ingelheim verkündete gestern die Ergebnisse der LUX-Lung 7-Studie. In der Erstlinienbehandlung von Patienten mit fortgeschrittenem nicht- kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und häufigen EGFR-Mutationen (Del19/L858R) wurde für den irreversiblen ErbB-Family-Blocker Afatinib im direkten Vergleich zum reversiblen Erstgenerations-EGFR-TKI Gefitinib eine signifikante Überlegenheit beim progressionsfreien Überleben und der Zeit bis zum Therapieversagen nachgewiesen (1). Die Phase-IIb-Studie erreichte zwei ihrer primären Studienendpunkte: das progressionsfreie Überleben (PFS), was durch eine unabhängige Begutachtung ermittelt wurde, und die Zeit bis zum Therapieversagen (TTF), d.h. die Zeit von der Randomisierung bis zum Therapieabbruch aus jeglichen Gründen (1). Die Daten zum dritten primären Studienendpunkt, dem Gesamtüberleben (OS), sind derzeit noch nicht verfügbar und werden zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert.

Die Ergebnisse der LUX-Lung 7-Studie zeigen, dass Afatinib das Risiko einer Krankheitsprogression signifikant um 27% vs. Gefitinib reduzierte (1). Die PFS-Verbesserung wurde im Zeitverlauf ausgeprägter: nach 18 Monaten waren 27% der Patienten unter Afatinib noch progressionsfrei vs. 15% unter Gefitinib; nach 2 Jahren waren es sogar mehr als doppelt so viele Patienten im Vergleich zu Gefitinib (18% vs. 8%). Damit wurde für Afatinib ein signifikanter Langzeit-Benefit beim PFS demonstriert (1).

Zusätzlich zum überlegenen PFS wiesen Patienten unter Afatinib auch eine signifikant längere Behandlungsdauer auf: Das Risiko eines Therapieversagens wurde um 27% reduziert vs. Gefitinib (1). Verglichen mit Gefitinib sprachen signifikant mehr Patienten auf die Behandlung mit Afatinib an (70% vs. 56%), wobei die mediane Dauer des Ansprechens 10,1 vs. 8,4 Monate betrug (1). Das verbesserte PFS unter Afatinib war in den meisten präspezifizierten Subgruppen einschließlich Geschlecht, Alter, Ethnie und EGFR- Mutationstyp (Del19/L858R) konsistent nachweisbar (1).

Der LUX-Lung 7 Studienleiter Professor Keunchil Park, Direktor des Innovative Cancer Medicine Institute (ICMI) am Samsung Medical Center, Sungkyunkwan University School of Medicine, Seoul, Südkorea, kommentierte: „LUX-Lung 7 ist die erste weltweite Studie, die zwei EGFR- gerichtete Therapien in der Erstlinie direkt miteinander vergleicht. Dabei zeigen die Ergebnisse Vorteile des Zweitgenerations-TKI Afatinib verglichen mit dem Erstgenerations-TKI Gefitinib und bieten somit eine wichtige Orientierung bei der Wahl der Erstlinientherapie für NSCLC- Patienten mit aktivierenden EGFR-Mutationen (Del19/L858R).“

Die in der LUX-Lung 7-Studie beobachteten unerwünschten Ereignisse (UE) stimmten mit den bekannten Nebenwirkungsprofilen beider Therapien überein. Sowohl die Behandlung mit Afatinib als auch mit Gefitinib war allgemein gut verträglich, was zu einer gleich niedrigen Therapieabbruchrate in beiden Armen führte (6,3% vs. 6,3%) (1). Das Auftreten von schwerwiegenden UE war für beide TKIs ähnlich: Afatinib mit 44,4% vs. Gefitinib mit 37,1%. Zu den häufigsten höhergradigen (≥ 3 Grad) therapiebedingten Nebenwirkungen unter Afatinib zählten: Diarrhoe (12,5%) und Hautausschlag/Akne (9,4%), wohingegen unter Gefitinib Aspartat-Aminotransferase (AST)-/Alanin-Aminotransferase (ALT)- Erhöhung (8,8%) und Hautausschlag/Akne (3,1%) am häufigsten auftraten (1). Eine therapiebedingte interstitielle Lungenerkrankung wurde unter Gefitinib bei vier Patienten beobachtet, bei Afatinib hingegen bei keinem Patienten (1).

„LUX-Lung 7 ist der zweite positive Head-to-Head-Vergleich von Afatinib mit einem EGFR-TKI der ersten Generation beim Lungenkarzinom, der zeigte, dass EGFR-gerichtete Therapien der ersten und zweiten Generation nicht gleich sind“, sagte Dr. Mehdi Shahidi, Medizinischer Leiter, Solid Tumour Oncology, Boehringer Ingelheim. „Interessanterweise wurde in der LUX-Lung 7-Studie der Unterschied bezogen auf das progressionsfreie Überleben über die Zeit ausgeprägter, so dass sich die progressionsfreie Überlebensrate unter Afatinib nach 24 Monaten sogar mehr als verdoppelt hat.“

Boehringer Ingelheim
Literatur:

(1) Park K, et al. Afatinib versus gefitinib as first-line treatment for patients with advanced non-small cell lung cancer harboring activating EGFR mutations: results of the global, randomized, open-label, Phase IIb trial LUX-Lung 7. LBA2, oral presentation at the ESMO Asia 2015 Congress in Singapore, 18-21 December 2015.

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017